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Bedeutender Meilenstein in der Impfstoff-Forschung gegen Erdnussallergie

16.02.2011
Unter der Leitung von Professorin Robyn O´Hehir und Professorin Jennifer Roland hat ein Forschungsteam aus Immunologen der Monash University und des Alfred Health Zentrums in Australien die Hauptbestandteile eines sicheren und wirkungsvollen Impfstoffs gegen Erdnussallergie bestimmt.

Die Erdnussallergie gilt als die schwerste Form der Nahrungsmittelallergien, da sie auch lebensbedrohliche anaphylaktische Reaktionen hervorruft. Derzeit sind keine Präventivbehandlungen für Nahrungsmittelallergien bekannt und anaphylaktische Reaktionen erfordern eine sofortige Andrenalininjektion durch den EpiPen.

Bei Menschen, die allergisch auf Wespen- und Bienenstiche reagieren, werden Immuntherapien häufig angewandt. Bei dieser Art der Behandlung werden dem Patienten Proteinextrakte aus dem Gift in immer höheren Dosen verabreicht, um anaphylaktische Reaktionen im Falle eines Stiches zu verhindern. Da die Erdnussallergie aufgrund der Schwere der Reaktion als eine der gefährlichsten Allergieformen gilt, nahm man bislang Abstand von Immuntherapien. Die neuen Forschungsergebnisse bieten nun eine Lösung.

Die Forscher der Monash University und des Alfred Health Zentrums bestimmten die entscheidenden Sequenzen oder Peptide der Erdnussproteine, die mit den weißen Blutkörperchen (T-Zellen) zusammenwirken und Immuntoleranz hervorrufen, nicht jedoch Allergieantikörper binden und anaphylaktische Reaktionen verursachen. Diese „dominanten Fragmente oder Peptide“ sind für einen sicheren Impfstoff gegen Erdnussallergie geradezu prädestiniert. Die Forscher sind zuversichtlich, dass eine klinische Studie innerhalb der nächsten drei Jahre durchgeführt wird, da vergleichbare Forschungsergebnisse des Teams im Bereich Gräserallergie in Amerika bereits klinisch getestet werden. Die Forschungsarbeit von Erstautorin Dr. Sara Prickett wurde in dem bekannten Online Journal für Allergologie und Klinische Immunologie veröffentlich. Des Weiteren waren Astrid Voskamp, April Dacumos-Hill und Karen Symons an dem Forschungsprojekt beteiligt.

Weitere Informationen:

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Sabine Ranke-Heinemann | idw
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