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Bauchspeicheldrüsenkrebs: Impfstoff-Test gestartet

15.04.2011
Impfstoff TeloVac wirkt nicht nur präventiv, sondern auch als Behandlung

Erste Tests mit einem Impfstoff zur Behandlung von Bauchspeicheldrüsenkrebs haben jetzt in 53 britischen Krankenhäusern begonnen. An den Tests mit TeloVac werden mehr als 1.000 Patienten mit fortgeschrittenen Erkrankungen teilnehmen.


Bauchspeicheldrüsenkrebs: Imfpstoff soll Erkrankung bekämpfen (Foto: http://lancastria.net)

Impfstoffe werden normalerweise zur Verhinderung von Infektionen eingesetzt. Teil des neuen Behandlungsansatzes ist jedoch der Versuch das Immunsystem zur Bekämpfung der Krebserkrankung anzuregen. Die teilnehmenden Patienten erhalten den Impfstoff in Kombination mit einer Chemotherapie oder nur eine Chemotherapie.

Der Impfstoff enthält kleine Teile eines Proteins, der Telomerase, die von Krebszellen in zu großer Menge hergestellt wird. Ziel ist es, die Immunzellen dazu zu bringen, jene Telomerase zu erkennen, die sich auf der Oberfläche der Krebszellen befindet und so auf den Tumor abzuzielen.

John Neoptolemos vom Royal Liverpool University Hospital, einer der Koordinatoren der Tests, erklärte, dass das Problem darin bestehe, dass Tumore schlau seien und Immunzellen zu Verrätern machen könnten, die dann helfen den Tumor zu beschützen. "Der Impfstoff nimmt dem Tumor diese Möglichkeit zur Maskierung."

Impfung auch gegen Lungen- und Prostatakrebs

Die Überlebenszahlen sind bei Bauchspeicheldrüsenkrebs die schlechtesten von allen verbreiteten Krebsarten. Nur einer von 100 Patienten überlebt fünf Jahre oder länger. Die Tests werden von Cancer Research UK finanziert. Der südkoreanische Hersteller KAEL-GemVax http://www.kaelgemvax.com plant laut BBC noch in diesem Jahr Tests mit Lungenkrebspatienten, die auf der gleichen Technologie beruhen. Im vergangenen Jahr wurde der erste therapeutische Impfstoff gegen Prostatakrebs in Amerika zugelassen. Die Phase III bzw. abschließenden Tests von TeloVac sollten in etwas mehr als einem Jahr Ergebnisse liefern. Dann wird feststehen, ob der Impfstoff wirklich wirksam ist.

Michaela Monschein | pressetext.redaktion
Weitere Informationen:
http://www.rlbuht.nhs.uk
http://www.cancerresearchuk.org

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