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Asthmatiker sollten in Federbetten schlafen

08.10.2009
Echte Federbetten enthalten weniger Beta-Glucan als synthetisches Bettzeug

Asthmatiker sollten lieber in Federbetten als in synthetischem Bettzeug schlafen. Das hat eine jüngst im Journal of Asthma veröffentlichte Untersuchung ergeben (1). Neuseeländische Forscher fanden heraus, dass Bettwaren mit echten Federn weniger Beta-Glucan enthalten als synthetisches Bettzeug.

Glucane sind nicht-allergene, fettlösliche Bestandteile der Zellmembran von Pilzen. Der Anteil der Glucane am Trockengewicht der Zellmembran beträgt bis zu 60 %. Die Inhalation von Beta-Glucan kann Veränderungen der Lungenfunktion und der Variabilität der Peak-Flow-Werte verursachen. Andere Untersuchungen haben gezeigt, dass Beta-Glucan dosisabhängig Irritationen im Rachen, trockenen Husten, Hautjucken, nasale Probleme und Müdigkeit verursacht.

In die Studie einbezogen wurden Staubproben von Matratzen, Zudecken, Kissen, und Fußböden aus 35 Haushalten des Bezirks Wellington/Neuseeland. Dabei war die Konzentration von Beta-Glucan in Kissen mit Synthetikfüllung 2- bis 3-mal höher als in Federkissen. In synthetischen Zudecken wurden sogar 7- bis 8-fach höhere Konzentrationen im Vergleich zu Federbetten bestimmt. In früheren Untersuchungen (2) konnte ein ähnlicher Effekt für Hausstaubmilben-Allergene nachgewiesen werden. Bettdecken aus Synthetikware waren dabei mit einer stärkeren Asthmasymptomatik assoziiert als Bettdecken gefüllt mit dem Naturmaterial Daunen und Federn.

(1) Heyes J., et al., ß-(1,3)-Glucan Levels and Its Determinants in New Zealand Bedrooms, Journal of Asthma, 46:1, 64-66

(2) Siebers R., Fitzharris P., Crane J.: Feather bedding and allergic disease in children: a cover story?, Clin. Exp. Allergy 2002; 32: 1119-1123

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