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Alzheimer: Vitamin verzögert Gehirn-Schrumpfung

09.09.2010
Vorgang kann um bis zu 50 Prozent verlangsamt werden

Hohe Dosierungen von Vitamin B können die Geschwindigkeit halbieren, in der das Gehirn von älteren Alzheimer-Patienten schrumpft. Zu diesem Ergebnis sind Forscher des Oxford Project to investigate Memory and Ageing (Optima) gekommen. Experten halten die Forschungsergebnisse für einen ersten Schritt zur Verzögerung des Eintretens der Krankheit.

Für die in der Public Library of Science One http://www.plosone.org veröffentlichte Studie wurden 168 ältere Menschen untersucht, die bereits unter einer leichten Einschränkung ihrer geistigen Fähigkeiten litten. Die eine Hälfte der Freiwilligen erhielt täglich eine Tablette mit Vitamin B Folat, B6 und B12 in einer Dosierung, die deutlich über der täglich empfohlenen Menge lag. Die andere Hälfte erhielt ein Blindpräparat. Nach zwei Jahren wurde überprüft, in welchem Ausmaß sich das Gehirn der Teilnehmer verkleinert hatte.

Raschere Schrumpfung bei Alzheimer

Durchschnittlich schrumpft das Gehirn nach dem 60. Lebensjahr jährlich rund 0,5 Prozent. Bei einer leichten geistigen Beeinträchtigung kommt es zu einer doppelt so raschen Schrumpfung. Bei Alzheimer-Patienten liegt dieser Wert bei 2,5 Prozent. Das Team um David Smith wies nach, dass die Einnahme der Vitamin-Präparate die Schrumpfung um durchschnittlich 30 Prozent verlangsamen konnte. In manchen Fällen konnte sogar eine Verzögerung um 50 Prozent erreicht werden. Damit entsprachen diese Werte dem normalen Alterungsprozess.

Bestimmte Formen von Vitamin B wie Folsäure, Vitamin B6 und B 12 kontrollieren das Homocystein im Blut. Hohe Werte dieser Aminosäure werden mit einer rascheren Schrumpfung des Gehirns und Alzheimer in Zusammenhang gebracht. Die Autoren der Studie gehen davon aus, dass die Vitamin-Präparate die Homocystein-Werte beeinflusst und damit die Schrumpfung des Gehirns verlangsamt werden konnte. Smith betonte laut BBC, dass die Wirkung signifikanter gewesen sei als erwartet.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.plosone.org
http://www.oxfordbrc.org/research/chronic-disease-cohorts/100

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