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Alzheimer-Forschung: Neue Zusammenhänge zwischen Hirnschäden und Bewegungssstörungen festgestellt

24.02.2014
Die Alzheimer-Krankheit ist mit über 35 Millionen Erkrankten weltweit die häufigste Ursache einer Demenz. Die Erkrankungsursache ist in der Regel unbekannt, die Krankheit tritt meist spontan auf.

Einige Patienten leiden jedoch unter einer erblichen Variante von Alzheimer. Wissenschaftler des Instituts für Neuropathologie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) haben in Zusammenarbeit mit einem internationalen Forscherteam einen weiteren Schritt zur Aufklärung der Krankheitsmechanismen der seltenen erblichen Form von Alzheimer geleistet. „Wir konnten zeigen, dass bei diesen Patienten Störungen der Bewegungskoordination vorliegen, die mit Schädigungen im Kleinhirn einhergehen“, erläutert Prof. Dr. Markus Glatzel, Leiter des Instituts für Neuropathologie.

Diese Kleinhirnschädigung sei ein Resultat der krankheitsauslösenden Genmutation und werde über eine Störung des Kalziumhaushalts in den Nervenzellen des Kleinhirns ausgelöst. Das internationale Forscherteam aus Deutschland (Hamburg, Köln), den Niederlanden, Spanien, Kolumbien und Kuba hat die Erkenntnisse jetzt in der Fachzeitschrift „Journal of Clinical Investigation“ veröffentlicht.


Literatur:
Diego Sepulveda-Falla et al. Familial Alzheimer’s disease–associated presenilin-1 alters cerebellar activity and calcium homeostasis. J Clin Invest. 2014;124(4)


Kontakt:
Prof. Dr. Markus Glatzel
Institut für Neuropathologie
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Martinistraße 52
20246 Hamburg
Telefon: (040) 7410-52218
E-Mail: m.glatzel@uke.de

Christine Trowitzsch | idw

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