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Alpha-ID 2009: Aktualisierter Diagnosenschlüssel beim DIMDI veröffentlicht

17.11.2008
Das DIMDI hat die Version 2009 der Alpha-ID veröffentlicht. Diese Identifikationsnummer für Diagnosen spezifiziert als fortlaufende Nummer die Einträge des Alphabetischen Verzeichnisses der ICD-10-GM. Damit können die Kodes beim elektronischen Datenaustausch zur Dokumentation, Auswertung und Übermittlung von Diagnosen eingesetzt werden.

In der ICD-10-GM, der deutschen Modifikation der Internationalen Klassifikation der Krankheiten, werden medizinische Diagnosen zu Klassen zusammengefasst und mit Kodes bezeichnet. Das Klassifizieren mithilfe der ICD-10-GM wird durch das zugehörige Alphabetische Verzeichnis unterstützt: Jedem der 76.350 Texteinträge des Alphabetischen Verzeichnisses ist jeweils einer der ca. 15.000 ICD-10-GM-Kodes zugeordnet.

Die ICD-10-GM-Kodes werden in erster Linie für Entgeltsysteme, Qualitätssicherung und statistische Zwecke genutzt. Für die medizinische Dokumentation, Kommunikation und die elektronische Entscheidungsunterstützung werden Kodes benötigt, die mehr Detailinformation enthalten. Mit der Alpha-ID wird jedem Texteintrag des Alphabetischen Verzeichnisses der ICD-10-GM eine stabile, nicht sprechende Identifikationsnummer zugeordnet, die somit die Funktion eines nicht klassifizierenden, aber Detailinformationen erhaltenden Diagnosenkodes übernimmt.

Der hohe Verbreitungsgrad des Alphabetischen Verzeichnisses der ICD-10 in Deutschland macht die Alpha-ID ohne ein Mehr an Bürokratie einfach und flächendeckend zugänglich.

>> Eindeutige Kodierung - bessere Kommunikation
Zentral gepflegte Terminologien sind unerlässlich zur eindeutigen Kommunikation im Gesundheitswesen, die eine immer größer werdende Rolle für die Qualität der Versorgung spielt. Nur damit ist eine systematische elektronische Dokumentation möglich, um sie im Behandlungsprozess für weiterführende Maßnahmen zu nutzen: Informationen zu Diagnose und Behandlung eines Patienten sind in Patientenakten, Arztbriefen und Überweisungen enthalten. Elektronische Systeme nutzen kodierte Informationen, um diese mit anderen Systemen austauschen zu können und auf dieser Basis medizinische Entscheidungen, z. B. für die Verbesserung der Arzneimitteltherapiesicherheit, zu unterstützen. In diesem Jahr wurden insbesondere solche Begriffe in die Alpha-ID eingepflegt, die Nebenwirkungen von Arzneimitteln beschreiben.

Die neue Version der Alpha-ID zum Alphabetischen Verzeichnis der ICD-10-GM ist über den DIMDI Webshop im ASCII-Format erhältlich für 20 €: www.dimdi.de - DIMDI Webshop.

>> Pflegeverfahren der Alpha-ID
Mithilfe des standardisierten Pflegeverfahrens der Alpha-ID beim DIMDI werden neue Anforderungen kontinuierlich integriert. Vorschläge für weitere Einträge zur Alpha-ID (Version 2010) werden bis 28.02.2009 beim DIMDI angenommen.

Das DIMDI stellt hochwertige Informationen für alle Bereiche des Gesundheitswesens zur Verfügung. Es entwickelt und betreibt datenbankgestützte Informationssysteme für Arzneimittel- und Medizinprodukte und verantwortet ein Programm zur Bewertung medizinischer Verfahren und Technologien (Health Technology Assessment, HTA). Das DIMDI ist Herausgeber amtlicher medizinischer Klassifikationen wie ICD-10-GM oder OPS und pflegt medizinische Terminologien, Thesauri, Nomenklaturen und Kataloge (z. B. MeSH, UMDNS, Alpha-ID, LOINC, OID), die u.a. für die Gesundheitstelematik von Bedeutung sind.

Das DIMDI ermöglicht den Online-Zugriff auf seine Informationssysteme und 70 Datenbanken aus der gesamten Medizin. Dazu entwickelt und pflegt es moderne Software-Anwendungen und betreibt ein eigenes Rechenzentrum.

Susanne Breuer | idw
Weitere Informationen:
http://www.dimdi.de/static/de/ehealth/alpha-id/index.htm
http://epay.dimdi.de/index.php?language=de
http://www.dimdi.de/static/de/klassi/diagnosen/icd10/htmlgm2008/fr-icd.htm

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