Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Sprühbare Solarzellen erheblich günstiger

05.09.2013
Zinkphosphid-Nanopartikel reagieren auf einfallendes Sonnenlicht

Forschern der University of Alberta haben mithilfe von Zinkphosphid-Nanopartikeln erstmals eine kosteneffektive Alternative zu herkömmlichen Solarzellen hergestellt, die ganz einfach aufgesprüht werden kann. Dieses zwar für die Solarindustrie eher unkonventionelle, aber doch vielversprechende Material ist von der Chemieprofessorin Jillian Buriak und ihren Kollegen Erik Luber und Hosnay Mobarok entwickelt worden.


Solarmodul: sprühbare Alternative in Sicht
(Foto: pixelio.de/Paul-Georg Meister)

Entwicklung noch im Teststadium

"In der Photovoltaik gibt es schon unzählige Ansätze, von denen die meisten wie auch dieser bis dato noch weit von der Praxis entfernt bleiben. Obwohl ich mir das Aufsprühen von Solarmodulen tatsächlich vorstellen kann, ist deren Funktionstauglichkeit noch stark anzuzweifeln", so Hans Kronberger, Präsident des Bundesverbandes Photovoltaic Austria http://pvaustria.at , im Interview mit pressetext. Es bleibe noch eine Weile abzuwarten, bis diese Entwicklung marktreif sei.

"Bereits die Hälfte der Weltbevölkerung lebt vom Versorgungsnetz abgekoppelt. Darüber hinaus wird sich die Nachfrage nach elektrischem Strom bis zum Jahr 2050 voraussichtlich verdoppeln. Aus diesen Gründen ist es von äußerster Wichtigkeit, erneuerbare Energiequellen wie zum Beispiel die Solarenergie durch eine Senkung der Produktionskosten wesentlich günstiger zu machen", lässt sich Buriak von der Science Daily zitieren.

Stromtransport bleibt eine Hürde

Die Wissenschafter haben herausgefunden, dass sich die Partikel in gelöster Form miteinander verbinden. Wird diese Mischung aufgesprüht, so bildet sich während des Trockenvorgangs eine dünne Schicht, die auf das einfallende Licht reagiert. Der Hauptvorteil dieser Technologie besteht in einer enormen Geldersparnis ."Dennoch ist fraglich, wie der Abtransport des Stromes erfolgen soll", wendet Kronberger ein. Auch das Auftragen der Module stelle eine Herausforderung dar.

Carolina Schmolmüller | pressetext.redaktion
Weitere Informationen:
http://www.ualberta.ca

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Materialwissenschaften:

nachricht Wussten Sie, dass Verpackungen durch Flash Systeme intelligent werden?
23.05.2017 | Heraeus Noblelight GmbH

nachricht Bessere Kathodenmaterialien für Lithium-Schwefel-Akkus
17.05.2017 | Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Materialwissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Polarstern ab heute unterwegs nach Spitzbergen, um Rolle der Wolken bei Erwärmung der Arktis zu untersuchen

24.05.2017 | Geowissenschaften