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Ein Plus an Sicherheit und Komfort- Entwicklung von keimdichten, geräuscharmen und atmungsaktiven Kopfkissen-Encasings

21.10.2011
Encasings sind hauptsächlich als Milbenschutzbezüge von Matratzen, Kopfkissen und Bettdecken für Allergiker bekannt. Sie spielen jedoch auch in Bereichen, in denen Hygienemaßnahmen wegen der wechselnden Bettenbelegung notwendig sind, eine immer größere Rolle.

In Krankenhäusern und Pflegeheimen, aber auch in Hotels, kommen spezielle Kopfkissen-Encasings zum Einsatz. Diese sind keimdicht beschaffen, so dass keine Mikroorganismen in das Kopfkissen eingetragen werden und damit von einem Gast bzw. Patienten auf den anderen übertragen werden können.

Bislang haben diese Encasings wegen der dafür benötigten Membrane allerdings auch entscheidende Nachteile: der Schlafkomfort hält sich hauptsächlich aufgrund von störenden Knistergeräuschen direkt am Ohr in Grenzen. Mit dem Ziel, diese Nachteile beseitigen, arbeiten Wissenschaftler der Hohenstein Institute in Bönnigheim an einer Neuentwicklung von Kopfkissen-Encasings.

Dafür sollen keimdichte Abstandsgewirke so in die Encasing-Konstruktion einbezogen werden, dass eine deutliche Geräuschdämpfung und eine gute Atmungsaktivität erreicht wird.

Dabei steht das Forschungsteam von Dr. Jan Beringer vor der Aufgabe, alle Kritikpunkte bisheriger Kopfkissen-Encasings zu überprüfen und ein neuartiges, ganzheitlich optimiertes Produkt zu entwickeln. Dr. Beringer ist davon überzeugt, dass die neue Generation von Kopfkissen-Encasings auf eine breite Akzeptanz stoßen wird: „Bislang wurden Kopfkissen-Encasings in den entsprechenden Einrichtungen trotz ihrer eindeutigen Vorteile in punkto Hygienesicherheit eher zurückhaltend eingesetzt. Die Abwägung der Kosten-Nutzen-Effekte führte oftmals zum Verzicht auf herkömmliche Kopfkissen-Encasings.“, so Dr. Beringer, „kein Wunder, es waren generell Beschwerden über laute Knistergeräusche, den „Airbag-Effekt“ durch den verzögerten Luftauslass oder allgemein beeinträchtigten Schlafkomfort wie beispielsweise übermäßiges Schwitzen zu verzeichnen.“

Besonderes Augenmerk bei der Forschung richten die Wissenschaftler auf die Reduzierung der lauten Knistergeräusche, die beim Umlagern direkt am Ohr entstehen und den Schlaf und damit auch die Erholung oder Genesung stark einschränken. In einem weiteren Schritt wollen die Forscher die Kombination Abstandsgewirke/Membransystem hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf den thermophysiologischen Komfort (Wärmeisolation, Wasserdampfdurchlässigkeit) und hautsensorischen Komfort (Weichheit, Anschmiegsamkeit) optimieren. Abschließend erfolgt eine Überprüfung der Beständigkeit der ermittelten Textilkonstruktion unter Einsatz gewerblicher Aufbereitungsbedingungen. Die innovativen Kopfkissen-Encasings sollen nach ihrer Markteinführung voll leasingtauglich sein, sodass durch die Bedingungen bei der gewerblichen Wiederaufbereitung keinerlei Verlust der Encasing-Eigenschaften entsteht.

Hotelgäste können dank der neuen Encasings dann ohne Hygienebedenken ihr Hotelbett nutzen. Darüber hinaus können auch in Pflegeheimen durch Kopfkissen-Encasings vor allem in der Kurzzeit- bzw. Verhinderungspflege die hygienischen Bedingungen beim Bewohnerwechsel effektiv verbessert werden.

Wir danken der Forschungsvereinigung Forschungskuratorium Textil e.V., Reinhardtstraße 12 - 14, 10117 Berlin für die finanzielle Förderung des IGF-Vorhabens 16947N, die über die AiF im Rahmen des Programms zur Förderung der industriellen Gemeinschaftsforschung und -entwicklung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages erfolgt.

Rose-Marie Riedl | idw
Weitere Informationen:
http://www.hohenstein.de

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