Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Plastic Logic und IPF erweitern Zusammenarbeit bei Entwicklung polymerbasierter organischer Elektronik

18.10.2010
Plastic Logic GmbH und das Leibniz-Institut für Polymerforschung Dresden e. V. (IPF) gaben heute bekannt, dass sie ihre mehrjährige Kooperation im Rahmen eines vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projekts ausbauen.

Die Weiterführung der bisherigen Zusammenarbeit ist auf weitere drei Jahre angelegt. Schwerpunkt der gemeinsamen Entwicklung sind neue Methoden zur Untersuchung von organischen Elektronikkomponenten sowie die Unterstützung bei der Entwicklung organischer dielektrischer Materialien. Diese werden zum Beispiel in flexiblen Displays eingesetzt, wie sie von Plastic Logic hergestellt werden.

Plastic Logic nutzt die hervorragenden Möglichkeiten des Wissenschaftsstandorts Dresden, um seine Position als Technologieführer bei der Entwicklung der zugrunde liegenden polymer basierten Elektronik weiter auszubauen. Das organische Halbleiternetzwerk in Dresden ist während der letzten drei Jahren stark gewachsen und die Stadt wird immer mehr zum Zentrum dieser neuen, zukunftsträchtigen Technologie in Europa und weltweit. Das IPF bringt seine speziellen Kompetenzen zur Untersuchung und gezielten Gestaltung von funktionellen Polymergrenzflächen in das Projekt ein.

Konrad Herre, VP, Manufacturing und Geschäftsführer der Plastic Logic GmbH erklärte: „Dass wir jetzt die bisherige sehr gute Zusammenarbeit mit dem IPF auf einer langfristigen Basis heben und verstärken konnten, begrüße ich sehr. Dies ist ein weiterer Meilenstein in unserer langfristigen Strategie für die weitere Entwicklung sowie den Ausbau unserer Produktion hier am Standort. Auf Grund seiner jahrzehntelangen Erfahrung auf dem Gebiet der Synthese und Charakterisierung organischer Polymere ist das IPF ein sehr wichtiger Partner für uns.“

Der Projektleiter am IPF und stellvertretende Wissenschaftliche Direktor des Instituts, Prof. Dr. Manfred Stamm, befürwortet nachdrücklich diese Zusammenarbeit: „Wir freuen uns sehr, mit Plastic Logic, einer weltweit führenden Firma auf dem Gebiet der organischen Elektronik mit Polymeren, zusammenzuarbeiten. Es ergibt sich bei dieser Zusammenarbeit das ideale Zusammenspiel von Grundlagenforschung und Anwendung und durch den Einsatz modernster Technologien wird eine innovative Produktentwicklung möglich.“

Das IPF bringt in diesem Projekt seine Kompetenzen in der Charakterisierung und Modifizierung komplexer Polymergrenzflächen in die Entwicklung von Hightech-Produkten sehr gut ein. Bei der organischen Elektronik werden wenige Nanometer dicke Schichtsysteme verwendet, die nur mit aufwendigen Methoden hergestellt und analysiert werden können. Das IPF verfügt insbesondere über Methoden, die Struktur und Eigenschaften der organischen Schichtsysteme in Nanometerauflösung zu charakterisieren. Dies entspricht etwa der Dimension einzelner Polymermoleküle. Da es sich beim organischen Elektronikprodukt um ein Multikompositmaterial (d.h. ein Material aus mehreren ultradünnen Einzelschichten unterschiedlicher Materialien) handelt, sind spezielle Präparations- und Untersuchungsmethoden notwendig [s. Bild der elektronmikroskopischen Aufnahme]. Die Erkenntnisse aus diesen Untersuchungen fließen in den jeweiligen Herstellungsprozess ein. Die direkte Nähe zwischen Analyse (IPF) und Fertigung (Plastic Logic) erlaubt eine effektive Umsetzung der Analyseergebnisse in die Produkte.

Über Plastic Logic
Ziel von Plastic Logic ist es, die Beschaffung, Organisation sowie Verwertung von Informationen zu revolutionieren. Wir nutzen unsere Führungsposition bei einer Technologie im Bereich der Kunststoffelektronik, um eine Reihe von innovativen Produkten zu erstellen. Das Unternehmen wurde im Jahr 2000 von Forschern des Cavendish Labors der Universität von Cambridge gegründet und unterhält einen Standort für Forschung und Entwicklung in Cambridge, England sowie modernste Kapazitäten für Massenfertigung in Dresden. Geschäftsleitung, Produktentwicklung, Verkauf und Marketing sind im Hauptsitz in Mountain View, Kalifornien ansässig. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.plasticlogic.com
Über IPF
Das Leibniz-Institut für Polymerforschung Dresden e. V. (IPF) ist eine der größten Polymerforschungseinrichtungen in Deutschland mit derzeit nahezu 500 Mitarbeitern.
Es betreibt ganzheitliche materialwissenschaftliche Forschung mit Polymeren von der Synthese und Modifizierung, über die Charakterisierung, theoretische Durchdringung, Verarbeitung und Prüfung bis zur Steuerung der Eigenschaften von Polymermaterialien, Biomaterialien und Verbundwerkstoffen durch gezielte Grenzflächengestaltung. Ein Schwerpunkt liegt insofern auf dem Grenzflächendesign mit Polymeren, das in verschiedenen Bereichen der Materialentwicklung entscheidend die Eigenschaften beeinflussen kann.

Die Kombination von natur- und ingenieurwissenschaftlicher Kompetenz sowie die moderne Geräte- und Anlagentechnik zeichnet das IPF aus und erlaubt es, die Materialentwicklung von neuartigen und verbesserten polymeren Funktionsmaterialien und Polymerwerkstoffen bis zur Überführung in ein wirtschaftlich genutztes Produkt zu begleiten.

Medienkontakt für Plastic Logic GmbH
Rachel Lichten, Business Communications Manager
+49 351 88344-120
rachel.lichten@plasticlogic.com
Medienkontakt für das Leibniz-Institut für Polymerforschung Dresden e. V.
Kerstin Wustrack, Öffentlichkeitsarbeit
+49 351 4658-282
wustrack@ipfdd.de

Kerstin Wustrack | idw
Weitere Informationen:
http://www.plasticlogic.com
http://www.ipfdd.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Materialwissenschaften:

nachricht CAU-Forschungsteam entwickelt neues Verbundmaterial aus Kohlenstoffnanoröhren
22.11.2017 | Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

nachricht Material mit vielversprechenden Eigenschaften
22.11.2017 | Universität Konstanz

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Materialwissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Kleine Strukturen – große Wirkung

Innovative Schutzschicht für geringen Verbrauch künftiger Rolls-Royce Flugtriebwerke entwickelt

Gemeinsam mit Rolls-Royce Deutschland hat das Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS im Rahmen von zwei Vorhaben aus dem...

Im Focus: Nanoparticles help with malaria diagnosis – new rapid test in development

The WHO reports an estimated 429,000 malaria deaths each year. The disease mostly affects tropical and subtropical regions and in particular the African continent. The Fraunhofer Institute for Silicate Research ISC teamed up with the Fraunhofer Institute for Molecular Biology and Applied Ecology IME and the Institute of Tropical Medicine at the University of Tübingen for a new test method to detect malaria parasites in blood. The idea of the research project “NanoFRET” is to develop a highly sensitive and reliable rapid diagnostic test so that patient treatment can begin as early as possible.

Malaria is caused by parasites transmitted by mosquito bite. The most dangerous form of malaria is malaria tropica. Left untreated, it is fatal in most cases....

Im Focus: Transparente Beschichtung für Alltagsanwendungen

Sport- und Outdoorbekleidung, die Wasser und Schmutz abweist, oder Windschutzscheiben, an denen kein Wasser kondensiert – viele alltägliche Produkte können von stark wasserabweisenden Beschichtungen profitieren. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) haben Forscher um Dr. Bastian E. Rapp einen Werkstoff für solche Beschichtungen entwickelt, der sowohl transparent als auch abriebfest ist: „Fluoropor“, einen fluorierten Polymerschaum mit durchgehender Nano-/Mikrostruktur. Sie stellen ihn in Nature Scientific Reports vor. (DOI: 10.1038/s41598-017-15287-8)

In der Natur ist das Phänomen vor allem bei Lotuspflanzen bekannt: Wassertropfen perlen von der Blattoberfläche einfach ab. Diesen Lotuseffekt ahmen...

Im Focus: Ultrakalte chemische Prozesse: Physikern gelingt beispiellose Vermessung auf Quantenniveau

Wissenschaftler um den Ulmer Physikprofessor Johannes Hecker Denschlag haben chemische Prozesse mit einer beispiellosen Auflösung auf Quantenniveau vermessen. Bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit kombinierten die Forscher Theorie und Experiment und können so erstmals die Produktzustandsverteilung über alle Quantenzustände hinweg - unmittelbar nach der Molekülbildung - nachvollziehen. Die Forscher haben ihre Erkenntnisse in der renommierten Fachzeitschrift "Science" publiziert. Durch die Ergebnisse wird ein tieferes Verständnis zunehmend komplexer chemischer Reaktionen möglich, das zukünftig genutzt werden kann, um Reaktionsprozesse auf Quantenniveau zu steuern.

Einer deutsch-amerikanischen Forschergruppe ist es gelungen, chemische Prozesse mit einer nie dagewesenen Auflösung auf Quantenniveau zu vermessen. Dadurch...

Im Focus: Leoniden 2017: Sternschnuppen im Anflug?

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde und des Hauses der Astronomie in Heidelberg

Die Sternschnuppen der Leoniden sind in diesem Jahr gut zu beobachten, da kein Mondlicht stört. Experten sagen für die Nächte vom 16. auf den 17. und vom 17....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

IfBB bei 12th European Bioplastics Conference mit dabei: neue Marktzahlen, neue Forschungsthemen

22.11.2017 | Veranstaltungen

Zahnimplantate: Forschungsergebnisse und ihre Konsequenzen – 31. Kongress der DGI

22.11.2017 | Veranstaltungen

Tagung widmet sich dem Thema Autonomes Fahren

21.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Bakterien als Schrittmacher des Darms

22.11.2017 | Biowissenschaften Chemie

Ozeanversauerung schädigt Miesmuscheln im Frühstadium

22.11.2017 | Biowissenschaften Chemie

Die gefrorenen Küsten der Arktis: Ein Lebensraum schmilzt davon

22.11.2017 | Geowissenschaften