Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

perfluorence GmbH bringt Innovationen bei Kunst- und Schmierstoffen auf den Markt

13.03.2013
Weitere Ausgründung aus dem Leibniz-Institut für Polymerforschung Dresden e. V. erfolgreich gestartet

Aus dem Leibniz-Institut für Polymerforschung Dresden e. V. (IPF) wurde zur Vermarktung von Forschungsergebnissen erneut eine Firma ausgegründet. Drei junge Mitarbeiter - Thomas Engelhardt, Hagen Marks und Frederico Rosenbaum - bieten mit ihrer Firma perfluorence GmbH Hochleistungskunststoffe und Additive für Schmierstoffe an.

Hergestellt werden spezielle PTFE-Feinpulver, die in Hochleistungskunststoffen und Schmierstoffen oder auch Druckfarben zur Verminderung der Reibung eingearbeitet werden. Weiterverarbeitet zu neuartigen Öl-Konzentraten kommen die PTFE-Produkte als Zusatzstoffe in Schmierstoffen zur Reibungsminimierung und als Verschleißschutz (auch bekannt als extreme-pressure/anti-wear-Additive, kurz EP/AW) zum Einsatz. In selbstschmierenden Bauteilen erlauben ausgewählte Hochleistungskunststoffe Anwendungen bei starken mechanischen Belastungen und hohen Temperaturbeanspruchungen.

Reibungs- und Verschleißminimierung sind in vielen industriellen Anwendungen von hohem Interesse, helfen sie doch Kosten sparen. Lebensdauer und Betriebssicherheit von Bauteilen werden erhöht, wodurch sich Material- und Betriebskosten verringern und der Energieverbrauch gesenkt wird. Zudem eröffnen einige der Produkte der perfluorence GmbH neue, wirtschaftlich attraktive Chancen in der Wiederverwertung von Kunststoffen.

Die Innovationen beruhen auf langjährigen Forschungsarbeiten und daraus entstandenen Patenten des IPF zu Fluorpolymeren. Diese maßgeblich von Herrn Dr. Dieter Lehmann inspirierten und geleiteten Arbeiten beschäftigten sich insbesondere mit Modifizierung und Verarbeitung von Polytetrafluorethylen (PTFE, besser bekannt u.a. unter dem DuPont-Markennamen Teflon®) und PTFE-Abfällen sowie der chemischen Kopplung mit Schmier- und Hochleistungskunststoffen.

Mit eingeworbenen Fördermitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) und des Europäischen Sozialfonds (ESF) wurden die Ergebnisse der Grundlagenforschung in Richtung anwendungsbereiter Produkte vorangetrieben.

Hervorzuheben sind hier die Forschungsprojekte ForMaT (Forschung für den Markt) und EXIST-Forschungstransfer (Existenzgründung aus der Wissenschaft). In beiden Projekten wurden die Praxis- und Markttauglichkeit verschiedener Polymerwerkstoffe überprüft und Kontakte zu Industriepartnern hergestellt und vertieft.

Anerkennung für ihre innovative und marktgetriebene Forschung erhielt das perfluorence-Gründerteam, gemeinsam mit Dr. Lehmann, bereits 2010 durch die Auszeichnung mit dem Mitteldeutschen Innovationspreis sowie 2011 durch die Verleihung des Titels „Ausgewählter Ort 2011“ im Wettbewerb „Deutschland - Land der Ideen“.

Die neu gegründete perfluorence GmbH hat zur Zeit Ihren Sitz noch am IPF. Ein enger Kontakt zum Institut bleibt im Rahmen von Verträgen und Projekten erhalten.

Kerstin Wustrack | idw
Weitere Informationen:
http://www.perfluorence.de/

Weitere Berichte zu: Bauteile Hochleistungskunststoffe IPF Polymerforschung Schmierstoff

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Materialwissenschaften:

nachricht Makro-Mikrowelle macht Leichtbau für Luft- und Raumfahrt effizienter
23.06.2017 | Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP

nachricht Materialwissenschaft: Widerstand wächst auch im Vakuum
22.06.2017 | Friedrich-Schiller-Universität Jena

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Materialwissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Future Security Conference 2017 in Nürnberg - Call for Papers bis 31. Juli

26.06.2017 | Veranstaltungen

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

„Digital Mobility“– 48 Mio. Euro für die Entwicklung des digitalen Fahrzeuges

26.06.2017 | Förderungen Preise

Fahrerlose Transportfahrzeuge reagieren bald automatisch auf Störungen

26.06.2017 | Verkehr Logistik

Forscher sorgen mit ungewöhnlicher Studie über Edelgase international für Aufmerksamkeit

26.06.2017 | Physik Astronomie