Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Niedersachsens Leichtbaustoff im Airbus Transporter A400M

16.12.2009
Wirtschaftsminister Bode übergibt 31,5 Millionen Euro für weitere Forschung in Stade

127 Tonnen haben sich elegant in die Lüfte geschwungen, als das Transportflugzeug Airbus A400M zum ersten Mal die Rollbahn verlassen hat.

Mit an Board bei dem Jungfernflug am vergangen Freitag war der Leichtbauwerkstoff der Zukunft aus Niedersachsen: Im CFK-Valley Stade entstehen die Seitenleitwerke und die Flügelschalen für den A400M aus Kohlefasern, die härter als Stahl und leichter als Aluminium sind. Damit zukünftig ganze Bauteile wie etwa der Flugzeugrumpf aus den schwarzen Fasern in Masse gefertigt werden können, unterstützt das Land Niedersachsen den Bau des CFK Forschungszentrum Nord in Stade mit 31,5 Millionen Euro.

Der niedersächsische Wirtschaftsminister Jörg Bode hat heute einen Förderbescheid an Professor Joachim Szodruch, Luftfahrtvorstand des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), übergeben.

In dem Forschungszentrum, das Mitte 2010 seine Arbeit aufnehmen soll, werden verschiedene Partner Herstellungsverfahren für die Massenproduktion von kohlefaserverstärkten Bauteilen entwickeln. „Die bisher hohen Anteile von Handarbeit in der Fertigung machen die Produktion aufwendig, zeitintensiv und teuer. Im neuen Forschungszentrum werden neue Produktionstechnologien entwickelt, die Maßstäbe in der industriellen Fertigung für den Flugzeugbau setzen werden", erläutert Szodruch. Das DLR will im CFK-Forschungszentrum Nord beispielsweise ein Zentrum für Leichtbauproduktion aufbauen und betreiben. Weitere Partner sind EADS, Airbus, Premium Aerotec, die Fraunhofer Gesellschaft, der Verein CFK Valley Stade, die Niedersächsische Technische Hochschule und Dow Deutschland.

Mit dem im Bau befindlichen Forschungszentrum wächst das europaweit führende Zentrum auf dem Gebiet der Leichtbaustoffe weiter. Im Kompetenznetz CFK-Valley Stade sind mehr als 80 renommierte Unternehmen und Forschungseinrichtungen organisiert. Nutzfahrzeug-, Schienenfahrzeug-, Schiff- und Windkraftanlagenindustrie entwickeln und produzieren hier CFK-Leichtbautechnologie. Auch Forschung und Ausbildung sind in der Region angesiedelt: Stade verfügt über zwei weltweit einzigartige Studiengänge im Bereich der Leichtbaustoffe. Außerdem befindet sich das europaweit erste Recyclingzentrum für CFK in Stade.

„Die Luftfahrtindustrie mit ihren rund 30.000 Beschäftigten ist für Niedersachsen eine strategische Schlüsselindustrie. Die Ansiedlung von DLR und der Fraunhofer Gesellschaft in Stade sowie die Verbindung mit der Industrie werden unsere führende Stellung im Bereich der Kohlefaserwerkstoffe weiter stärken", so Wirtschaftsminister Bode. „Mit dem neuen Forschungszentrum wollen wir die technischen Voraussetzungen für die Umstellung der Produktion auf CFK für den Airbus A 350 und weitere neue Flugzeuge an den Standorten Varel und Nordenham schaffen."

Kontakt: Eva-Maria Rexing, Tel.: 0511/76072624, E-Mail: rexing@nds.de

Eva-Maria Rexing | Innovatives Niedersachsen
Weitere Informationen:
http://www.innovatives.niedersachsen.de

Weitere Berichte zu: A400M Airbus Bauteile CFK CFK-Valley DLR Fertigung Leichtbaustoff Transporter

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Materialwissenschaften:

nachricht Beschichtung lässt Muscheln abrutschen
18.08.2017 | Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

nachricht PKW-Verglasung aus Plastik?
15.08.2017 | Technische Hochschule Mittelhessen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Materialwissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Topologische Quantenzustände einfach aufspüren

Durch gezieltes Aufheizen von Quantenmaterie können exotische Materiezustände aufgespürt werden. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Theoretische Physiker um Nathan Goldman (Brüssel) und Peter Zoller (Innsbruck) in einer aktuellen Arbeit im Fachmagazin Science Advances. Sie liefern damit ein universell einsetzbares Werkzeug für die Suche nach topologischen Quantenzuständen.

In der Physik existieren gewisse Größen nur als ganzzahlige Vielfache elementarer und unteilbarer Bestandteile. Wie das antike Konzept des Atoms bezeugt, ist...

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Wissenschaftliche Grundlagen für eine erfolgreiche Klimapolitik

21.08.2017 | Veranstaltungen

DGI-Forum in Wittenberg: Fake News und Stimmungsmache im Netz

21.08.2017 | Veranstaltungen

European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal

18.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Forscher entwickeln zweidimensionalen Kristall mit hoher Leitfähigkeit

21.08.2017 | Physik Astronomie

Ein neuer Indikator für marine Ökosystem-Veränderungen - der Dia/Dino-Index

21.08.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Kieler Wissenschaft entwickelt exzellentes Forschungsdatenmanagement

21.08.2017 | Informationstechnologie