Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neues EU-Projekt zu biokompatiblen Titanwerkstoffen gestartet

05.01.2011
Am 1. Januar 2011 startete das europäische Marie-Curie-Netzwerkprojekt „BioTiNet”, das vom Leibniz-Institut für Festkörper- und Werkstoffforschung Dresden (IFW) koordiniert wird. Ziel ist die Entwicklung neuartiger titanbasierter Werkstoffe für orthopädische Anwendungen sowie die Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses auf diesem Gebiet. Das Vorhaben wird von der Europäischen Kommission über einen Zeitraum von 4 Jahren mit ca. 3,5 Mio. € gefördert. Das Kick-off Meeting findet am 3. und 4. Februar 2011 am IFW Dresden statt.

Das neue europäische Netzwerkprojekt BioTiNet basiert auf einem wissenschaftlichen Programm zu neuen hochleistungsfähigen Titanwerkstoffen für orthopädische Anwendungen. Ziel des Vorhabens ist es, neue Titanwerkstoffe mit hoher Biokompatibilität zu entwickeln und in die medizinische Praxis zu überführen.

Hierfür sollen zunächst Titanlegierungen mit verschiedenen Struktur- und Gefügemerkmalen synthetisiert und ihr Materialverhalten bei mechanischer Beanspruchung untersucht werden. Um eine Anwendung im menschlichen Organismus zu ermöglichen, muss untersucht werden, wie sich das Material in biochemischer Hinsicht verhält. Hierzu kommen sowohl Simulationsrechnungen als auch experimentelle Analysen zum Einsatz. Eine wichtige Aufgabe des Projektes ist auch die Machbarkeit zu untersuchen, inwieweit die angewandten Synthesemethoden für eine industrielle Herstellung titanbasierter Implantatwerkstoffe angepasst werden können.

Das Projekt “BioTiNet” wird durch die Europäische Kommission im 7. Rahmenprogramm unter dem Thema "Menschen" mit insgesamt 3,5 Mio. € über einen Zeitraum von 48 Monaten gefördert. Beteiligt sind 17 Partner aus 11 Ländern: Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Belgien, Österreich, Spanien, Poland, Schweiz, Slowenien, Griechenland, Schweden. Das Netzwerk wird koordiniert von Prof. Dr. Jürgen Eckert, Direktor des Institutes für Komplexe Materialien am IFW Dresden gemeinsam mit Prof. Dr. Mariana Calin. Das IFW Dresden ist Gastgeber des Kick-off-Meetings am 3. und 4. Februar 2011. Dieses Treffen der beteiligten Partner stellt den Startschuss der Projektaktivitäten dar und dient der detaillierten Diskussion und Planung der einzelnen Aufgaben.

Weitere Auskünfte

Prof. Dr. Jürgen Eckert
IFW Dresden
j.eckert@ifw-dresden.de
Tel. +49 351 4659 217
Prof. Dr. Mariana Calin
IFW Dresden
m.calin@ifw-dresden.de
Tel. +49 351 4659 613
Öffentlichkeitsarbeit:
Dr. Carola Langer
c.langer@ifw-dresden.de
Tel.: +49 351 4659 234

Dr. Carola Langer | idw
Weitere Informationen:
http://www.biotinet.eu

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Materialwissenschaften:

nachricht Stahl ist nicht gleich Stahl: Informatiker und Materialforscher optimieren Werkstoffklassifizierung
19.02.2018 | Universität des Saarlandes

nachricht Wenn Eiweiße einander die Hand geben
19.02.2018 | Friedrich-Schiller-Universität Jena

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Materialwissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Eine Frage der Dynamik

Die meisten Ionenkanäle lassen nur eine ganz bestimmte Sorte von Ionen passieren, zum Beispiel Natrium- oder Kaliumionen. Daneben gibt es jedoch eine Reihe von Kanälen, die für beide Ionensorten durchlässig sind. Wie den Eiweißmolekülen das gelingt, hat jetzt ein Team um die Wissenschaftlerin Han Sun (FMP) und die Arbeitsgruppe von Adam Lange (FMP) herausgefunden. Solche nicht-selektiven Kanäle besäßen anders als die selektiven eine dynamische Struktur ihres Selektivitätsfilters, berichten die FMP-Forscher im Fachblatt Nature Communications. Dieser Filter könne zwei unterschiedliche Formen ausbilden, die jeweils nur eine der beiden Ionensorten passieren lassen.

Ionenkanäle sind für den Organismus von herausragender Bedeutung. Wenn zum Beispiel Sinnesreize wahrgenommen, ans Gehirn weitergeleitet und dort verarbeitet...

Im Focus: In best circles: First integrated circuit from self-assembled polymer

For the first time, a team of researchers at the Max-Planck Institute (MPI) for Polymer Research in Mainz, Germany, has succeeded in making an integrated circuit (IC) from just a monolayer of a semiconducting polymer via a bottom-up, self-assembly approach.

In the self-assembly process, the semiconducting polymer arranges itself into an ordered monolayer in a transistor. The transistors are binary switches used...

Im Focus: Erste integrierte Schaltkreise (IC) aus Plastik

Erstmals ist es einem Forscherteam am Max-Planck-Institut (MPI) für Polymerforschung in Mainz gelungen, einen integrierten Schaltkreis (IC) aus einer monomolekularen Schicht eines Halbleiterpolymers herzustellen. Dies erfolgte in einem sogenannten Bottom-Up-Ansatz durch einen selbstanordnenden Aufbau.

In diesem selbstanordnenden Aufbauprozess ordnen sich die Halbleiterpolymere als geordnete monomolekulare Schicht in einem Transistor an. Transistoren sind...

Im Focus: Quantenbits per Licht übertragen

Physiker aus Princeton, Konstanz und Maryland koppeln Quantenbits und Licht

Der Quantencomputer rückt näher: Neue Forschungsergebnisse zeigen das Potenzial von Licht als Medium, um Informationen zwischen sogenannten Quantenbits...

Im Focus: Demonstration of a single molecule piezoelectric effect

Breakthrough provides a new concept of the design of molecular motors, sensors and electricity generators at nanoscale

Researchers from the Institute of Organic Chemistry and Biochemistry of the CAS (IOCB Prague), Institute of Physics of the CAS (IP CAS) and Palacký University...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Aachener Optiktage: Expertenwissen in zwei Konferenzen für die Glas- und Kunststoffoptikfertigung

19.02.2018 | Veranstaltungen

Konferenz "Die Mobilität von morgen gestalten"

19.02.2018 | Veranstaltungen

Von Bitcoins bis zur Genomchirurgie

19.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Die Zukunft wird gedruckt

19.02.2018 | Architektur Bauwesen

Fraunhofer HHI präsentiert neueste VR- und 5G-Technologien auf dem Mobile World Congress

19.02.2018 | Messenachrichten

Stabile Gashydrate lösen Hangrutschung aus

19.02.2018 | Geowissenschaften

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics