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Häufig werden die Oberflächen daher mit Wirkstoff abgebenden Beschichtungen versehen oder durch Ätzen angeraut. Verschiedene Alternativen zu diesen Ansätzen werden am Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM durch die Einstellung anwendungsspezifischer Materialkombinationen oder gezielte Oberflächenstrukturierung verfolgt.
Die Strukturierung der Oberfläche und Porosität beeinflusst massiv die Wechselwirkung von Implantat und Zellen und somit das Einwachsen von Knochen oder Gewebe in das Implantat. Daher werden am IFAM beispielsweise Metall- und Keramikimplantate gezielt mit regelmäßigen Oberflächenstrukturen bis hinunter zu 5 μm oder offener Porosität bis zu 90 % versehen.
Neben der Optimierung der Oberfläche entwickelt das Fraunhofer IFAM Komposite und deren Verarbeitungsprozesse, mit denen Knochenimplantate gefertigt werden können, die ihrem Einsatzort angepasst sind. Bei Implantaten unterscheidet man zwischen Permanentimplantaten, die im Körper verbleiben (z.B. Prothesen, Knochenersatzimplantate) und temporären Implantaten (z.B. Schrauben, Platten). Aufgrund der guten mechanischen Eigenschaften werden für die Herstellung häufig Metalle wie Edelstähle, Titan- oder Kobalt-Chrom-Legierungen genutzt.
Ein Nachteil ist, dass diese Implantate bei Komplikationen bzw. nach erfolgter Heilung teilweise aufwendig wieder entfernt werden müssen. Implantate, die sich im Körper im Lauf der Zeit abbauen (degradieren), können eine Implantatentfernung überflüssig machen. Daher untersucht das Fraunhofer IFAM die Anwendbarkeit von degradierbaren Werkstoffen in der Implantattechnik.
Degradierbare Werkstoffe werden auch heute schon eingesetzt, zumeist Polymere, aber auch einige Keramiken und Metalle kommen in Betracht. Auf Seiten der Herstellungsverfahren ist das Pulverspritzgießen (PIM) auf Basis von keramischen und metallischen Pulvern besonders geeignet, die Werkstoffeigenschaften gezielt einzustellen und komplexe Bauteile ohne Nachbearbeitung zu erzeugen.
Komposite aus mindestens zwei verschiedenen Komponenten bieten die besondere Möglichkeit, Eigenschaften in weiten Grenzen zu variieren und dem Anwendungsfall anzupassen. Aufgrund der mechanischen Eigenschaften sind Polymermatrix-Komposite tendenziell für den Einsatz als nicht-lasttragende Implantate geeignet, wohingegen lasttragende Metall-Keramik-Komposite derzeit Gegenstand der Forschung und Entwicklung sind.
Kontakt:
Janne Haack,
Fraunhofer IFAM
janne.haack@ifam.fraunhofer.de
Janne Haack | Quelle: NeMa-News
Weitere Informationen: www.ifam.fraunhofer.de
Weitere Berichte zu: Angewandte Materialforschung > Bauteile > Degradierbare Werkstoffe > IFAM > Implantat > Materialkombinationen > medizinische Implantate > Metall > Oberflächenstrukturierung > Porosität > Verarbeitungsprozesse > Werkstoffentwicklungen > Zellwachstum
Stacking 2-D materials produces surprising results
17.05.2013 | Massachusetts Institute of Technology
Engineered biomaterial could improve success of medical implants
15.05.2013 | University of Washington
Supraleitungssensoren der PTB ermöglichen hochempfindliche Messungen der magnetischen Kernresonanz dünner Helium-3-Schichten - aktuelle Veröffentlichung in Science
Tieftemperatur-Spezialisten der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) haben mit ihren SQUIDs dazu beigetragen, dass die magnetischen Momente von Atomen des seltenen Isotopes 3He (Helium-3) extrem empfindlich gemessen werden konnten. Mithilfe dieser Sensoren wurden hochempfindliche Kernresonanzspektrometer entwickelt, die jetzt tiefe Einblicke in den Zustand der Materie bei extrem tiefen Temperaturen lieferten.
Konkret sperrte ...
Gut 99 Prozent des gesamten Eises an Land ist in den riesigen Eisschilden der Antarktis und Grönlands gespeichert, nur knapp ein Prozent dagegen in Gletschern.
Die Schmelzwasser dieser Gletscher trugen im Zeitraum 2003 bis 2009 etwa genauso viel zum Anstieg des Meeresspiegels bei, wie die beiden Eisschilde: rund einen Drittel. Dies ist eines der Resultate einer internationalen Studie mit Beteiligung von UZH-Geographen.
Wieviel alle Gletscher zum Anstieg des Meeresspiegels beitragen, wurde noch nie so genau ...
Siemens hat das weltweit erste kabellose Ultraschallgerät vorgestellt. Der Schallkopf ist mit einer Hand gut bedienbar und überträgt das Ultraschallbild per Radiofrequenz auf den Bildschirm.
Das Fehlen der Kabel ist vor allem bei Operationen oder interventionellen Eingriffen von Vorteil, wo beispielsweise Nadeln mit Hilfe von Ultraschall visualisiert werden. Die Kabel am Schallkopf behindern die Person, die das Gerät bedient, und sie können trotz steriler Schutzhüllen ein Infektionsrisiko darstellen.
Das kabellose Acuson Freestyle arbeitet bis zu ...
Siemens will mit einem großen Touch-Display Bahnbetreibern helfen, Störungen besser zu bewältigen.
Das Display mit rund 1,50 Metern Diagonale veranschaulicht alle Daten und Fakten, um Entscheidungen treffen zu können. Herzstück der Lösung ist eine Software, die mit Hilfe mathematischer Optimierungsalgorithmen bisher entkoppelte Systeme wie Wartung oder Zugdisposition vernetzt.
Bisher reagieren einzelne Abteilungen von Bahnbetreibern weitgehend unabhängig auf Störfälle, weil sie über das ...
Forschern des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Festkörperphysik IAF und des Karlsruher Instituts für Technologie KIT ist es gelungen, 40 Gbit/s bei 240 GHz und über eine Entfernung von einem Kilometer per Funk zu übertragen.
Mit ihrer jüngsten Demonstration haben sie einen neuen Weltrekord erzielt und knüpfen damit erstmals nahtlos an die Kapazität von Glasfaser an. Solche Richtfunkstrecken könnten zukünftig Lücken in der Versorgung mit Breitband-Internet schließen, indem die drahtlosen Links das Netz an schwer zugänglichen Stellen oder im ländlichen Raum ergänzen.
Digital, mobil und ...
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DNA-Variante beeinflusst Diabetesrisiko und Behandlungserfolg
17.05.2013 | Biowissenschaften Chemie
Aus zwei wird drei: In Deutschland kommt eine dritte Ringelnatter vor
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Die 16 besten Nachwuchschemikerinnen und -chemiker Deutschlands treffen sich in Kiel
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