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Der abgestimmte Einsatz von Verhalten, Kommunikation und Erscheinungsbild bei Unternehmen gewinnt zunehmend an Bedeutung. „Corporate Identity“ (Unter-nehmenspersönlichkeit) lautet das Schlagwort, unter dem mehrere 100.000 Beschäftigte in Großunternehmen (z.B. Fluggesellschaften, Logistikunternehmen) sowie im öffentlichen Dienst (z.B. Bundeswehr, Polizei) durch einheitliche Berufsbekleidung täglich ihr Unternehmen repräsentieren.
Aus diesem Grunde sollte CI-Berufsbekleidung sowohl ein tadelloses äußeres Erscheinungsbild, als auch einen guten Tragekomfort aufweisen und zudem industriell pflegbar sein. Diese drei wünschenswerten Eigenschaften in einem Textil zu vereinen, ist das Ziel, das die Hohenstein Institute in Bönnigheim, auf Anregung einer großen deutschen Fluggesellschaft, in einem derzeit laufenden Forschungsprojekt verfolgen.
Bislang ging das Tragen schmutzabweisender Uniformen stets mit schlechtem Tragekomfort einher und brachte für viele Berufsgruppen, insbesondere für Flugbegleiter, Probleme mit sich: So wird beispielsweise einer Uniform eines Flugbegleiters im Einsatz bei Flugstart in Frankfurt bei winterlichen Temperaturen und anschließender Landung in der Hitze von Sydney einiges abverlangt. Wechselnde Umgebungstemperaturen und die lange Tragedauer erfordern hier einen besonders guten Schweißtransport sowie eine hohe Atmungsaktivität des Textils bei gleichzeitig schmutzabweisender Funktion.
Darüber hinaus war bislang aufgrund der verwendeten Materialien eine industrielle Pflegbarkeit von CIKleidung nur bedingt möglich. Diese soll nun durch Verwendung alternativer Oberstoffe und modifizierter Versteifungseinlagen entscheidend verbessert werden.
Mit der Entwicklung von neuen Ausrüstungskonzepten und Konstruktionsleitlinien entwickeln die Forscher der Hohenstein Institute bisherige CI-Berufsbekleidung zu multifunktionalen Textilien, die hohe schmutzabweisende Wirkung aufweisen, dennoch guten bis sehr guten Tragekomfort bieten und gleichzeitig industriell pflegbar sind. Von den aus dem Forschungsvorhaben gewonnenen Ergebnissen profitieren insbesondere die Träger solcher Kleidung in Unternehmen wie z.B. Flug- und Bahngesellschaften. Des Weiteren können Hersteller und Konfektionäre von CI-Berufskleidung sowie rund 400 textile Dienstleister Kosten senken durch eine Verringerung von Kundenreklamationen und damit einer Verlängerung der Einsatzdauer von CI-Berufsbekleidung.
Wir danken der Forschungsvereinigung Forschungskuratorium Textil e.V., Reinhardtstraße 12 - 14, 10117 Berlin für die finanzielle Förderung des IGFVorhabens 16365 N, die über die AiF im Rahmen des Programms zur Förderung der industriellen Gemeinschaftsforschung und -entwicklung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages erfolgte.
Rose-Marie Riedl | Quelle: Hohenstein Laboratories
Weitere Informationen: www.hohenstein.de
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