Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Natur als Vorbild

17.07.2012
Alexander von Humboldt-Stipendiat Damiano Pasini entwickelt an der TU Berlin neue Materialien für Medizin und Luftfahrt

„Biologisches Zellmaterial ist eine Inspiration für Materialforscher“, sagt Prof. Dr. Damiano Pasini. „Es ist überall in der Natur zu finden: Holz und Kork, Knochengewebe und Pflanzenfunktionszellen. Auch Meeresschwämme sind ein gutes Beispiel für poröse Mikrostrukturen.“

Damiano Pasini ist Experte für Werkstofftechnologien. Er ist Associate Professor für Maschinenbau und Werkstofftechnologie und leitet das „Multiscale Mechanics and Design Optimization Lab“ an der McGill University Montreal in Quebec, Kanada. Derzeit forscht er als Humboldt-Forschungsstipendiat mit Prof. Dr. John Banhart am Institut für Werkstoffwissenschaften. Er leitet auch das Institut für Angewandte Materialforschung am Helmholtz-Zentrum Berlin (das ehemalige Hahn-Meitner-Institut) der TU Berlin.

Pasinis Forschungsschwerpunkte sind die Synthese und das Design innovativer Leichtgewichtstrukturen und multifunktionaler Materialen für Anwendungen sowohl in der Luft- und Raumfahrt als auch in der biomedizinischen Technologieforschung. „Die Natur gibt uns die besten Beispiele“, sagt er. „Die biologischen Strukturen, die Zellmaterialien nutzen, sind sehr effizient.

Angefangen bei Proteinen, Zuckermolekülen und anderen Mineralien, kreiert die Natur starke, haltbare und widerstandsfähige Materialien, die wir nachbauen oder auch nach unseren Bedürfnissen umformen können. Ziel ist es, sowohl für die Forschung als auch für die industrielle Anwendung neue Materialien maßzuschneidern.“

Damiano Pasini studierte Maschinenbau in Pavia, Italien, und schrieb seine Doktorarbeit an der University of Bristol in England, arbeitete anschließend in der Forschung am Institut für Faserverbundleichtbau und Adaptronik des Deutschen Instituts für Luft- und Raumfahrt in Braunschweig. Dort entwickelte er theoretische Modelle und experimentierte im Zusammenhang mit der Entwicklung und Optimierung eines soliden Drehgelenks für flexible Flugzeugflügelklappen.

Seit 2004 ist er Professor in Montreal, ist Herausgeber und Reviewer verschiedener Fachzeitschriften und gründete 2008 die McGill-Biomimetics Research Group, eine interdisziplinäre, fakultätsübergreifende Einrichtung.

Dort werden die Prinzipien und Anwendungen der Bionikforschung weiterentwickelt, denn, so Pasini: „Die Bionik wird helfen, die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts in der Medizin-, Umwelt-, Energie- und Materialforschung zu lösen.“

Weitere Informationen erteilt Ihnen gern: Prof. Dr. Damiano Pasini, TU Berlin, Fakultät III Prozesswissenschaften, Institut für Werkstoffwissenschaften und –technologien, Fachgebiet Struktur und Eigenschaften von Materialien (Prof. Dr. John Banhart), Tel.: (030) 8062 – 42710, E-Mail: damiano.pasini@mcgill.ca, www.helmholtz-berlin.de/forschung/funkma/werkstoffe/

Stefanie Terp | idw
Weitere Informationen:
http://www.tu-berlin.de/?id=121056
http://www.helmholtz-berlin.de/forschung/funkma/werkstoffe/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Materialwissenschaften:

nachricht Perowskit-Solarzellen: Es muss gar nicht perfekt sein
15.01.2018 | Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie GmbH

nachricht Fraunhofer IMWS testet umweltfreundliche Mikroplastik-Alternativen in Kosmetikartikeln
11.01.2018 | Fraunhofer-Institut für Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen IMWS

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Materialwissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Vollmond-Dreierlei am 31. Januar 2018

Am 31. Januar 2018 fallen zum ersten Mal seit dem 30. Dezember 1982 "Supermond" (ein Vollmond in Erdnähe), "Blutmond" (eine totale Mondfinsternis) und "Blue Moon" (ein zweiter Vollmond im Kalendermonat) zusammen - Beobachter im deutschen Sprachraum verpassen allerdings die sichtbaren Phasen der Mondfinsternis.

Nach den letzten drei Vollmonden am 4. November 2017, 3. Dezember 2017 und 2. Januar 2018 ist auch der bevorstehende Vollmond am 31. Januar 2018 ein...

Im Focus: Maschinelles Lernen im Quantenlabor

Auf dem Weg zum intelligenten Labor präsentieren Physiker der Universitäten Innsbruck und Wien ein lernfähiges Programm, das eigenständig Quantenexperimente entwirft. In ersten Versuchen hat das System selbständig experimentelle Techniken (wieder)entdeckt, die heute in modernen quantenoptischen Labors Standard sind. Dies zeigt, dass Maschinen in Zukunft auch eine kreativ unterstützende Rolle in der Forschung einnehmen könnten.

In unseren Taschen stecken Smartphones, auf den Straßen fahren intelligente Autos, Experimente im Forschungslabor aber werden immer noch ausschließlich von...

Im Focus: Artificial agent designs quantum experiments

On the way to an intelligent laboratory, physicists from Innsbruck and Vienna present an artificial agent that autonomously designs quantum experiments. In initial experiments, the system has independently (re)discovered experimental techniques that are nowadays standard in modern quantum optical laboratories. This shows how machines could play a more creative role in research in the future.

We carry smartphones in our pockets, the streets are dotted with semi-autonomous cars, but in the research laboratory experiments are still being designed by...

Im Focus: Fliegen wird smarter – Kommunikationssystem LYRA im Lufthansa FlyingLab

• Prototypen-Test im Lufthansa FlyingLab
• LYRA Connect ist eine von drei ausgewählten Innovationen
• Bessere Kommunikation zwischen Kabinencrew und Passagieren

Die Zukunft des Fliegens beginnt jetzt: Mehrere Monate haben die Finalisten des Mode- und Technologiewettbewerbs „Telekom Fashion Fusion & Lufthansa FlyingLab“...

Im Focus: Ein Atom dünn: Physiker messen erstmals mechanische Eigenschaften zweidimensionaler Materialien

Die dünnsten heute herstellbaren Materialien haben eine Dicke von einem Atom. Sie zeigen völlig neue Eigenschaften und sind zweidimensional – bisher bekannte Materialien sind dreidimensional aufgebaut. Um sie herstellen und handhaben zu können, liegen sie bislang als Film auf dreidimensionalen Materialien auf. Erstmals ist es Physikern der Universität des Saarlandes um Uwe Hartmann jetzt mit Forschern vom Leibniz-Institut für Neue Materialien gelungen, die mechanischen Eigenschaften von freitragenden Membranen atomar dünner Materialien zu charakterisieren. Die Messungen erfolgten mit dem Rastertunnelmikroskop an Graphen. Ihre Ergebnisse veröffentlichen die Forscher im Fachmagazin Nanoscale.

Zweidimensionale Materialien sind erst seit wenigen Jahren bekannt. Die Wissenschaftler André Geim und Konstantin Novoselov erhielten im Jahr 2010 den...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

Veranstaltungen

15. BF21-Jahrestagung „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“

22.01.2018 | Veranstaltungen

Transferkonferenz Digitalisierung und Innovation

22.01.2018 | Veranstaltungen

Kongress Meditation und Wissenschaft

19.01.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

15. BF21-Jahrestagung „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“

22.01.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Forschungsteam schafft neue Möglichkeiten für Medizin und Materialwissenschaft

22.01.2018 | Biowissenschaften Chemie

Ein Haus mit zwei Gesichtern

22.01.2018 | Architektur Bauwesen

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics