Anzeige
Im Rahmen des Forschungsprojektes (AiF-Nr. 17031 N) „Absorbersysteme zum Laserschweißen von Textilien“ arbeiten Wissenschaftler der Hohenstein Institute zusammen mit Kollegen des Deutschen Wollforschungsinstituts in Aachen momentan an der Entwicklung neuer Infrarot Absorbersysteme zur mechanischen und optischen Verbesserung von lasergeschweißten Nähten.
Dadurch kann das Laserschweißen von Textilien, eine alternative und zukunftsweisende aber noch junge Fügetechnik, breiter eingesetzt werden. Besonders bei der Produktion von technischen und medizinischen Textilien ist dadurch eine deutliche Qualitätsverbesserung gegenüber herkömmlichen Lösungen zu erwarten.
Das Laserschweißen von Textilien bietet eine Reihe von Vorteilen gegenüber dem traditionellen Nähen mit Nadel und Faden. Es ermöglicht eine Verbesserung der Produktqualität insbesondere bei der Verarbeitung großflächiger technischer Textilien. Die durch das Schweißen hergestellten Nähte sind flach, dehnbar, flexibel, absolut dicht gegenüber Flüssigkeiten und Gasen und überzeugen durch eine hohe Zugfestigkeit. Herkömmliche Nahtfehler werden vermieden und die Qualität des Schweißprozesses lässt sich online automatisch überwachen.
In vielen technischen Anwendungsbereichen wie Medizintextilien, Schutzbekleidung, Textilien für den Fahrzeugbau, Möbelherstellung und Outdoorprodukte werden diese Eigenschaften gefordert und würden die bislang sehr aufwändige Überprüfung der Produktqualität der Fügestellen während und nach den Herstellungsprozessen minimieren.
Eine Herausforderung der noch relativ jungen und wenig verbreiteten Methode, bei der ein Infrarot-Laser zum Einsatz kommt, ist, dass nur wenige Textilien aus thermoplastischem Fasermaterial im Bereich des nahen infraroten Lichtes die Laserstrahlung absorbieren. Das erfordert bei vielen Textilien den Einsatz von Absorbern, die speziell das infrarote Licht absorbieren. Diese Substanzen ihrerseits verursachen jedoch Verfärbungen und farbliche Beeinträchtigungen der Fügestellen. Diese Eigenschaft erschwert die Anwendung des Laserschweißens insbesondere bei hellen und durchsichtigen Textilien.
Im Rahmen des laufenden Forschungsprojekts sollen nun diese neuen Absorbersysteme entwickelt und systematisch untersucht werden.
Die neuen Formulierungen sollen einfach und materialsparend anwendbar, mit dem textilen Material kompatibel sein und die gewünschten Anforderungen möglichst umfassend erfüllen. Es sollen, besonders bei hellen und durchsichtigen Textilien, optisch und mechanisch einwandfreie Fügestellen mit hohen Gebrauchseigenschaften entstehen.
Zusätzlich werden die Einstellungsparameter für das Laserschweißen wie Temperatur, Geschwindigkeit und Druck auf die Absorber angepasst. Das ermöglicht den konfektionierenden Betrieben, den Prozess unmittelbar auf eigene Materialien und die eigene Produktpalette anzuwenden.
Diese neue Fügetechnik eignet sich sowohl für die Einzelfertigung als auch zur Fertigung mit hohem Automatisierungsgrad. Die Minimierung der Prozessschritte und die Erhöhung der Prozessqualität ermöglicht Umsatzsteigerungen der klein- und mittelständischen Unternehmen und verschafft Ihnen Wettbewerbsvorteile gegenüber herkömmlichen textilen Fügetechniken.
Ansprechpartner:
Hohenstein Institute
Dr. Edith Claßen
e.classen@hohenstein.de
Rose-Marie Riedl | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen: www.hohenstein.de
Weitere Berichte zu: Absorbersysteme > Automatisierungsgrad > Fügestelle > Fügetechnik > Laserschweißen > Nähte > Produktqualität > Qualitätsverbesserung > Schweißprozess > Textil > thermoplastisches Fasermaterial
Engineered materials: Custom-made magnets
24.05.2012 | The Agency for Science, Technology and Research (A*STAR)
Singapore-made anti-reflective plastics to be commercialised
24.05.2012 | The Agency for Science, Technology and Research (A*STAR)
Krankheiten wie Parkinson, Alzheimer und bestimmte Krebsformen gehen auf eine fehlerhafte Faltung und Aggregation von Eiweißen im Körper zurück.
Wissenschaftlern des Instituts für Photonische Technologien (IPHT) in Jena ist es erstmals gelungen, Proteinstrukturen auf sub-molekularer Ebene nachzuweisen und spektroskopisch zu analysieren. Ein wichtiger Schritt zum Verständnis der Krankheitsursachen.
„Bis heute hat man nicht genau verstanden, was die fehlerhafte Faltung und Aggregation von Eiweißen, zum Beispiel im Zusammenhang mit Alzheimer, ...
Die Quantenphysik beschreibt physikalische Vorgänge in Festkörpern und anderen Vielteilchensystemen auch mit Hilfe von Quasiteilchen.
Innsbrucker Physikern um Rudolf Grimm ist es nun erstmals gelungen, ein neues Quasiteilchen - ein repulsives Polaron - in einem Quantengas experimentell zu erzeugen. Die Forscher berichten darüber in der Online-Ausgabe der Fachzeitschrift Nature.
Ultrakalte Quantengase sind ein ideales Experimentierfeld, um physikalische Phänomene in Festkörpern zu simulieren. Unter streng kontrollierten Bedingungen ...
Licht lässt die Partikel in der Atmosphäre wachsen. In einem Experiment hat ein internationales Forscherteam erstmals einen neuen Mechanismus nachweisen können, bei dem Partikel durch Licht größer werden und der damit Einfluss auf die Wolkenbildung und das Klima hat.
Photokatalytische Reaktionen können zu einer schnellen Bindung von nicht kondensierenden flüchtigen organischen Kohlenwasserstoffen (VOCs) auf der Oberfläche der Partikel führen. Unter solchen Bedingungen nehme die Größe und Masse der Partikel schnell zu, schreiben die Wissenschaftler im renommierten Fachblatt PNAS.
Die Ergebnisse des Laborexperimentes könnten Effekte erklären, die bisher schon bei Feldkampagnen ...
Ähnlich wie blutsaugende Insekten prüfen Pflanzenschädlinge ihren Wirt auf Abwehrsignale, bevor sie anfangen zu fressen
Pflanzen bilden wenige Minuten nach Angriff eines Fraßfeindes Jasmonsäure, ein Hormon, das die Verteidigung gegen Insekten in Gange setzt mit der Folge, dass giftige Stoffe wie Nikotin oder Verdauungshemmer in den Blättern akkumulieren.
Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie, Jena, haben jetzt herausgefunden, dass Zwergzikaden die Verteidigungsbereitschaft von Tabakpflanzen aufspüren können. ...
Wissenschaftlern vom Institut für Physikalische und Theoretische Chemie der Universität Bonn ist es erstmals gelungen, den Transport eines wichtigen Informationsträgers in biologischen Zellen praktisch unmodifiziert in Echtzeit zu filmen.
Die Studie zeigt, wie die so genannte Boten-RNA die Zellkernhülle überwindet und vom Zellkern in das Zytoplasma gelangt. Diese Arbeit ist nun in dem renommierten Journal „Proceedings of the National Academy of Sciences of the USA“ (PNAS) publiziert.
Der Bauplan aller Lebewesen ist in ihrem Erbgut gespeichert. Dieses lagert bei höheren ...
Anzeige
Anzeige

Energieversorger vor dem Umbruch
24.05.2012 | Studien Analysen
Stem-cell-growing surface enables bone repair
24.05.2012 | Biowissenschaften Chemie
Im wahrsten Sinne „Spitzenforschung“: IPHT-Forscher untersuchen Eiweißfasern mit größter Genauigkeit
24.05.2012 | Biowissenschaften Chemie
NieKE Themenforum: Ökonomie - Tierschutz - Lebensmittelsicherheit
24.05.2012 | Veranstaltungsnachrichten
Nachhaltigkeit in der Schifffahrt: Werte vs. Wertschöpfung
24.05.2012 | Veranstaltungsnachrichten
Wissenschaft und Öffentlichkeit
24.05.2012 | Veranstaltungsnachrichten