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Materialforschung: Neues vom Hall-Effekt

22.02.2010
Ihre Erkenntnisse sollen zukünftig bei der gezielten Entwicklung neuartiger und besserer Magnetfeldsensoren helfen: Die Wissenschaftler Prof. Klaus M. Seemann und Dr. Yuriy Mokrousov vom Forschungszentrum Jülich fanden in einer internationalen Kooperation die entscheidende Ursache für die Stärke des sogenannten Hall-Effektes in Eisenlegierungen.

Die Ergebnisse sind in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Physical Review Letters nachzulesen.

Der Hall-Effekt wird in Sensoren zur Messung von Magnetfeldern und elektrischen Strömen oder zur Lageerfassung genutzt, beispielsweise in der Getriebeschaltung von Autos. Die materialabhängige Stärke des Hall-Effektes ist ein entscheidender Faktor für die Empfindlichkeit der daraus gefertigten Sensoren.

Die Forscher fanden heraus, dass eine Eisen-Platin-Legierung einen vielfach stärkeren Hall-Effekt aufweist als eine Eisen-Palladium-Legierung. Als Ursache für diese überraschende Entdeckung konnten sie eindeutig die Spin-Bahn-Kopplung der Elektronen identifizieren, indem sie experimentelle Untersuchungen mit Berechnungen an den Jülicher Supercomputern kombinierten.

Der Originalartikel in Physical Review Letters - Vol. 104, Issue 7 (19.02.2010):
http://www.pnas.org/papbyrecent.shtml
Webseiten des Jülicher Instituts für Festkörperforschung:
http://www.fz-juelich.de/iff/d_th1
http://www.fz-juelich.de/iff/d_iee

Annemarie Winkens | Forschungszentrum Jülich
Weitere Informationen:
http://www.fz-juelich.de

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