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Intelligente Textilien helfen Heizkosten sparen

15.11.2010
Mit der Entwicklung von intelligenten textilen Materialien, die nicht nur lichtdurchlässig sind, sondern gleichzeitig in der Lage sind, ihre Wärme-Durchlässigkeit den jeweiligen Umgebungstemperaturen anzupassen, ebnen Forscher der Hohenstein Institute in Bönnigheim und des ITCF Denkendorf derzeit den Weg für innovative Markisen und Sonnenschutzrollos.

Diese werden in der Lage sein selbstständig/intelligent je nach Wärme- bzw. Kühlungsbedarf Infrarot-Strahlung hindurch zu lassen bzw. zu reflektieren und damit entscheidend zur Verringerung der Heiz- bzw. Klimatisierungskosten beitragen.

Bei bisherigen Produkten musste abhängig von der jeweiligen Situation stets ein Kompromiss zwischen Wärme- und Lichtdurchlässigkeit getroffen werden. Konventioneller Sonnenschutz bringt den Nachteil mit sich, dass neben dem Wärmeanteil (Infrarotstrahlung) auch das sichtbare Licht abgehalten bzw. abgeschirmt wird.

Insbesondere die moderne Architektur, die mit hohen Verglasungsanteilen auf natürliche und energiesparende Raumbeleuchtung setzt, hat sich im Sommer als problematisch erwiesen – denn neben dem erwünschten sichtbaren Licht zur Erhellung von Räumen, lässt Glas auch den einfallenden Wärmeanteil hindurch. So kam es bislang, insbesondere in Büroräumen mit EDV, zu einer extremen Aufheizung, die in Folge nach zusätzlicher Energie zur Klimatisierung verlangt.

Speziell beschichtetes Glas, das die Wärmestrahlung des Sonnenlichtes abschirmt, schafft hier Abhilfe, behält seine Wärme abweisende Eigenschaft aber auch im Winter bei. Eine in dieser Jahreszeit durchaus erwünschte Aufwärmung von Räumen durch direkte Sonneneinstrahlung und dadurch Einsparungen bei den Heizkosten werden verhindert.

Dieses Dilemma wird durch die neuartigen textilen Sonnenschutzmaterialien gelöst werden. Da sich diese sowohl durch Wärme reflektierende als auch durch transluzente (lichtdurchlässige) Eigenschaften auszeichnen, passen sie sich intelligent an die jeweiligen Jahreszeiten (Umgebungstemperaturen) an. So lässt sich in Zukunft die einfallende IR-Strahlung bei niedrigen Außentemperaturen als Heizenergie nutzen, während bei höheren Temperaturen die IR-Reflexion eine übermäßige Aufheizung verhindert und in Folge Betriebskosten von Klimaanlagen senkt.

Rose-Marie Riedl | Hohenstein Institute
Weitere Informationen:
http://www.hohenstein.de/content/content1.asp?hohenstein=33-162-0-846-0-0

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