Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Größtes Aluminiumwalzwerk der Welt kühlt jetzt umweltschonend mit ISCEON® MO29 von DuPont

05.11.2008
Im Rahmen ihres Umweltprogramms hat die Aluminium Norf GmbH (kurz Alunorf), Neuss, im Mai 2008 die drei Kälteanlagen, die zur Kühlung der Warm- und Kaltbandbereiche des Aluminiumwalzwerks dienen, auf das ozonunschädliche Kältemittel ISCEON® MO29 von DuPont umgerüstet.

Damit hat das Unternehmen frühzeitig auf neue gesetzliche Regelungen reagiert, die das Inverkehrbringen von H-FCKW-Neuware für Servicezwecke nach dem 31. Dezember 2009 verbieten. Den Retrofit führte die Niederlassung Köln der Johnson Controls Systems & Service GmbH durch, die bereits bei kleineren Projekten Erfahrungen mit dem Kältemittel von DuPont gesammelt hatte.


Foto: DuPont
Norbert Holle, Projektleiter Kälteanlagen bei Alunorf, bei der Überprüfung der Betriebsdrücke nach der Umrüstung der Kälteanlage für die Warmwalzstraße auf das ozonunschädliche Kältemittel ISCEON® MO29 von DuPont. Kleines Bild: Die Alunorf GmbH gilt als das größte Aluminiumwalz- und -schmelzwerk der Welt und ist mit 2.100 Mitarbeitern der größte Arbeitgeber in Neuss.

Zunächst rüsteten die Techniker einen der Kältekreisläufe einer luftgekühlten Kaltwassersatzanlage um. Nach Überprüfung der Betriebsdaten wurden auch der zweite Kreislauf sowie die weiteren Anlagen auf ISCEON® MO29 von DuPont umgestellt. Dazu Service-Verkäufer Bastian Sauermann von Johnson Controls: „Vor dem Retrofit nahmen wir eine umfangreiche Leistungsmessung an allen drei Anlagen vor, die nach der Umstellung wiederholt wurde. Nach der Absaugung des Kältemittels tauschten wir zunächst die Federn und die Arbeitsventile des Verdichters sowie die Filtertrockner aus. Dies hat sich nach unserer Erfahrung als empfehlenswert herausgestellt. Danach wurde der Kältekreislauf evakuiert und mit ISCEON® MO29 von DuPont gefüllt. Bei der wassergekühlten Kaltwassersatzanlage tauschten wir als vorbeugende Maßnahme das Öl aus. Im Großen und Ganzen verliefen die Arbeiten reibungslos. Die Kälteleistung der Anlagen liegt nach dem Retrofit auf nahezu gleicher Höhe.“

Alunorf betreibt drei Kaltwassersatzanlagen zur Kühlung der Warm- und Kaltbandbereiche: Im Warmwalzwerk befinden sich zwei luftgekühlte York-Kaltwassersätze mit jeweils zwei Kältekreisläufen und einem Hubkolbenverdichter je Kreis (Gesamtleistung ca. 800 kW). Der Kaltbandbereich wird von einem wassergekühlten York-Kaltwassersatz mit einem Kältekreislauf gekühlt. Die Kälteleistung beträgt 400 kW.

Das Unternehmen gilt als das größte Aluminiumwalz- und -schmelzwerk der Welt und produziert warm- und kaltgewalzte Bänder aus Aluminium, aus denen Bleche für die unterschiedlichsten Anwendungen, Fahrzeugteile, Getränkedosen, Deckel, Schraubverschlüsse, Aluminiumfolien oder Offset-Druckplatten hergestellt werden. Ein erklärtes Ziel von Alunorf ist, Produktionsprozesse und Produkte mit Umweltschutzzielen in Einklang zu bringen. Zusammen mit der Sicherheits- und Gesundheitspolitik, der Qualitätspolitik und dem Unternehmensleitbild gehört die Umweltpolitik zu den wesentlichen Leitlinien des Unternehmens.

Hintergrund – Verbot von H-FCKW:
Mit dem Montreal-Protokoll wurde der weltweite Ausstieg aus der Verwendung von ozonschädigenden Substanzen wie FCKW und H-FCKW beschlossen. Die EU-Verordnung EG 2037/2000 sieht einen Zeitplan für den Ausstieg aus der Verwendung der schädlichsten Kältemittel vor und verbietet das Inverkehrbringen, die Verwendung (Nachfüllverbot) und die Einfuhr von H-FCKW-Neuware nach dem 31. Dezember 2009. Ab dem 1. Januar 2015 werden alle H-FCKW, einschließlich der rückgewonnenen Stoffe, verboten. Daher ist es ratsam, unzählige Kälte- und Klimaanlagen, die noch mit H-FCKW (meist in Form von R22) betrieben werden, entweder zu ersetzen, umzubauen oder auf ein ozonunschädliches Kältemittel umzurüsten. Mit seiner ISCEON® 9er Reihe stellt DuPont eine komplette Familie von leicht handhabbaren, ozonunschädlichen H-FKW-Retrofit-Kältemitteln zur Verfügung, die sich zur Kosten sparenden Umrüstung bestehender Klima- und Kälteanlagen eignen. Weitere Informationen im Internet unter http://www.wakeup2phaseout.com und http://isceon.com/de.

Die Aluminium Norf GmbH wurde im April 1965 als gemeinschaftliches Unternehmen der ehemaligen Alcan (heute Novelis) und der damaligen VAW (heute Hydro Aluminium) gegründet. Mit der bisher größten Erweiterung zwischen 1990 und 1994 wurde die Aluminium Norf GmbH – kurz Alunorf – zum größten Aluminiumschmelz- und -walzwerk der Welt. Das Unternehmen beschäftigt über 2.100 Mitarbeiter und stellt warm- und kaltgewalzte Bänder unterschiedlichster Aluminiumlegierungen für eine Vielfalt von Anwendungszwecken her. Diese werden überwiegend als Vormaterial an die Werke der beiden Gesellschafter geliefert und dort weiterverarbeitet. Die jährliche Absatzmenge beträgt ca. 1,5 Millionen Tonnen.

Johnson Controls ist ein weltweit führendes Unternehmen, das ideenreiche Lösungen an die Orte bringt, an denen Menschen leben, arbeiten und reisen. Durch die Integration von Technologien, Produkten und Dienstleistungen schafft das Unternehmen Umgebungen, die die Beziehungen zwischen den Menschen und ihrer Umwelt neu definieren. Mit Produkten und Dienstleistungen, die in mehr als 200 Millionen Fahrzeugen, 12 Millionen Haushalten und eine Million Geschäftsgebäuden zu finden sind, sorgt das Team aus 140.000 Mitarbeitern dafür, dass die Welt komfortabler, sicherer und nachhaltiger wird. Weitere Informationen unter www.johnsoncontrols.com.

DuPont Fluorochemicals ist ein weltweit führender Hersteller von Kältemitteln. Unter Einsatz von Wissenschaft, Technologie und Marktkenntnis entstehen nachhaltige Produkte und Lösungen, die den persönlichen Komfort steigern, die Haltbarmachung von Lebensmitteln fördern, industrielle Herstellprozesse verbessern und gleichzeitig die Umweltbelastung reduzieren. Weitere Informationen: www.refrigerants.dupont.com.

DuPont ist ein wissenschaftlich orientiertes Produktions- und Dienstleistungs-Unternehmen. 1802 gegründet, setzt DuPont die Wissenschaften für nachhaltige Problemlösungen ein, die für Menschen allerorts das Leben besser, sicherer und gesünder machen. DuPont ist in über 70 Ländern aktiv und bietet eine breite Palette innovativer Produkte und Dienstleistungen für Branchen wie Landwirtschaft, Nahrungsmittel, Bauen und Wohnen sowie Transport.

Das DuPont Oval, DuPont™, The miracles of science™ und ISCEON® sind markenrechtlich geschützt für E.I. du Pont de Nemours and Company oder eine ihrer Konzerngesellschaften.

Diese Pressemitteilung basiert auf Informationen von:
Johnson Controls Building Efficiency
Deutz-Mühlheimer Str. 30, D - 50679 Köln
Kontakt: Bastian Sauermann
Telefon: ++49 (0) 22 1 / 4 98 75 29
Telefax: ++49 (0) 22 1 / 4 98 75 39
E-Mail: Bastian.Sauermann@jci.com
Redaktioneller Kontakt:
Horst Ulrich Reimer
Telefon: ++49 (0) 61 02/18-1297
Telefax: ++49 (0) 61 02/18-1318
E-Mail: Horst-Ulrich.Reimer@dupont.com

Horst Ulrich Reimer | Du Pont
Weitere Informationen:
http://www.dupont.com

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Materialwissenschaften:

nachricht Sparsamer abheben dank Leichtbau-Luftdüsen
23.10.2017 | Technische Universität Chemnitz

nachricht Stickoxide: Neuartiger Katalysator soll Abgase ohne Zusätze reinigen
23.10.2017 | Forschungszentrum Jülich GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Materialwissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Salmonellen als Medikament gegen Tumore

HZI-Forscher entwickeln Bakterienstamm, der in der Krebstherapie eingesetzt werden kann

Salmonellen sind gefährliche Krankheitserreger, die über verdorbene Lebensmittel in den Körper gelangen und schwere Infektionen verursachen können. Jedoch ist...

Im Focus: Salmonella as a tumour medication

HZI researchers developed a bacterial strain that can be used in cancer therapy

Salmonellae are dangerous pathogens that enter the body via contaminated food and can cause severe infections. But these bacteria are also known to target...

Im Focus: Hochfeldmagnet am BER II: Einblick in eine versteckte Ordnung

Seit dreißig Jahren gibt eine bestimmte Uranverbindung der Forschung Rätsel auf. Obwohl die Kristallstruktur einfach ist, versteht niemand, was beim Abkühlen unter eine bestimmte Temperatur genau passiert. Offenbar entsteht eine so genannte „versteckte Ordnung“, deren Natur völlig unklar ist. Nun haben Physiker erstmals diese versteckte Ordnung näher charakterisiert und auf mikroskopischer Skala untersucht. Dazu nutzten sie den Hochfeldmagneten am HZB, der Neutronenexperimente unter extrem hohen magnetischen Feldern ermöglicht.

Kristalle aus den Elementen Uran, Ruthenium, Rhodium und Silizium haben eine geometrisch einfache Struktur und sollten keine Geheimnisse mehr bergen. Doch das...

Im Focus: Schmetterlingsflügel inspiriert Photovoltaik: Absorption lässt sich um bis zu 200 Prozent steigern

Sonnenlicht, das von Solarzellen reflektiert wird, geht als ungenutzte Energie verloren. Die Flügel des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ (Pachliopta aristolochiae) zeichnen sich durch Nanostrukturen aus, kleinste Löcher, die Licht über ein breites Spektrum deutlich besser absorbieren als glatte Oberflächen. Forschern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es nun gelungen, diese Nanostrukturen auf Solarzellen zu übertragen und deren Licht-Absorptionsrate so um bis zu 200 Prozent zu steigern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Fachmagazin Science Advances. DOI: 10.1126/sciadv.1700232

„Der von uns untersuchte Schmetterling hat eine augenscheinliche Besonderheit: Er ist extrem dunkelschwarz. Das liegt daran, dass er für eine optimale...

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Konferenz IT-Security Community Xchange (IT-SECX) am 10. November 2017

23.10.2017 | Veranstaltungen

Die Zukunft der Luftfracht

23.10.2017 | Veranstaltungen

Ehrung des Autors Herbert W. Franke mit dem Kurd-Laßwitz-Sonderpreis 2017

23.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Magma sucht sich nach Flankenkollaps neue Wege

23.10.2017 | Geowissenschaften

Neues Sensorsystem sorgt für sichere Ernte

23.10.2017 | Informationstechnologie

Salmonellen als Medikament gegen Tumore

23.10.2017 | Biowissenschaften Chemie