Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Geesthachter Forschungszentrum verstärkt Zusammenarbeit mit POSCO aus Südkorea

08.11.2011
Wirtschaftliche Leichtbauwerkstoffe für Autos oder Flugzeuge, neue Technologien für regenerative Energiesysteme – die Herausforderungen für Industrie und Wissenschaft sind derzeit sehr hoch. Um Forschung und Praxis besser zu verknüpfen, wollen die Geesthachter Wissenschaftler und die südkoreanische Company POSCO Ltd. enger miteinander kooperieren.

Das Helmholtz-Zentrum Geesthacht und POSCO haben ein Abkommen geschlossen, um die Stärken beider Partner zu verknüpfen. Zusammen mit den Geesthachter Wissenschaftlern werden Lösungen gesucht, mit denen sich Werkstoffe und ihre Verarbeitung optimieren lassen.

Als Basis für die Zusammenarbeit wurde jetzt das so genannte „Memorandum of Understanding“ von Dr. Ohjoon Kwon, Technischer Geschäftsführer der POSCO AG, und Prof. Wolfgang Kaysser, Wissenschaftlicher Geschäftsführer des Helmholtz-Zentrums, auf dem Geesthachter Forschungsgelände unterzeichnet. Darin wurden neben der Kooperation im Bereich Leichtbaustoffe aus Magnesium, Titan oder Aluminium innovative Schweißverfahren und Membrantechnologien als mögliche Kooperationsfelder identifiziert.

„Unsere Wissenschaft mit den Erfahrungen des weltweit drittgrößten Stahlproduzenten zu verbinden, halte ich für sehr bedeutend“, sagt Karl Ulrich Kainer, Leiter des Magnesium Innovation Centre am Helmholtz-Zentrum Geesthacht. „Mit der Zusammenarbeit soll unter anderem der Herstellungsprozess von Magnesiumblechen optimiert werden, um sie leistungsfähiger und universeller einsetzbar zu machen.“

Mehr Forschung für neue Bauteile
Magnesium wird schon erfolgreich in vielen Bereichen der Automobiltechnik eingesetzt. In der Regel werden diese Teile als Gussteile hergestellt. Bei größeren Komponenten, wie Türen oder Sitzen, ist es vorteilhafter, gewalzte Magnesiumbleche zu verwenden, aus denen die Formteile hergestellt werden.

Damit Magnesium in Karosserien oder im Interieur verwendet werden kann, entwickeln die Geesthachter Werkstoffforscher unter anderem Legierungen, aus denen Bleche mit optimierten Eigenschaften hergestellt werden können. Dafür steht den Wissenschaftlern im Forschungszentrum seit etwa einem Jahr eine hochmoderne Gießwalzanlage zur Verfügung. Ebenso forschen die Wissenschaftler an speziellen Korrosionsschutzschichten, die die Oberflächen der Magnesiumbauteile für verschiedenste Anforderungen schützen.

Transfer von Know-how
Die als Stahlerzeuger international renommierte Firma POSCO ist auch einer der größten Lieferanten von Magnesium-Feinblechen und verfügt über langjährige Erfahrungen mit eigenen Gießwalz-Produktionsanlagen. Die Weiterentwicklung des Gießwalz-Prozesses stellt den Produzenten und die Geesthachter Wissenschaftler gleichermaßen vor große Herausforderungen wenn es darum geht, beispielsweise hochwertige neue Legierungen zu entwickeln oder den Oberflächenschutz der Bleche zu verbessern.

„Unsere Gießwalzanlage dient ausschließlich Forschungszwecken und kann sehr variabel je nach Untersuchungsziel eingesetzt werden“, erklärt Karl Ulrich Kainer. „So können unsere Erkenntnisse und die Erfahrungen von POSCO bei der Produktion wechselseitig Impulse für die wissenschaftliche Forschung und die Anwendung geben“.

Dr. Torsten Fischer | Helm
Weitere Informationen:
http://www.hzg.de/public_relations/press_releases/012749/index_0012749.html.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Materialwissenschaften:

nachricht Der gestapelte Farbsensor
17.11.2017 | Empa - Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt

nachricht Gefragtes Werkstoff-Knowhow: Fraunhofer LBF baut Elastomer-Forschung aus
16.11.2017 | Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Materialwissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Ultrakalte chemische Prozesse: Physikern gelingt beispiellose Vermessung auf Quantenniveau

Wissenschaftler um den Ulmer Physikprofessor Johannes Hecker Denschlag haben chemische Prozesse mit einer beispiellosen Auflösung auf Quantenniveau vermessen. Bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit kombinierten die Forscher Theorie und Experiment und können so erstmals die Produktzustandsverteilung über alle Quantenzustände hinweg - unmittelbar nach der Molekülbildung - nachvollziehen. Die Forscher haben ihre Erkenntnisse in der renommierten Fachzeitschrift "Science" publiziert. Durch die Ergebnisse wird ein tieferes Verständnis zunehmend komplexer chemischer Reaktionen möglich, das zukünftig genutzt werden kann, um Reaktionsprozesse auf Quantenniveau zu steuern.

Einer deutsch-amerikanischen Forschergruppe ist es gelungen, chemische Prozesse mit einer nie dagewesenen Auflösung auf Quantenniveau zu vermessen. Dadurch...

Im Focus: Leoniden 2017: Sternschnuppen im Anflug?

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde und des Hauses der Astronomie in Heidelberg

Die Sternschnuppen der Leoniden sind in diesem Jahr gut zu beobachten, da kein Mondlicht stört. Experten sagen für die Nächte vom 16. auf den 17. und vom 17....

Im Focus: «Kosmische Schlange» lässt die Struktur von fernen Galaxien erkennen

Die Entstehung von Sternen in fernen Galaxien ist noch weitgehend unerforscht. Astronomen der Universität Genf konnten nun erstmals ein sechs Milliarden Lichtjahre entferntes Sternensystem genauer beobachten – und damit frühere Simulationen der Universität Zürich stützen. Ein spezieller Effekt ermöglicht mehrfach reflektierte Bilder, die sich wie eine Schlange durch den Kosmos ziehen.

Heute wissen Astronomen ziemlich genau, wie sich Sterne in der jüngsten kosmischen Vergangenheit gebildet haben. Aber gelten diese Gesetzmässigkeiten auch für...

Im Focus: A “cosmic snake” reveals the structure of remote galaxies

The formation of stars in distant galaxies is still largely unexplored. For the first time, astron-omers at the University of Geneva have now been able to closely observe a star system six billion light-years away. In doing so, they are confirming earlier simulations made by the University of Zurich. One special effect is made possible by the multiple reflections of images that run through the cosmos like a snake.

Today, astronomers have a pretty accurate idea of how stars were formed in the recent cosmic past. But do these laws also apply to older galaxies? For around a...

Im Focus: Pflanzenvielfalt von Wäldern aus der Luft abbilden

Produktivität und Stabilität von Waldökosystemen hängen stark von der funktionalen Vielfalt der Pflanzengemeinschaften ab. UZH-Forschenden gelang es, die Pflanzenvielfalt von Wäldern durch Fernerkundung mit Flugzeugen in verschiedenen Massstäben zu messen und zu kartieren – von einzelnen Bäumen bis hin zu ganzen Artengemeinschaften. Die neue Methode ebnet den Weg, um zukünftig die globale Pflanzendiversität aus der Luft und aus dem All zu überwachen.

Ökologische Studien zeigen, dass die Pflanzenvielfalt zentral ist für das Funktionieren von Ökosys-temen. Wälder mit einer höheren funktionalen Vielfalt –...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungen

Roboter für ein gesundes Altern: „European Robotics Week 2017“ an der Frankfurt UAS

17.11.2017 | Veranstaltungen

Börse für Zukunftstechnologien – Leichtbautag Stade bringt Unternehmen branchenübergreifend zusammen

17.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungsnachrichten

IHP präsentiert sich auf der productronica 2017

17.11.2017 | Messenachrichten

Roboter schafft den Salto rückwärts

17.11.2017 | Innovative Produkte