Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Gebündelte Kompetenz für Nicht-Metalle

08.11.2010
Dr. Uwe Stute ist Leiter der neu eingerichteten Abteilung Technologien für Nicht-Metalle am Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH). Die Abteilung fokussiert auf laserbasierte Lösungen in den Themenfeldern Glas, Photovoltaik und Verbundwerkstoffe.

Die neu eingerichtete Abteilung Technologien für Nicht-Metalle am Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) fokussiert auf laserbasierte Lösungen in den Themenfeldern Glas, Photovoltaik und Verbundwerkstoffe. Von Grundlagenprojekten bis zur Prototypenfertigung werden spezifische Lösungen in Prozessketten der industriellen Fertigung unterstützt.

Ob in der Glasbearbeitung, bei der Herstellung von Solarkollektoren oder der Be- und Verarbeitung faserverstärkter Kunststoffe: Gegenüber herkömmlichen Verfahren ermöglicht der Einsatz von Lasern erhebliche Steigerungen bei Qualität und Produktivität, bis hin zu vollständig neuen Produktionswegen. Beispielsweise ermöglicht der gezielte Energieeintrag in Bauteile aus Glas eine Schädigung bei der Werkstückerwärmung zu vermeiden.

Komposite stellen durch die besonderen Eigenschaften der Kohlenstofffaser komplexe Anforderungen an die Bearbeitung. Materialschäden und ein hoher Werkzeugverschleiß bei der Verarbeitung der Verbundwerkstoffe können durch Einsatz des Lasers anstelle klassischer spanender Verfahren deutlich vermindert werden. Und im Bereich Photovoltaik werden signifikant höhere Wirkungsgrade von Solarzellen durch Technologien wie z.B. dem selektiven Dotieren überhaupt erst mit Hilfe von Lasertechnologie realisierbar.

Mit der Schaffung einer eigenen Abteilung für Nicht-Metalle möchte das LZH einen wesentlichen Beitrag für innovative Entwicklungen in den Bereichen Energiegewinnung und Ressourcenschonung leisten. Präzisionsbearbeitung im Mikrometerbereich, aber auch hochproduktive Durchsatzoptimierung von großen Flächen gehören zu den zentralen Aufgaben. Dazu muss der Laser als Werkzeug zum Strukturieren, Trennen, Formen sowie für Verbindungstechniken optimal an die Erfordernisse der verschiedenen Einsatzgebiete von Nicht-Metallen angepasst und als Laserprozess in eine komplexe Produktion und Verarbeitung eingebettet werden.

Leiter der neuen Abteilung ist Dr. Uwe Stute, der nach 3 Jahren Industrieerfahrung als Branchenmanager für die Photovoltaik, an seine ehemalige Wirkungsstätte zurückkehrt. Vor seinem Wechsel zum Unternehmen Trumpf Laser, leitete er bereits von 2004 bis 2008 die Abteilung Produktions- und Systemtechnik am LZH. Dem Ruf zurück zum Hannoveraner Forschungszentrum ist er gerne gefolgt: „Ich finde es außerordentlich spannend, an der Entwicklung von Laserverfahren in Themengebieten, die derzeit eine starke Entwicklung erfahren, mitwirken zu können. Hier hat der Lasereinsatz einfach ein enormes Potential.“

Als wichtige aktuelle Forschungsziele seiner Abteilung benennt der promovierte Physiker optimierte Glas-Metall/Glas-Glasverbindungen bei der Herstellung von Solarkollektoren, neue Produktionsmöglichkeiten in der Photovoltaik mittels „kalter“ Laserbearbeitung und automatisierte Bearbeitung von Kompositmaterialien.

Kontakt:
Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH)
Michael Botts
Hollerithallee 8
D-30419 Hannover
Tel.: +49 511 2788-151
Fax: +49 511 2788-100
E-Mail: m.botts@lzh.de
Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) ist eine durch Mittel des Niedersächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr unterstützte Forschungs- und Entwicklungseinrichtung auf dem Gebiet der Lasertechnik.

Michael Botts | Laser Zentrum Hannover e.V.
Weitere Informationen:
http://www.lzh.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Materialwissenschaften:

nachricht Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum
07.12.2016 | Technische Universität Graz

nachricht Bioabbaubare Polymer-Beschichtung für Implantate
06.12.2016 | Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Materialwissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektronenautobahn im Kristall

Physiker der Universität Würzburg haben an einer bestimmten Form topologischer Isolatoren eine überraschende Entdeckung gemacht. Die Erklärung für den Effekt findet sich in der Struktur der verwendeten Materialien. Ihre Arbeit haben die Forscher jetzt in Science veröffentlicht.

Sie sind das derzeit „heißeste Eisen“ der Physik, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt: topologische Isolatoren. Ihre Bedeutung wurde erst vor wenigen Wochen...

Im Focus: Electron highway inside crystal

Physicists of the University of Würzburg have made an astonishing discovery in a specific type of topological insulators. The effect is due to the structure of the materials used. The researchers have now published their work in the journal Science.

Topological insulators are currently the hot topic in physics according to the newspaper Neue Zürcher Zeitung. Only a few weeks ago, their importance was...

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochgenaue Versuchsstände für dynamisch belastete Komponenten – Workshop zeigt Potenzial auf

09.12.2016 | Seminare Workshops

Ein Nano-Kreisverkehr für Licht

09.12.2016 | Physik Astronomie

Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen

09.12.2016 | Biowissenschaften Chemie