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Exzellente Forschung soll ausgebaut werden

30.08.2010
TU Chemnitz bewirbt sich um Fördermittel der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder für die Forschung zu multifunktionalen Leichtbaustrukturen sowie zum Faktor Mensch in der Technik

Die Technische Universität Chemnitz reicht zwei Antragsskizzen für die zweite Programmphase der bundesweiten Exzellenzinitiative bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) ein. Für die Förderperiode 2012 bis 2017 bewirbt sich die TU um ein Exzellenzcluster mit dem Titel "Technologiefusion für multifunktionale Leichtbaustrukturen" sowie um eine Graduiertenschule zum Thema "Der Faktor Mensch in der Technologie".

Das Hauptanliegen des beantragten Exzellenzclusters ist die Verschmelzung von großserientauglichen Basistechnologien zur ressourceneffizienten Herstellung von Leichtbaustrukturen mit einer hohen Leistungs- und Funktionsdichte. Derzeit noch getrennte Fertigungsprozesse bei der Verarbeitung unterschiedlicher Werkstoffgruppen - wie Metalle und Kunststoffe - sollen zu durchgängigen Technologien zur Herstellung von Hochleistungsstrukturen zusammengeführt werden. Die Vorteile: Energie- und Materialeffizienz sowie Reduzierung des Kohlenstoffdioxidausstoßes.

"An der TU Chemnitz, deren An-Instituten, der Fraunhofer-Einrichtung und dem Fraunhofer-Institut hat sich bereits frühzeitig die Entwicklung hin zu Hybridtechnologien auf Basis von Metall-, Kunststoff- und Textilverarbeitungsverfahren sowie der Mikrosystemintegration vollzogen.

Dabei sind alle Fertigungsverfahren an einem Forschungsstandort konzentriert, was auf kurzen Wegen den Erkenntnistransfer zur Prozessverschmelzung begünstigt. Dies ist ein wesentlicher Vorteil des Standortes Chemnitz für die geplante ressourceneffiziente Bündelung der Technologien zur Herstellung von Leichtbaustrukturen in Hybridbauweise", sagt Prof. Dr. Lothar Kroll, Koordinator des Clusters und Inhaber der Professur Strukturleichtbau und Kunststoffverarbeitung. Mit Exzellenzclustern sollen international konkurrenzfähige Forschungs- und Ausbildungseinrichtungen etabliert und dabei wissenschaftlich gebotene Vernetzung und Kooperation ermöglicht werden. Sie sollen das Profil der Hochschule schärfen und für den wissenschaftlichen Nachwuchs exzellente Förder- und Karrierebedingungen schaffen.

"Der Faktor Mensch in der Technologie" weist als Titel der beantragten Graduiertenschule darauf hin, dass komplexe Technologien wie auch konkrete technische Produkte immer von Menschen und für Menschen hergestellt werden. "Der menschliche Faktor, der damit in die Herstellung und Verwendung von Technik einfließt, sollte auch in der Technikentwicklung eine stärkere Berücksichtigung erfahren. Die Universität möchte die Graduiertenschule nutzen, um die überragende Bedeutung des Themas einer am Menschen orientierten Technik auf überregionaler und internationaler Ebene zu etablieren", sagt Prof. Dr. Dietrich R.T. Zahn, Prorektor für Forschung und Koordinator der Graduiertenschule. "Die TU Chemnitz verfügt bereits über die nötigen Voraussetzungen zur fakultätsübergreifenden Zusammenarbeit in Technik, Naturwissenschaften, Sozial-, Geistes- und Wirtschaftswissenschaften in vorbildlicher Weise", so Zahn weiter. Graduiertenschulen fördern den wissenschaftlichen Nachwuchs, indem sie innerhalb eines breiten Wissenschaftsgebietes und durch internationale Sichtbarkeit optimale Promotionsbedingungen bieten.

Die Exzellenzinitiative wird gemeinsam von der Deutschen Forschungsgemeinschaft und dem Wissenschaftsrat durchgeführt. Für die Jahre 2012 bis 2017 stehen bundesweit insgesamt 2,7 Milliarden Euro zur Verfügung. Der Aufruf zur Antragsstellung soll im März 2011 erfolgen und die Förderentscheidungen im Juni 2012 getroffen werden.

Weitere Informationen erteilt Dr. Rainer Kittig, Referent im Büro des Rektors (Schwerpunkt Forschung), Telefon 0371 531-31706, E-Mail rainer.kittig@verwaltung.tu-chemnitz.de.

Katharina Thehos | Technische Universität Chemnitz
Weitere Informationen:
http://www.tu-chemnitz.de/

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