Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

DuPont™ Entira™ EP Verträglichkeitsvermittler für hochwertige Rezyklate aus gemischten Kunststoffen

12.11.2013
Die neue Reihe der Entira™ EP Verträglichkeitsvermittler von DuPont ermöglicht ein effizientes Recycling von Gemischen aus schwierig zu trennenden, an sich unverträglichen Kunststoffen.

Die ersten jetzt im Markt verfügbaren Typen sind Ethylen-Copolymere, die für Mischungen aus Polypropylen (PP) und Polyethylen (PE) optimiert sind. Gegenwärtig entwickelt DuPont weitere Formulierungen für andere gemischte Stoffströme, wie PE mit Polyamid (PA) oder Ethyl-Vinyl-Alkohol (EVOH).


Bild: DuPont

Eine neue Reihe von DuPont™ Entira™ EP Verträglichkeitsvermittlern ist speziell auf das wertschöpfende Recycling gemischter, schwierig zu trennender Kunststoffabfallströme abgestimmt. Die ersten jetzt im Markt verfügbaren Typen sind für die Verarbeitung von PP-PE-Mischungen optimiert. Sie ermöglichen die Herstellung leicht verarbeitbarer Regranulate mit deutlich verbesserten Tieftemperatur-Schlagzähigkeiten. Besondere Eigenschaftsanforderungen lassen sich durch die Wahl spezieller Formulierungen, einzeln oder in Kombination, erreichen.

Diese beiden Thermoplaste dienen typischerweise als Sperrschichten in auf Polyolefinen basierenden Verpackungsfolien, Flaschen oder Kanistern. Entsprechende Mischungen sind deshalb weltweit in großen Mengen verfügbar. Ein weiteres Entwicklungsthema sind PE-PET-Mischungen, die in der Getränkeindustrie anfallen. Alle diese Entwicklungen sind darauf ausgerichtet, die Effizienz des Kunststoffrecyclings zu erhöhen.

Das gemischte Mahlgut wird zusammen mit Entira™ EP im gut dispergierenden Zweischneckenextruder oder in einem Einschneckenextruder mit hoher Mischeffizienz recompoundiert. Dabei entsteht ein Regranulat in Pelletform, das selbst bei hohen Kontaminationsgraden sehr gute Anwendungs- und Verarbeitungseigenschaften bietet. Auch die Wirtschaftlichkeit des Recompoundierens steigt bei Einsatz von Entira™ EP, weil Filterwechsel deutlich seltener erforderlich sind.

Abhängig von der Rezeptur des Verträglichkeitsvermittlers können die Regranulate Tieftemperatur-Schlagzähigkeiten erreichen, die nahezu genauso hoch sind wie die des überwiegend im Gemisch vorhandenen Kunststoffs. Auf Grund ihrer sehr guten Verarbeitungseigenschaften eignen sie sich sehr gut zum Spritzgießen, Extrudieren oder Blasformen. Die Regranulate kommen dabei meist als Blendpartner für Neuware, als von Neuware umhüllte Kernschicht oder – unter bestimmten Bedingungen – auch direkt zum Einsatz.

Dazu Michel Decodts, Market Segment Leader bei DuPont: „Mit zunehmender In-house-Verwertung der bei den Verarbeitern anfallenden Kunststoffabfälle sinkt das Angebot an sortenreinem und damit leicht verwertbarem Material für die Recyclingbranche. Zugleich steigt aber das Aufkommen an inkompatiblen Kunststoffgemischen, die kostenaufwändig sortiert werden müssen und so das Erreichen einer vorgegebenen Recyclingquote erschweren. Mit Entira™ EP Verträglichkeitsvermittlern bieten sich Herstellern von Regranulaten jetzt neue, kosteneffiziente Möglichkeiten, denn sie erweitern deutlich das Angebot an direkt verwendbaren Rohstoffen für hochwertige Anwendungen.“

Zu den typischen Quellen von gemischten PP-PE-Strömen gehören Verpackungsanwendungen wie Schraubkappen aus PP mit Dichteinsätzen aus geschäumtem PE. Die beim Mischen und gemeinsamen Verarbeiten solcher inkompatiblen Kunststoffe resultierenden Produkte bestehen aus Einlagerungen einer diskontinuierlichen Phase und einer diese Einlagerungen umgebenen Matrix, der kontinuierlichen Phase. Ohne Einsatz eines Verträglichkeitsvermittlers ist die Haftung zwischen der Matrix und den Einlagerungen sehr niedrig. Risse können sich leicht entlang der Phasengrenzflächen ausbreiten, und entsprechend schlecht sind die mechanischen Eigenschaften.

Die neuen PE-PP-spezifischen Entira™ EP Formulierungen sind Ethylen-Copolymere, die als Verträglichkeitsvermittler eine gute Kompatibilität und damit Haftung zu mindestens einem oder beiden Kunststoffen des Gemischs zeigen. Dadurch wirken bereits geringe Mengen von ca. 4 % als hoch effizienter „Klebstoff“, der für eine belastbare Verbindung zwischen der Matrix und den Einlagerungen sorgt. Optimale Eigenschaften werden durch den Einsatz spezieller Formulierungen mit erhöhter Kompatibilität zu PE und zugleich auch zu PP erreicht.

Phasengrenzflächen werden mit Hilfe dieser Entira(TM) EP Formulierungen überbrückt, einwirkende Kräfte werden auf beide Phasen verteilt. Dadurch steigen die Zugfestigkeiten, die Reißdehnungen und insbesondere die Schlagzähigkeiten der Regranulate auf Werte, die auch hohe Ansprüche erfüllen können.

Loic Rolland, Technical Development Leader bei DuPont Packaging & Industrial Polymers, ergänzt: „Entira™ EP Verträglichkeitsvermittler eröffnen neue Möglichkeiten für eine wertschöpfende Wiederverwendung gebrauchter Kunststoffe. So leisten sie einen Beitrag zur Verringerung der Ablagerung auf Deponien oder zur Reduktion der Verbrennungsquote.

Selbst bei stark verunreinigtem Ausgangsmaterial ermöglicht Entira™ EP die Herstellung von Regranulaten mit sehr guter Verarbeitbarkeit und sehr guten mechanischen Eigenschaften. Unsere Versuche zeigen, dass diese dabei auf einem Niveau liegen, das sonst nur bei sehr niedrigen, mit aufwändigen Verfahren erreichbaren Kontaminationsgraden möglich wäre. Damit eignen sich so hergestellte Regranulate zum Beispiel auch für anspruchsvolle, dünnwandige Formteile.“

DuPont Packaging & Industrial Polymers produziert ein breites Portfolio an Haftvermittlern, Barrierekunststoffen, Peel- und Siegelmedien sowie Verträglichkeitsvermittlern und verfügt über ein weltweit vernetztes Entwicklungsteam, um gemeinsam mit Kunden an Verpackungsprojekten zu arbeiten, die helfen, das Produkt und die Umwelt zu schützen, die Attraktivität im Verkaufsregal sowie die Verbraucherfreundlichkeit zu steigern und die Kosten für Verpackungen von Lebensmitteln, Kosmetik- und Pharmaprodukten sowie weiterer Konsumwaren und Industrieprodukte zu senken.

Seit 1802 bietet DuPont den globalen Märkten Wissenschaft und Entwicklungen auf Weltklasseniveau in Form von Produkten, Materialien und Dienstleistungen. Das Unternehmen ist überzeugt, dass durch eine enge Zusammenarbeit mit Kunden, Regierungen, Nicht-Regierungsorganisationen und Meinungsführern gemeinsam Lösungen für die globalen Herausforderungen gefunden werden können. Dazu zählen die Bereitstellung von gesunden Nahrungsmitteln für alle Menschen auf der Welt, die Verringerung der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen sowie der Schutz von Leben und Umwelt. Weitere Informationen zu DuPont und Inclusive Innovation unter www.dupont.com.

X X X

Das DuPont Oval, DuPont™, The miracles of science™ und Surlynâ sind markenrechtlich geschützt für E.I. du Pont de Nemours and Company oder eine ihrer Konzerngesellschaften.

PIP-K-2013-02

Contact:

DuPont
Birgit Radlinger
Birgit.Radlinger@dupont.com

Birgit Radlinger | DuPont
Weitere Informationen:
http://www.dupont.com

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Materialwissenschaften:

nachricht Kunststoffstrang statt gefräster Facette: neue Methode zur Verbindung von Brillenglas und -fassung
28.04.2017 | Technische Hochschule Köln

nachricht Beton - gebaut für die Ewigkeit? Ressourceneinsparung mit Reyclingbeton
19.04.2017 | Hochschule Konstanz

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Materialwissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: TU Chemnitz präsentiert weltweit einzigartige Pilotanlage für nachhaltigen Leichtbau

Wickelprinzip umgekehrt: Orbitalwickeltechnologie soll neue Maßstäbe in der großserientauglichen Fertigung komplexer Strukturbauteile setzen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundesexzellenzclusters „Technologiefusion für multifunktionale Leichtbaustrukturen" (MERGE) und des Instituts für...

Im Focus: Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

58 europäische Industrie- und Forschungspartner aus 11 Ländern forschten unter der Leitung des VIRTUAL VEHICLE drei Jahre lang, um Europas führende Position im Bereich Embedded Systems und dem Internet of Things zu stärken. Die Ergebnisse von DEWI (Dependable Embedded Wireless Infrastructure) wurden heute in Graz präsentiert. Zu sehen war eine Fülle verschiedenster Anwendungen drahtloser Sensornetzwerke und drahtloser Kommunikation – von einer Forschungsrakete über Demonstratoren zur Gebäude-, Fahrzeug- oder Eisenbahntechnik bis hin zu einem voll vernetzten LKW.

Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction geklungen hätte, ist in seinem Ansatz bereits Wirklichkeit und wird in Zukunft selbstverständlicher Teil...

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationaler Tag der Immunologie - 29. April 2017

28.04.2017 | Veranstaltungen

Kampf gegen multiresistente Tuberkulose – InfectoGnostics trifft MYCO-NET²-Partner in Peru

28.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Traumata, Sprachbarrieren, Infektionen und Bürokratie – Herausforderungen

27.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Über zwei Millionen für bessere Bordnetze

28.04.2017 | Förderungen Preise

Symbiose-Bakterien: Vom blinden Passagier zum Leibwächter des Wollkäfers

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wie Pflanzen ihre Zucker leitenden Gewebe bilden

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie