Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Dunkler Energie auf der Spur: Spezialglas von SCHOTT beobachtet die Ausdehnung des Universums

12.06.2015

Spektrografen im Hobby–Eberly Telescope Dark Energy Experiment bestehen aus BOROFLOAT® Spezialglas

Spezialglas spielt eine Schlüsselrolle, will man weitreichende Antworten über die Rätsel des Weltalls finden. In HEDTEX, dem Hobby–Eberly Telescope Dark Energy Experiment im Austin McDonald Observatorium (University of Texas at Austin, USA), blicken 156 hochmoderne Spektrografen in die weit zurückliegende Vergangenheit des Universums, um die dreidimensionale Position von einer Million Galaxien zu berechnen.


Prototypen des bei HEDTEX eingesetzten Spektrografen: Hier kommen optische Spiegel aus BOROFLOAT® Spezialglas von SCHOTT zum Einsatz. Quelle: Courtesy of Martin Harris/McDonald.


Nachverarbeitung von SCHOTT BOROFLOAT® Spezialglas zu optischen Spiegeln. Foto: SCHOTT.

Diese Spektrografen nutzen optische Spiegel aus BOROFLOAT®, dem gefloateten Borosilicatglas dem Spezialglasexperten SCHOTT. Sie fangen das gesamte Lichtspektrum ein, bestimmen, wie weit die Galaxien zu unterschiedlichen Zeiten im frühen Universum voneinander entfernt waren und enthüllen ihre Zusammensetzung. Mithilfe dieser Messungen können die Wissenschaftler auf die Expansionsrate des Universums schließen und die Physik der Dunklen Energie besser verstehen.

Dabei sind die außergewöhnlich hohe Transparenz des BOROFLOAT® Spezialglases, seine hervorragende visuelle Qualität, optische Reinheit und hervorragende thermische Beständigkeit wesentliche Leistungsmerkmale, auf die es beim Blick ins Weltall ankommt. Gerade die geringe thermische Ausdehnung dieses High-Tech-Glases ist z.B. beim HETDEX-Projekt entscheidend, weil Temperaturen und Wetter am Hobby-Eberly-Teleskop auf über 2200 Höhenmetern aufgrund der Jahreszeiten sehr unterschiedlich sein können: im Winter fällt Schnee, im Sommer brennt die texanische Sonne auf das Instrument. Normalerweise würden derartige Temperaturschwankungen deutliche Materialausdehnung und -kontraktion bewirken: aber BOROFLOAT® hält den Umwelteinflüssen aufgrund seines besonders geringen Ausdehnungskoeffizienten Stand. Das wiederum trägt dazu bei, dass die hohe Auflösung der Spektrografen und die Messungsergebnisse der Forscher immer gleich bleiben.

Zudem weist das Spezialglas aufgrund des höheren Anteils an Boroxid, das beim Mischungsprozess zugegeben wird und die Bindungen innerhalb des Glasnetzwerks stärkt, eine hohe chemische Beständigkeit und hervorragende mechanische Belastbarkeit auf. Die Beimischung von Boroxid verleiht BOROFLOAT® Spezialglas zudem eine geringe Lichtbrechung, die zusammen mit der ausgezeichneten Transmission des Materials eine Schlüsselanforderung für exakte Messergebnisse der Spektrografen ist.

Die Durchlässigkeit für Licht wird in Glas wesentlich durch das Maß an Verunreinigungen durch Eisenoxid beeinflusst. BOROFLOAT® besteht aus besonders reinen Rohmaterialien mit einer für Floatgläser extrem niedrigen Eisen-Verunreinigung und erzielt somit seine sehr hohen Transmissionswerte. BOROFLOAT® ist sogar das Floatglas mit dem geringsten Eisenverunreinigungsgehalt auf dem Markt.

“Im HETDEX-Projekt liegt der Schlüssel für die Enträtselung der Geheimnisse des Kosmos. Spezialglas trägt wesentlich dazu bei, dass Forscher einen Blick in die frühesten Jahrtausende werfen können, um die Kräfte, die das Universum auch heute noch formen, besser zu verstehen”, so Dan Bukaty Jr., President von Precision Glass and Optics Inc., USA, der Firma, die BOROFLOAT® Glas zu optischen Spiegeln verarbeitet.

Weitere Informationen unter: https://www.youtube.com/watch?v=BnM-x6-gneg

BOROFLOAT® ist eine eingetragene Marke der SCHOTT AG.


Pressekontakt

SCHOTT AG
Dr. Haike Frank
Public Relations Manager
Phone: +49 (0)6131 - 66 4088
haike.frank@schott.com
www.schott.com


ÜBER SCHOTT

SCHOTT ist ein international führender Technologiekonzern auf den Gebieten Spezialglas und Glaskeramik. Mit der Erfahrung von über 130 Jahren herausragender Entwicklungs-, Material- und Technologiekompetenz bietet das Unternehmen ein breites Portfolio hochwertiger Produkte und intelligenter Lösungen an. Damit ist SCHOTT ein innovativer Partner für viele Branchen, zum Beispiel die Hausgeräteindustrie, Pharmazie, Elektronik, Optik, Automotive und Aviation. SCHOTT hat das Ziel, mit seinen Produkten zu einem wichtigen Bestandteil im Leben jedes Menschen zu werden. Das Unternehmen setzt auf Innovationen und nachhaltigen Erfolg. Mit Produktions- und Vertriebsstandorten in 35 Ländern ist der Konzern weltweit präsent. Rund 15.400 Mitarbeiter erwirtschafteten im Geschäftsjahr 2013/2014 einen Umsatz von 1,87 Milliarden Euro. Die Muttergesellschaft SCHOTT AG hat ihren Hauptsitz in Mainz und ist zu 100 Prozent im Besitz der Carl-Zeiss-Stiftung. Als Stiftungsunternehmen nimmt SCHOTT eine besondere Verantwortung für Mitarbeiter, Gesellschaft und Umwelt wahr.

Pressekontakt
SCHOTT AG - Hattenbergstrasse 10 - 55122 Mainz - Deutschland
Phone: +49 (0)6131/66-2411 - www.schott.com

Dr. Haike Frank | SCHOTT AG

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Materialwissenschaften:

nachricht Quantenanomalien: Das Universum in einem Kristall
21.07.2017 | Max-Planck-Institut für Chemische Physik fester Stoffe

nachricht Projekt »ADIR«: Laser bergen wertvolle Werkstoffe
21.07.2017 | Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Materialwissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Navigationssystem der Hirnzellen entschlüsselt

Das menschliche Gehirn besteht aus etwa hundert Milliarden Nervenzellen. Informationen zwischen ihnen werden über ein komplexes Netzwerk aus Nervenfasern übermittelt. Verdrahtet werden die meisten dieser Verbindungen vor der Geburt nach einem genetischen Bauplan, also ohne dass äußere Einflüsse eine Rolle spielen. Mehr darüber, wie das Navigationssystem funktioniert, das die Axone beim Wachstum leitet, haben jetzt Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) herausgefunden. Das berichten sie im Fachmagazin eLife.

Die Gesamtlänge des Nervenfasernetzes im Gehirn beträgt etwa 500.000 Kilometer, mehr als die Entfernung zwischen Erde und Mond. Damit es beim Verdrahten der...

Im Focus: Kohlenstoff-Nanoröhrchen verwandeln Strom in leuchtende Quasiteilchen

Starke Licht-Materie-Kopplung in diesen halbleitenden Röhrchen könnte zu elektrisch gepumpten Lasern führen

Auch durch Anregung mit Strom ist die Erzeugung von leuchtenden Quasiteilchen aus Licht und Materie in halbleitenden Kohlenstoff-Nanoröhrchen möglich....

Im Focus: Carbon Nanotubes Turn Electrical Current into Light-emitting Quasi-particles

Strong light-matter coupling in these semiconducting tubes may hold the key to electrically pumped lasers

Light-matter quasi-particles can be generated electrically in semiconducting carbon nanotubes. Material scientists and physicists from Heidelberg University...

Im Focus: Breitbandlichtquellen mit flüssigem Kern

Jenaer Forschern ist es gelungen breitbandiges Laserlicht im mittleren Infrarotbereich mit Hilfe von flüssigkeitsgefüllten optischen Fasern zu erzeugen. Mit den Fasern lieferten sie zudem experimentelle Beweise für eine neue Dynamik von Solitonen – zeitlich und spektral stabile Lichtwellen – die aufgrund der besonderen Eigenschaften des Flüssigkerns entsteht. Die Ergebnisse der Arbeiten publizierte das Jenaer Wissenschaftler-Team vom Leibniz-Instituts für Photonische Technologien (Leibniz-IPHT), dem Fraunhofer-Insitut für Angewandte Optik und Feinmechanik, der Friedrich-Schiller-Universität Jena und des Helmholtz-Insituts im renommierten Fachblatt Nature Communications.

Aus einem ultraschnellen intensiven Laserpuls, den sie in die Faser einkoppeln, erzeugen die Wissenschaftler ein, für das menschliche Auge nicht sichtbares,...

Im Focus: Flexible proximity sensor creates smart surfaces

Fraunhofer IPA has developed a proximity sensor made from silicone and carbon nanotubes (CNT) which detects objects and determines their position. The materials and printing process used mean that the sensor is extremely flexible, economical and can be used for large surfaces. Industry and research partners can use and further develop this innovation straight away.

At first glance, the proximity sensor appears to be nothing special: a thin, elastic layer of silicone onto which black square surfaces are printed, but these...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

10. Uelzener Forum: Demografischer Wandel und Digitalisierung

26.07.2017 | Veranstaltungen

Clash of Realities 2017: Anmeldung jetzt möglich. Internationale Konferenz an der TH Köln

26.07.2017 | Veranstaltungen

2. Spitzentreffen »Industrie 4.0 live«

25.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Robuste Computer für's Auto

26.07.2017 | Seminare Workshops

Läuft wie am Schnürchen!

26.07.2017 | Seminare Workshops

Leicht ist manchmal ganz schön schwer!

26.07.2017 | Seminare Workshops