Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

DFG fördert Clausthaler Materialforschung mit zwei Millionen Euro

25.09.2009
Die Technische Universität Clausthal etabliert sich weiter als Wissenschaftsstandort für Materialtechnik. Mit rund zwei Millionen Euro unterstützt die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) ein Projekt, an dem unter Clausthaler Führung auch die TU Chemnitz sowie die Ruhr-Universität Bochum beteiligt sind.

Das Ziel des auf drei Jahre angelegten Forschungsvorhabens ist es, bei Maschinen und Anlagen, die durch verschiedene Verschleißformen (adhäsiver sowie insbesondere abrasiver und erosiver Art) beansprucht werden, die Standzeiten zu erhöhen.

Dazu sollen in dem Verbundprojekt durch gezieltes Anpassen des mikrostrukturellen Aufbaus der Werkstoffe an die Verschleißmechanismen die Beständigkeiten gesteigert werden. Die Untersuchungen werden an galvanischen sowie schweißtechnisch und durch heißisostatisches Pressen aufgebrachten Schichten durchgeführt.

Dadurch wird der gesamte Bereich von sehr dünnen bis sehr dicken Schutzschichten abgedeckt. Mit den Ergebnissen des Projektes könnte beispielsweise die Lebensdauer von Maschinen erhöht werden, etwa von Baggern, Mühlen, Bau- und Agrarmaschinen, Motoren, Apparaten in der Lebensmittel- und Chemieindustrie bis hin zu Komponenten für die Luft- und Raumfahrttechnik. Neben verringerten Kosten beim Betrieb dieser Anlagen führt dies auch dazu, dass seltene und damit teure metallische Rohstoffe umweltschonender genutzt werden.

Insgesamt umfasst der Forschungsansatz "Herstellung, Eigenschaftsanalyse und Verschleißverhalten von technischen Oberflächen und mikrostrukturierten metallischen Werkstoffen und Beschichtungen" sechs Teilprojekte. Eins ist an der Uni Bochum angesiedelt, zwei werden an der TU Chemnitz und drei in Clausthal bearbeitet. Beteiligte Partner im Oberharz sind Professor Volker Wesling vom federführenden Institut für Schweißtechnik und Trennende Fertigungsverfahren sowie Professor Lothar Wagner vom Institut für Werkstoffkunde und Werkstofftechnik.

"Das Gesamtprojekt", sagt Professor Wesling, "könnte später einmal in einen Sonderforschungsbereich übergehen." Darüber hinaus stehen die Forschungsarbeiten in direktem Bezug zum Clausthaler Zentrum für Materialtechnik (CZM). Für rund neun Millionen Euro wird in den kommenden Jahren das ehemalige Gebäude für Erdölforschung zum CZM umgebaut, dazu entsteht eine neue Werkshalle. Neben Clausthalern forschen im Clausthaler Zentrum für Materialtechnik auch Wissenschaftler der TU Braunschweig und der Leibniz Universität Hannover. Insofern steckt im CZM auch der Gedanke der Niedersächsischen Technischen Hochschule.

Christian Ernst | idw
Weitere Informationen:
http://www.tu-clausthal.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Materialwissenschaften:

nachricht Beton - gebaut für die Ewigkeit? Ressourceneinsparung mit Reyclingbeton
19.04.2017 | Hochschule Konstanz

nachricht Gelatine statt Unterarm
19.04.2017 | Empa - Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Materialwissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Im Focus: Leichtbau serientauglich machen

Immer mehr Autobauer setzen auf Karosserieteile aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Dennoch müssen Fertigungs- und Reparaturkosten weiter gesenkt werden, um CFK kostengünstig nutzbar zu machen. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat daher zusammen mit der Volkswagen AG und fünf weiteren Partnern im Projekt HolQueSt 3D Laserprozesse zum automatisierten Besäumen, Bohren und Reparieren von dreidimensionalen Bauteilen entwickelt.

Automatisiert ablaufende Bearbeitungsprozesse sind die Grundlage, um CFK-Bauteile endgültig in die Serienproduktion zu bringen. Ausgerichtet an einem...

Im Focus: Making lightweight construction suitable for series production

More and more automobile companies are focusing on body parts made of carbon fiber reinforced plastics (CFRP). However, manufacturing and repair costs must be further reduced in order to make CFRP more economical in use. Together with the Volkswagen AG and five other partners in the project HolQueSt 3D, the Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) has developed laser processes for the automatic trimming, drilling and repair of three-dimensional components.

Automated manufacturing processes are the basis for ultimately establishing the series production of CFRP components. In the project HolQueSt 3D, the LZH has...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Ballungsräume Europas

26.04.2017 | Veranstaltungen

200 Weltneuheiten beim Innovationstag Mittelstand in Berlin

26.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Wie digitale Technik die Patientenversorgung verändert

26.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Akute Myeloische Leukämie: Ulmer erforschen bisher unbekannten Mechanismus der Blutkrebsentstehung

26.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Naturkatastrophen kosten Winzer jährlich Milliarden

26.04.2017 | Interdisziplinäre Forschung

Zusammenhang zwischen Immunsystem, Hirnstruktur und Gedächtnis entdeckt

26.04.2017 | Biowissenschaften Chemie