Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Biokunststoffe werden vielfältiger

20.09.2012
BMELV setzt Forschungsverbund zur Entwicklung neuer Biopolymere fort

Nach positiver Zwischenbilanz hat das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) die Förderung des Forschungsverbunds „Biopolymere“ verlängert.

Damit können die drei wissenschaftlichen Institute und die 17 Industriepartner ihre Arbeiten zur Entwicklung neuer Biokunststoffe und Biowerkstoffe bis Mai 2014 fortsetzen und Verfahrensprozesse zur Herstellung von biobasierten Materialien entwerfen. Insgesamt fördert das BMELV den Forschungsverbund mit 4,7 Mio. €.

Bisher werden Biopolymere und biobasierte naturfaserverstärkte Kunststoffe nur in vergleichsweise kleinen Mengen eingesetzt: Erst rund 1 % der Kunststoffe bestehen aus nachwachsenden Rohstoffen. Das Potenzial von Biokunststoffen istliegt aber viel größerhöher; aus technischer Sicht können sie nahezu alle klassischen, auf fossilen Rohstoffen basierenden Kunststoffe ersetzen.
Für diesen Wandel muss allerdings noch an vielen Stellschrauben des Systems gedreht werden. Hierzu gehört u.a.Eine solche ist die Entwicklung von neuen Biopolymeren, die auf Grund ihrer speziellen Funktionalitäten einen adäquaten Ersatz für die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten heutiger Kunststoffe darstellen.

An dieser Stelle setzt der Forschungsverbund „Biopolymere – Biokunststoffe zur stofflichen Verwertung von Biomasse“ an. Er will neuartige Biokunststoffe und Biowerkstoffe sowohl aus natürlichen Biopolymeren wie Stärke, Cellulose und Lignin als auch aus synthetischen Biopolymeren, die fermentativ oder chemisch aus nachwachsenden Ressourcen gewonnen werden, herstellen.

Dabei werden sowohl duroplastische als auch thermoplastische Biokunststoffe und Biokomposite entwickelt. Bei der Wertschöpfung zielt der Verbund auch darauf ab, Rest- und Nebenströme der Agrar- und Zellstoffproduktion verstärkt zu nutzen.

Das Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung als Koordinator kooperiert im Forschungsverbund mit zwei weiteren namhaften Forschungseinrichtungen und insgesamt 17 Industriepartnern. Von 2009 bis Anfang 2012 sind die Verbundpartner erfolgreich in die Bearbeitung dieses weitreichenden Ansatzes eingestiegen. Jetzt hat das BMELV nach positiver Evaluierung grünes Licht für die Fortsetzung der Förderung von Juni 2012 bis Mai 2014 gegeben.

Die Partner des Verbunds „Biopolymere“:
Wissenschaft: Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung, Institut für Werkstofftechnik der Universität Kassel, Institut für Polymerwerkstoffe und Kunststofftechnik der Universität Clausthal

Industrie: Albis Plastic GmbH, Alfred Pracht Lichttechnik GmbH, B. Braun Melsungen AG, BIOTEC GmbH & Co. KG, Celanese Emulsions GmbH, Clariant Masterbatches Deutschland GmbH, Cordenka GmbH & Co. KG, Denk Kunststofftechnik GmbH, Druck- und Spritzgusswerk Hettich GmbH & Co. KG, Engel Austria GmbH, Innovationszentrum Kunststoff- und Recyclingtechnik e.V., Raschig GmbH, Stiebel Eltron GmbH & Co. KG, Technoform Kunststoffprofile GmbH, TECNARO GmbH, Zeppelin Reimelt GmbH, ZPR Rosenthal

Die Projekte werden unter den Förderkennzeichen 22028607, 22025808, 22025908, 22026008, 22026108, 22026208, 22026408, 22026508, 22026608, 22026708, 22026808, 22027008, 22027108, 22034811, 22034911, 22035011 (http://www.nachwachsenderohstoffe.de/projekte-foerderung/projekte/suche/) geführt.

Dr. Torsten Gabriel | idw
Weitere Informationen:
http://www.fnr.de/
http://www.nachwachsenderohstoffe.de/projekte-foerderung/projekte/suche

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Materialwissenschaften:

nachricht Forscherin entwickelt elektronische Textilstruktur für Medizinprodukte
17.02.2017 | Hochschule Niederrhein - University of Applied Sciences

nachricht Untergrund beeinflusst Halbleiter-Monolagen
16.02.2017 | Philipps-Universität Marburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Materialwissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie