Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Die Beschichtungs-Spezialisten von TiXX Coatings: Produktveredelung aus Rheinbreitbach

28.11.2011
In Rheinbreitbach hat sich ein Team aus erfahrenen Physikern und Ingenieuren zusammengeschlossen und sich in kurzer Zeit zu einem der führenden Beschichtungs-Spezialisten entwickelt.

Seit Anfang 2011 ist das noch junge Unternehmen TiXX Coatings Mieter im Technologiezentrum für Oberflächentechnik (TZO) und veredelt Produkte für Kunden aus aller Welt. TiXX hat sich auf Parylene-Beschichtungen und die Anwendung des Verfahrens für Massenprodukte spezialisiert. Durch die Realisierung hoher Stückzahlen lässt sich annähernd das Preisniveau herkömmlicher Schutzschichten erreichen.

Parylene ist ein optisch transparentes Polymer. Für alle Varianten dieser Beschichtungstechnologie wird ein gasförmiges Monomer in einer Vakuumkammer auf die zu beschichtenden Werkstücke aufgebracht. Das Monomer kondensiert und polymerisiert auf der Oberfläche und bildet eine konforme transparente Schicht, die sich exakt der Oberflächentopologie anpasst. In einem einzigen Prozess können Schichtdicken zwischen 0,1 und 50 Mikrometer realisiert werden. Zum Vergleich: Die Breite eines menschlichen Haares beträgt durchschnittlich 60 Mikrometer.

Durch Parylene werden elektronische Geräte vor Umwelteinflüssen geschützt und Bauteile in Anlagen vor frühzeitigen Ausfällen durch Eindringen von Wasser oder Verunreinigungen bewahrt. Dies reduziert Ausfälle sowie teure Reklamationen und steigert die Zuverlässigkeit der verwendeten Komponenten. Insbesondere vor dem Hintergrund der Miniaturisierung immer komplexerer Elektronikteile sind leistungsfähige Schutzschichten gefragt. "Komplizierte Oberflächen mit scharfen Ecken, Kanten und Furchen, die mit einem Tauchverfahren nicht optimal beschichtbar sind, lassen sich mit Parylene gleichmäßig und porenfrei beschichten", so TiXX-Geschäftsführer Dr. Udo Grabowy. Er nennt weitere Vorteile: "Parylene bietet eine höhere Diffusionsdichte als Lacke oder Harze und nimmt extrem wenig Wasser auf. Zudem ist es ein exzellenter elektrischer Isolator und besitzt mit Abstand die höchste Durchschlagsfestigkeit in dieser Materialklasse."

Überall wo empfindliche und sicherheitsrelevante Komponenten Temperarturwechseln oder Feuchtigkeiten ausgesetzt sind, kommt seit Jahrzehnten Parylene zum Einsatz. Etwa in der Elektro- und Halbleitertechnik, in der Automobil- und Metallindustrie oder der Luft- und Raumfahrt. "Dabei sind wir in der Lage, alle Materialien zu beschichten - seien es Metalle, Papier, Kunststoffe, Keramiken, Elastomere, elektronische Platinen, Seltene-Erden-Magnete, Drähte, Ferrite oder Silikone", erläutert Grabowy. Neben dem industriellen Sektor gewinnen Parylene-Beschichtungen in der Medizin eine immer größere Bedeutung, da sie biokompatibel sind und dazu sehr gute Gleiteigenschafen aufweisen. Typische Anwendungen in diesem Bereich sind beispielsweise medizinische Schläuche oder Führungsdrähte bei Kathetern.

Innovationscluster Metall-Keramik-Kunststoff

Der Innovationscluster Metall-Keramik-Kunststoff ist ein wichtiges Projekt der rheinland-pfälzischen Wirtschaftspolitik in Zusammenarbeit mit den Wirtschaftsförderungsgesellschaften der Landkreise Altenkirchen, Neuwied und Westerwald. Die Branchen Metall, Keramik, Kunststoff und die Oberflächentechnik sind Schwerpunktbranchen im nördlichen Rheinland-Pfalz. Innerhalb dieses Wirtschaftszweiges befinden sich hier über 250 Unternehmen mit mehr als 25.000 Arbeitsplätzen. Ziel der Clusterinitiative ist die Vernetzung der Innovationspotenziale und die Bündelung der Kompetenzen aus Universitäten, Fachhochschulen, ortsansässigen Forschungseinrichtungen sowie den Unternehmen der Region, um innovative Produkte und Prozesse bis zur Marktreife zu entwickeln und somit zukunftsfähige Arbeitsplätze zu erhalten und zu generieren.

Diese Veröffentlichung wurde von der Europäischen Union aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung und vom Land Rheinland-Pfalz kofinanziert.

Weitere Informationen unter
www.metall-keramik-kunststoff.de
Pressekontakt
Markus Schardt . Duchstein & Partner . Tel: (06131) 90622-55 . E-Mail: presse@duchstein-partner.de . www.duchstein-partner.de
Quelle
Mittelstandsförderung im Landkreis Neuwied GmbH . Marktstraße 80 . 56564 Neuwied
Duchstein & Partner
Kommunikationsagentur für
Öffentlichkeitsarbeit,Text und Veranstaltungen
Fon: +49 6131 90622 0
Fax: +49 6131 90622 22
http://www.duchstein-partner.de

Markus Schardt | Duchstein & Partner
Weitere Informationen:
http://www.metall-keramik-kunststoff.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Materialwissenschaften:

nachricht Fraunhofer IFAM erweitert den Forschungsbereich »Beschichtungen für Bewuchs- und Korrosionsschutz«
11.01.2017 | Fraunhofer IFAM

nachricht Schrauben mit Köpfchen
10.01.2017 | Technische Universität Chemnitz

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Materialwissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Erforschung von Elementarteilchen in Materialien

Laseranregung von Semimetallen ermöglicht die Erzeugung neuartiger Quasiteilchen in Festkörpersystemen sowie ultraschnelle Schaltung zwischen verschiedenen Zuständen.

Die Untersuchung der Eigenschaften fundamentaler Teilchen in Festkörpersystemen ist ein vielversprechender Ansatz für die Quantenfeldtheorie. Quasiteilchen...

Im Focus: Studying fundamental particles in materials

Laser-driving of semimetals allows creating novel quasiparticle states within condensed matter systems and switching between different states on ultrafast time scales

Studying properties of fundamental particles in condensed matter systems is a promising approach to quantum field theory. Quasiparticles offer the opportunity...

Im Focus: Mit solaren Gebäudehüllen Architektur gestalten

Solarthermie ist in der breiten Öffentlichkeit derzeit durch dunkelblaue, rechteckige Kollektoren auf Hausdächern besetzt. Für ästhetisch hochwertige Architektur werden Technologien benötigt, die dem Architekten mehr Gestaltungsspielraum für Niedrigst- und Plusenergiegebäude geben. Im Projekt »ArKol« entwickeln Forscher des Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern aktuell zwei Fassadenkollektoren für solare Wärmeerzeugung, die ein hohes Maß an Designflexibilität erlauben: einen Streifenkollektor für opake sowie eine solarthermische Jalousie für transparente Fassadenanteile. Der aktuelle Stand der beiden Entwicklungen wird auf der BAU 2017 vorgestellt.

Im Projekt »ArKol – Entwicklung von architektonisch hoch integrierten Fassadekollektoren mit Heat Pipes« entwickelt das Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern...

Im Focus: Designing Architecture with Solar Building Envelopes

Among the general public, solar thermal energy is currently associated with dark blue, rectangular collectors on building roofs. Technologies are needed for aesthetically high quality architecture which offer the architect more room for manoeuvre when it comes to low- and plus-energy buildings. With the “ArKol” project, researchers at Fraunhofer ISE together with partners are currently developing two façade collectors for solar thermal energy generation, which permit a high degree of design flexibility: a strip collector for opaque façade sections and a solar thermal blind for transparent sections. The current state of the two developments will be presented at the BAU 2017 trade fair.

As part of the “ArKol – development of architecturally highly integrated façade collectors with heat pipes” project, Fraunhofer ISE together with its partners...

Im Focus: Mit Bindfaden und Schere - die Chromosomenverteilung in der Meiose

Was einmal fest verbunden war sollte nicht getrennt werden? Nicht so in der Meiose, der Zellteilung in der Gameten, Spermien und Eizellen entstehen. Am Anfang der Meiose hält der ringförmige Proteinkomplex Kohäsin die Chromosomenstränge, auf denen die Bauanleitung des Körpers gespeichert ist, zusammen wie ein Bindfaden. Damit am Ende jede Eizelle und jedes Spermium nur einen Chromosomensatz erhält, müssen die Bindfäden aufgeschnitten werden. Forscher vom Max-Planck-Institut für Biochemie zeigen in der Bäckerhefe wie ein auch im Menschen vorkommendes Kinase-Enzym das Aufschneiden der Kohäsinringe kontrolliert und mit dem Austritt aus der Meiose und der Gametenbildung koordiniert.

Warum sehen Kinder eigentlich ihren Eltern ähnlich? Die meisten Zellen unseres Körpers sind diploid, d.h. sie besitzen zwei Kopien von jedem Chromosom – eine...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Über intelligente IT-Systeme und große Datenberge

17.01.2017 | Veranstaltungen

Aquakulturen und Fangquoten – was hilft gegen Überfischung?

16.01.2017 | Veranstaltungen

14. BF21-Jahrestagung „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“

12.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Über intelligente IT-Systeme und große Datenberge

17.01.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Wie das Wissen in der Technik entsteht

17.01.2017 | Förderungen Preise

Weltweit erste Solarstraße in Frankreich eingeweiht

16.01.2017 | Energie und Elektrotechnik