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Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist führend in der Entwicklung von Materialien für die Kernfusion. Auf dem Gelände des Campus Nord hat die Firma Goraieb Versuchstechnik in Zusammenarbeit mit dem KIT nun ein europaweit einmaliges Labor für die Handhabung von Beryllium eingerichtet.
Beryllium wird, oft als Legierung mit anderen Metallen, für viele technische Anwendungen verwendet, beispielsweise in Mobiltelefonen. In zukünftigen Fusionsreaktoren erfüllt Beryllium mehrere Funktionen: Einerseits wird es zur Erzeugung des Brennstoffes Tritium benötigt, auf der anderen Seite wird es für die Verkleidung der so genannten "Ersten Wand" eingesetzt. Als "Erste Wand" bezeichnen Fusionsforscher die Innenseite des Plasmagefäßes, in dem bei Temperaturen von 100 Millionen Grad die eigentliche Kernverschmelzung stattfindet.
Bei der Verarbeitung ist zu beachten, dass reines Beryllium in Staubform sehr toxisch ist. Die Handhabung von Beryllium erfordert deshalb spezielle Schutzmaßnahmen. Bisher wurden wissenschaftliche Experimente mit Beryllium im KIT in Zusammenarbeit mit der auf dem Gelände des Campus Nord ansässigen Firma Goraieb Versuchstechnik durchgeführt, die eine entsprechende Laborausstattung zur Verfügung stellte. Nun soll diese Kooperation auf eine breitere Basis gestellt werden. Die Firma Goraieb Versuchstechnik hat deshalb die "Karlsruhe Beryllium Handling Facility" (KBHF) gegründet, die ebenfalls auf dem Campus Nord ansässig ist und deren Infrastruktur unter anderem dem KIT zur Verfügung steht. Mit dem Weltmarktführer für Beryllium und Berylliumprodukte, der US-amerikanischen Firma Brush Wellman Inc., soll außerdem ein Memorandum of Understanding für eine künftige Zusammenarbeit bei der Entwicklung von Beryllium-Produkten unterschrieben werden. Damit entsteht eine einzigartige Struktur in der Europäischen Forschungslandschaft.
In der Energieforschung ist das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) eine der europaweit führenden Einrichtungen: Das KIT-Zentrum Energie vereint grundlegende und angewandte Forschung zu allen relevanten Energieformen für Industrie, Haushalt, Dienstleistungen und Mobilität. In die ganzheitliche Betrachtung des Energiekreislaufs sind Umwandlungsprozesse und Energieeffizienz mit einbezogen. Das KIT-Zentrum Energie verbindet exzellente technik- und naturwissenschaftliche Kompetenzen mit wirtschafts-, geistes- und sozialwissenschaftlichem sowie rechtswissenschaftlichem Fachwissen. Die Arbeit des KIT-Zentrums Energie gliedert sich in sieben Topics: Energieumwandlung, erneuerbare Energien, Energiespeicherung und Energieverteilung, effiziente Energienutzung, Fusionstechnologie, Kernenergie und Sicherheit sowie Energiesystemanalyse.
Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts und staatliche Einrichtung des Landes Baden-Württemberg. Es nimmt sowohl die Mission einer Universität als auch die Mission eines nationalen Forschungszentrums in der Helmholtz-Gemeinschaft wahr. Das KIT verbindet die Aufgaben Forschung - Lehre - Innovation in einem Wissensdreieck.
Weiterer Kontakt:
Inge Arnold
Presse, Kommunikation und
Marketing
Tel.: +49 7247 82-2861
Fax: +49 7247 82-5080
E-Mail: inge.arnold@kit.edu
Dr. Elisabeth Zuber-Knost | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen: www.kit.edu
Weitere Berichte zu: Beryllium > Energiespeicherung > Energieverteilung > Fusionsreaktoren > Fusionstechnologie > Tritium > Verkleidung > Versuchstechnik
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Wissenschaftlern des Instituts für Photonische Technologien (IPHT) in Jena ist es erstmals gelungen, Proteinstrukturen auf sub-molekularer Ebene nachzuweisen und spektroskopisch zu analysieren. Ein wichtiger Schritt zum Verständnis der Krankheitsursachen.
„Bis heute hat man nicht genau verstanden, was die fehlerhafte Faltung und Aggregation von Eiweißen, zum Beispiel im Zusammenhang mit Alzheimer, ...
Die Quantenphysik beschreibt physikalische Vorgänge in Festkörpern und anderen Vielteilchensystemen auch mit Hilfe von Quasiteilchen.
Innsbrucker Physikern um Rudolf Grimm ist es nun erstmals gelungen, ein neues Quasiteilchen - ein repulsives Polaron - in einem Quantengas experimentell zu erzeugen. Die Forscher berichten darüber in der Online-Ausgabe der Fachzeitschrift Nature.
Ultrakalte Quantengase sind ein ideales Experimentierfeld, um physikalische Phänomene in Festkörpern zu simulieren. Unter streng kontrollierten Bedingungen ...
Licht lässt die Partikel in der Atmosphäre wachsen. In einem Experiment hat ein internationales Forscherteam erstmals einen neuen Mechanismus nachweisen können, bei dem Partikel durch Licht größer werden und der damit Einfluss auf die Wolkenbildung und das Klima hat.
Photokatalytische Reaktionen können zu einer schnellen Bindung von nicht kondensierenden flüchtigen organischen Kohlenwasserstoffen (VOCs) auf der Oberfläche der Partikel führen. Unter solchen Bedingungen nehme die Größe und Masse der Partikel schnell zu, schreiben die Wissenschaftler im renommierten Fachblatt PNAS.
Die Ergebnisse des Laborexperimentes könnten Effekte erklären, die bisher schon bei Feldkampagnen ...
Ähnlich wie blutsaugende Insekten prüfen Pflanzenschädlinge ihren Wirt auf Abwehrsignale, bevor sie anfangen zu fressen
Pflanzen bilden wenige Minuten nach Angriff eines Fraßfeindes Jasmonsäure, ein Hormon, das die Verteidigung gegen Insekten in Gange setzt mit der Folge, dass giftige Stoffe wie Nikotin oder Verdauungshemmer in den Blättern akkumulieren.
Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie, Jena, haben jetzt herausgefunden, dass Zwergzikaden die Verteidigungsbereitschaft von Tabakpflanzen aufspüren können. ...
Wissenschaftlern vom Institut für Physikalische und Theoretische Chemie der Universität Bonn ist es erstmals gelungen, den Transport eines wichtigen Informationsträgers in biologischen Zellen praktisch unmodifiziert in Echtzeit zu filmen.
Die Studie zeigt, wie die so genannte Boten-RNA die Zellkernhülle überwindet und vom Zellkern in das Zytoplasma gelangt. Diese Arbeit ist nun in dem renommierten Journal „Proceedings of the National Academy of Sciences of the USA“ (PNAS) publiziert.
Der Bauplan aller Lebewesen ist in ihrem Erbgut gespeichert. Dieses lagert bei höheren ...
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