Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Laserstrahl trennt Edelstahl und zaubert das kleinste Puzzle

24.10.2007
Materialwissenschaftler der Universität Jena präsentieren interessante Projekte zur Langen Nacht der Wissenschaften am 16. November

Wie ein Laserstrahl "Das kleinste Puzzle der Welt" zaubert und ein geschmeidiges Kosmetik-Tuch binnen Sekunden buckelhart wird und vieles mehr kann man bei der 2. Langen Nacht der Wissenschaften am 16. November 2007 in Jena erleben. Das Institut für Materialwissenschaft und Werkstofftechnologie (IMT) der Jenaer Universität präsentiert am Löbdergraben 32 von 18-22 Uhr zahlreiche spannende Projekte zum Zuschauen und selbst Experimentieren.

Eine Laborhandpresse, welche die Gewichtskraft eines acht Tonnen schweren LKWs erzeugt, wird u. a. präsentiert. Die Besucher werden den Versuch selbst durchführen und ein weiches Kleenex mit wenigen Handgriffen in einen flachen, festen Zylinder verwandeln können. "Wir möchten mit unserem Projekt '80 KN und ein Stück Papier' auch einen didaktischen Effekt erzielen, da sich gerade Schüler unter der physikalischen Größe Druck oft nichts Präzises vorstellen können", erklärt PD Dr. Jörg Bossert vom Institut für Materialwissenschaften und Werkstofftechnologie. Daher sind insbesondere Schülerinnen und Schüler zwischen 14 und 18 Jahren eingeladen, den Versuch durchzuführen.

Das Verdichten mittels einer Presse gehört zum Spezialgebiet der Pulvertechnologie. "Die Formgebung von Werkstoffen kann zum einen über Schmelzprozesse erfolgen und zum anderen durch das sogenannte Sinterverfahren", so Bossert. Hier spielt die Verdichtung des Werkstoffes eine grundlegende Rolle. Dieses Verfahren wird beispielsweise bei der Herstellung von Hüftgelenksendoprothesen angewendet - über deren Entwicklung und Ausführung während der Wissenschaftsnacht ebenfalls informiert wird.

Wechselwirkungen zwischen Laserstrahl und Werkstoffen

Geschmolzen wird das Material hingegen in einem anderen Bereich der Materialwissenschaften. Die Arbeitsgruppe Lasertechnik beschäftigt sich mit Wechselwirkungen zwischen Laserstrahl und Werkstoffen und zeigt am 16. November, wie man Edelstahl mit einem Laserstrahl zerschneidet: "Der Laser trennt das Edelstahlplättchen in mehrere Teile. Durch den stark gebündelten Strahl wird das Material so stark erhitzt, dass es schmilzt, verdampft und dabei intensiv leuchtet. Um den Schneidprozess zu beschleunigen, wird Sauerstoff hinzugeblasen", erläutert Dozent Dr. Gisbert Staupendahl von der Arbeitsgruppe Lasertechnik des Instituts. Der CO2-Laser ermöglicht es insbesondere, sehr feine Materialien sehr präzise zu zerschneiden. So entsteht vor den Augen der Besucher "Das kleinste Puzzle der Welt". Auch dieses Experiment, das circa 15 bis 30 Minuten dauert, ist wie die weiteren Projekte besonders für Jugendliche ab 12 Jahren geeignet.

Kontakt:
PD Dr. Jörg Bossert
Institut für Materialwissenschaft und Werkstofftechnologie der Universität Jena
Löbdergraben 32, 07743 Jena
Tel.: 03641 / 947733
E-Mail: joerg.bossert[at]uni-jena.de
Doz. Dr. habil. Gisbert Staupendahl
Institut für Materialwissenschaft und Werkstofftechnologie der Universität Jena
Löbdergraben 32, 07743 Jena
Tel.: 03641 / 947754
E-Mail: p5gist[at]uni-jena.de

Friederike Enke | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-jena.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Materialwissenschaften:

nachricht Forscherin entwickelt elektronische Textilstruktur für Medizinprodukte
17.02.2017 | Hochschule Niederrhein - University of Applied Sciences

nachricht Untergrund beeinflusst Halbleiter-Monolagen
16.02.2017 | Philipps-Universität Marburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Materialwissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie