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Kunststoffflaschen halten dicht

23.10.2007
Ein vom BMWi gefördertes Projekt der industriellen Gemeinschaftsforschung

Die Verpackungsindustrie stellt den größten Kunststoffverbraucher in Deutschland dar. Immer mehr Metall- und Glasverpackungen werden durch den Kunststoff PET ersetzt. Er ist bruchfest, leicht und preiswert in der Herstellung. Besonders Erfrischungsgetränke werden zunehmend in Flaschen aus PET abgefüllt, die bereits einen Marktanteil von über 50 Prozent haben.

Vor allem kohlensäurehaltige Getränke, Fruchtsäfte und Bier müssen allerdings mehrere Monate lang gelagert werden können und währenddessen sicher vor Kohlensäure-, Aroma- und Wasserdampfverlust und vor Sauerstoffaufnahme durch den Kunststoff hindurch geschützt werden. Bisherige Verfahren zum Schutz vor dem Verlust oder dem Eindringen von Gasen in PET-Flaschen verursachen technische Probleme oder inakzeptabel hohe Flaschenkosten.

Mit Unterstützung der AiF haben Forscher des Instituts für Kunststoffverarbeitung (IKV) an der RWTH Aachen ein Verfahren zur Plasmaaußenbeschichtung von PET-Flaschen entwickelt.

Die Barriereschicht kann schnell, preiswert und sicher aufgebracht werden. Ein Überwachungsmodul in der Steuerung der Anlage kontrolliert die Beschichtung während des Prozesses. Bei Nutzung mehrerer Beschichtungseinheiten in einem Rundläufersystem lassen sich bis zu 10.000 Flaschen pro Stunde mit einer Barriere ausrüsten. Die Technologie kann reibungslos in bestehende Abfülllinien integriert werden. Durch die Rezyklierbarkeit der Flaschen ist das Verfahren besonders wirtschaftlich. Zudem kommt die Außenbeschichtung, die zwischen 20 und 200 Nanometer dick ist, nicht mit den Getränken in Kontakt und ist daher lebensmitteltechnisch unbedenklich. Das Verfahren wurde durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie gefördert und ermöglicht es der klein- und mittelständisch strukturierten Getränkeabfüllerbranche, konkurrenzfähig Getränke in Hochbarriereflaschen anzubieten, ohne die Lebensmitteltauglichkeit aufwendig prüfen und nachweisen zu müssen.

Die AiF fördert Forschung und Entwicklung zu Gunsten mittelständischer Unternehmen. Als Träger der industriellen Gemeinschaftsforschung und weiterer Förderprogramme des Bundes bietet sie praxisnahe Innovationsberatung.

Ansprechpartner: Dr. Thorsten Krumpholz, Institut für Kunststoffverarbeitung in Industrie und Handwerk an der RWTH Aachen,

E-Mail: krumpholz@ikv.rwth-aachen.de, Tel.: 0241 80938-23

Pressearbeit: AiF, Silvia Niediek, E-Mail: presse@aif.de,
Tel.: 0221 37680-55, Internet: www.aif.de

via Niediek | idw
Weitere Informationen:
http://www.aif.de

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