Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Infrarot-Strahler sparen Zeit und Platz beim Pulverlackieren

14.06.2007
• Infrarot-Strahler schmelzen und härten Pulverlack schnell
• Rasches Aufschmelzen verbessert die Qualität von Pulverlack
• Infrarot-Systeme von Heraeus Noblelight helfen Zeit und Produktionsplatz zu sparen bei der Trocknung von Zubehör für Kettensägen in China

Metall, Kunststoff oder Holz – viele Materialien werden heute mit Pulverlack beschichtet. Pulverlack wird als Pulver aufgebracht, durch Wärme geschmolzen und schließlich gehärtet.


Pulverlack auf flachen Metallteilen für Kettensägen wird schneller gehärtet und verbraucht weniger Produktionsfläche als mit einem gasbefeuerten Trocknungsofen. Copyright Heraeus Noblelight 2007

Infrarot-Strahler übertragen große Energiemengen in kurzer Zeit, ohne ein Kontaktmedium. So kann die Ofenlänge verkürzt oder die Produktion beschleunigt werden. Ein rasches Anschmelzen des Pulvers hilft, die Oberflächenqualität des Lacks zu verbessern.

Bei der Produktion von Metallteilen für Kettensägen in China zeigte sich, wie Pulverbeschichtungsprozesse mit Infrarot-Strahlern von Heraeus Noblelight verbessert werden konnten.

Die Einsparung von Produktionsplatz war das Hauptanliegen eines chinesischen Herstellers von Metallteilen für technische Produkte, als er eine neue Produktionsstätte in der Provinz Fujian plante.

Der Markt für diese pulverlackierten Teile ist stark umkämpft und der Preisdruck daher enorm, daher wollte der chinesische Unternehmer den vorhandenen Raum bestmöglich nutzen.

Nach Tests mit Infrarot-Strahlern im Testzentrum der Heraeus Niederlassung in Shanghai war das Unternehmen beeindruckt von der Geschwindigkeit der Trocknung, die ein viel kompakteres Anlagendesign ermöglichte. Verglichen mit einem Heißluftofen konnte die Produktionsgeschwindigkeit um mehr als 50 % beschleunigt werden.

Die Trockenstrecke enthält jetzt zwei Infrarot-Schritte: das Vortrocknen der unlackierten Teile und das Schmelzen und Härten des Pulverlacks bei etwa 200 °C.
Beide Wärmeschritte werden mit mittelwelligen Infrarot-Modulen von Heraeus Noblelight durchgeführt. Sie können zonal gesteuert werden, um Strom zu sparen, wenn kleinere Teile getrocknet werden sollen. Die Leistung der Infrarot-Strahler kann zudem an die verschiedenen Farben des Pulverlackes angepasst werden, denn ein dunkler Lack absorbiert häufig besser als ein heller und braucht darum weniger Energie.

Als die Produktion gestartet wurde, zeigte sich schnell ein weiterer Vorteil der Infrarot-Systeme. Die Qualität des Lackes war besser, denn das Pulver schmolz schneller.

„Wir hatten keine einzige Reklamation mehr, seit wir die neue Trocknung installiert haben!“, so der Verantwortliche für Technik und Instandhaltung beim chinesischen Anlagenbetreiber.

Durch die effizientere Ausnutzung der Energie konnten die Energiekosten auf dem gleichen Level gehalten werden, wie mit einem gasbetriebenen Ofen. Da Infrarot-Wärme besser auf das Produkt gerichtet werden kann, heizt sich die Anlage und das Gebäude nicht mehr so stark auf, was die Vorgaben der chinesischen Politik nach effizienter und sauberer Energienutzung erfüllt.

Infrarot-Systeme übertragen Wärme ohne ein Kontaktmedium, mit Hilfe von elektromagnetischen Wellen, die Wärme im Material erzeugen.

Infrarot-Strahlung wird von Pulver sehr gut absorbiert, die Pulvermasse erwärmt sich schnell. Pulver wird erheblich schneller als im Umluftofen angeliert. Ein rasches Anschmelzen verbessert die Lackqualität und erhöht die Durchlaufgeschwindigkeit. So ist in den meisten Fällen ein wesentlich kürzerer Ofen ausreichend, oder die Produktionsgeschwindigkeit kann erhöht werden.

Ein weiterer Vorteil gegenüber Heißluftöfen ist, dass das Pulver nicht verwirbelt oder verschleppt wird. Ohne Luftbewegung werden auch Staubeinschlüsse vermieden und damit die Qualität erhöht.

Außerdem spart es Energie, wenn die Wärmequelle nur dann angeschaltet sein muss, wenn sie gebraucht wird.

Infrarot-Strahlung erwärmt flächige Materialien gleichmäßig und schnell, dabei muss meist nur von einer Seite aus beheizt werden. Drehsymmetrische Teile werden in Infrarot-Öfen meist hängend transportiert, wie z.B. Gasflaschen aus Metall, die sich dann um sich selbst drehen, während sie von zwei Seiten bestrahlt werden.

Für eine gleichmäßige Wärmeverteilung können Infrarot-Strahler im Infrarotofen so installiert werden, dass die Flächenleistungen der Produktform und der Wanddicke angepasst sind. An dickeren Zonen wird mehr Wärme erzeugt, als an dünneren Wänden.

Infrarot-Systeme sind kompakt gebaut und können leicht in bestehende Trocknungslinien integriert werden. Das hilft, Heißluftöfen aufzurüsten und die Fertigung zu beschleunigen.

Heraeus Noblelight GmbH mit Sitz in Hanau, mit Tochtergesellschaften in den USA, Großbritannien, Frankreich und China, gehört weltweit zu den Markt- und Technologieführern bei der Herstellung von Speziallichtquellen. Heraeus Noblelight wies 2006 einen Jahresumsatz von 88 Millionen € auf und beschäftigte weltweit 650 Mitarbeiter. Das Unternehmen entwickelt, fertigt und vertreibt Infrarot- und Ultraviolett-Strahler für Anwendungen in industrieller Produktion, Umweltschutz, Medizin und Kosmetik, Forschung und analytischen Messverfahren.

Der Edelmetall- und Technologiekonzern Heraeus mit Sitz in Hanau ist ein weltweit tätiges Familienunternehmen, dessen Geschäftsfelder die Bereiche Edelmetalle, Dentalwerkstoffe, Sensoren, Quarzglas und Speziallichtquellen umfassen. Mit einem Umsatz von über 10 Milliarden Euro und weltweit mehr als 11.000 Mitarbeitern in über 100 Gesellschaften ist Heraeus seit mehr als 155 Jahren ein weltweit anerkannter Edelmetall- und Werkstoffspezialist.

Hersteller:
Heraeus Noblelight GmbH
Reinhard-Heraeus-Ring 7
D-63801 Kleinostheim
Tel +49 6181/35-8545, Fax +49 6181/35-16 8545
E-Mail hng-infrared@heraeus.com
Redaktion:
Dr. Marie-Luise Bopp
Heraeus Noblelight GmbH,
Abteilung Marketing/Werbung
Tel +49 6181/35-8547, Fax +49 6181/35-16 8547
E-Mail marie-luise.bopp@heraeus.com
www.heraeus-noblelight.com

Dr. Marie-Luise Bopp | Heraeus Noblelight GmbH
Weitere Informationen:
http://www.heraeus-noblelight.com

Weitere Berichte zu: Edelmetall Infrarot-Strahler Lack Pulver Pulverlack Trocknung Wärme

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Materialwissenschaften:

nachricht Mikroplastik in Meeren: Hochschule Niederrhein forscht an biologisch abbaubarer Sport-Kleidung
18.09.2017 | Hochschule Niederrhein - University of Applied Sciences

nachricht Flexibler Leichtbau für individualisierte Produkte durch 3D-Druck und Faserverbundtechnologie
13.09.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Materialwissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: LaserTAB: Effizientere und präzisere Kontakte dank Roboter-Kollaboration

Auf der diesjährigen productronica in München stellt das Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT das Laser-Based Tape-Automated Bonding, kurz LaserTAB, vor: Die Aachener Experten zeigen, wie sich dank neuer Optik und Roboter-Unterstützung Batteriezellen und Leistungselektronik effizienter und präziser als bisher lasermikroschweißen lassen.

Auf eine geschickte Kombination von Roboter-Einsatz, Laserscanner mit selbstentwickelter neuer Optik und Prozessüberwachung setzt das Fraunhofer ILT aus Aachen.

Im Focus: LaserTAB: More efficient and precise contacts thanks to human-robot collaboration

At the productronica trade fair in Munich this November, the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT will be presenting Laser-Based Tape-Automated Bonding, LaserTAB for short. The experts from Aachen will be demonstrating how new battery cells and power electronics can be micro-welded more efficiently and precisely than ever before thanks to new optics and robot support.

Fraunhofer ILT from Aachen relies on a clever combination of robotics and a laser scanner with new optics as well as process monitoring, which it has developed...

Im Focus: The pyrenoid is a carbon-fixing liquid droplet

Plants and algae use the enzyme Rubisco to fix carbon dioxide, removing it from the atmosphere and converting it into biomass. Algae have figured out a way to increase the efficiency of carbon fixation. They gather most of their Rubisco into a ball-shaped microcompartment called the pyrenoid, which they flood with a high local concentration of carbon dioxide. A team of scientists at Princeton University, the Carnegie Institution for Science, Stanford University and the Max Plank Institute of Biochemistry have unravelled the mysteries of how the pyrenoid is assembled. These insights can help to engineer crops that remove more carbon dioxide from the atmosphere while producing more food.

A warming planet

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Posterblitz und neue Planeten

25.09.2017 | Veranstaltungen

Hochschule Karlsruhe richtet internationale Konferenz mit Schwerpunkt Informatik aus

25.09.2017 | Veranstaltungen

Junge Physiologen Tagen in Jena

25.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Verbesserte Kohlendioxid-Fixierung dank Mikrokompartiment

25.09.2017 | Biowissenschaften Chemie

Internationales Forscherteam entdeckt kohärenten Lichtverstärkungsprozess in Laser-angeregtem Glas

25.09.2017 | Physik Astronomie

LaserTAB: Effizientere und präzisere Kontakte dank Roboter-Kollaboration

25.09.2017 | Messenachrichten