Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Nanoteilchen unter Beobachtung: Steirische Forscher kombinieren Analysemethoden neu

04.12.2006
Beste Mikroskope Mitteleuropas stehen an der TU Graz

Das Wissen über die kleinsten Teilchen der Werkstoffe bringt enorme Möglichkeiten für moderne Materialien. Die Basis für den Fortschritt bilden neue Wege bei der Analyse. Steirische Forscher unter der Federführung der TU Graz zeigen nun, dass bereits die Kombination nanoanalytischer Methoden unerwartete Erkenntnisse über Stoffe und ihre Strukturen bringt. Steirische Unternehmen setzten die Ergebnisse bereits um.

Das Forschungsprojekt "Multimethodenanalytik von Nanoteilchen und Nanoteilchenverbunden" wurde aus Mitteln des Zukunftsfonds des Landes Steiermark und der Industrie gefördert und mit Ende November abgeschlossen.

Zielgenau auf den Einsatz zugeschnitten wünschen sich Unternehmen ihre Werkstoffe. Um deren Eigenschaften zu verändern, muss man ihre Strukturen genau kennen. Nanoanalytische Methoden weiter zu entwickeln gilt daher als Schlüssel für Erfolge, die auch der Verbraucher merkt: noch bessere Materialien für alle Bereiche des Lebens zu schaffen. Steirische Forscher zeigen nach dreijähriger Grundlagenforschung, dass allein die Verbindung bekannter Analyse-Methoden entscheidende Fortschritte bringen kann.

Erstmals in Österreich untersuchten sie dieselbe Werkstoffprobe auf unterschiedliche Weise. "Wir haben etwa Elektronenmikroskope, eine Atomsonde und sogar Synchrotronstrahlung eingesetzt", erläutert Projektleiter Ferdinand Hofer. "Es ist erstaunlich, welch buntes Bild sich durch die verschiedenen Analysemethoden ergibt. Wir bekommen mehrere Blickwinkel auf die Nanoteilchen, die wir untersuchen", so der Vorstand des Instituts für Elektronenmikroskopie und Feinstrukturforschung der TU Graz.

Da die Auflösung herkömmlicher optischer Mikroskope für Untersuchungen im Nano-Bereich nicht ausreicht, arbeiteten die Forscher mit speziellen Elektronen- und Rasterkraftmikroskopen. Dabei hatten sie besonders günstige Voraussetzungen: Das beste Transmissionselektronenmikroskop Mitteleuropas steht an der TU Graz. "Wir verfügen seit drei Jahren über das Gerät mit der höchsten Auflösung", zeigt sich Hofer stolz. Zudem wird der Gedanke von NAWI Graz, der Kooperation von Universität und TU Graz in den Naturwissenschaften, in seinem Projekt schon seit mehreren Jahren gelebt: "Um die Erkenntnisse aus Nanoanalytik und Nanooptik verbinden zu können, arbeiten wir mit Kollegen der Karl-Franzens-Universität Graz zusammen. Für die strukturellen Untersuchungen sind die Forscher der Montanuniversität Leoben zuständig", fasst Hofer zusammen.

Rückfragen: Ao.Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr.techn. Ferdinand Hofer
Email: ferdinand.hofer@TUGraz.at; Tel: +43 (0) 316 873 8820

Mag. Alice Senarclens de Grancy | idw
Weitere Informationen:
http://www.tugraz.at

Weitere Berichte zu: Analysemethode Mikroskop Nanoteilchen

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Materialwissenschaften:

nachricht Forscherin entwickelt elektronische Textilstruktur für Medizinprodukte
17.02.2017 | Hochschule Niederrhein - University of Applied Sciences

nachricht Untergrund beeinflusst Halbleiter-Monolagen
16.02.2017 | Philipps-Universität Marburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Materialwissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Im Focus: Innovative Antikörper für die Tumortherapie

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig von diesen teuren Medikamenten profitieren, wird intensiv an deren Verbesserung gearbeitet. Forschern um Prof. Thomas Valerius an der Christian Albrechts Universität Kiel gelang es nun, innovative Antikörper mit verbesserter Wirkung zu entwickeln.

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2017

23.02.2017 | Veranstaltungen

Wie werden wir gesund alt? - Alternsforscher tagen auf interdisziplinärem Symposium in Magdeburg

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Heinz Maier-Leibnitz-Preise 2017: DFG und BMBF zeichnen vier Forscherinnen und sechs Forscher aus

23.02.2017 | Förderungen Preise

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Planeten außerhalb unseres Sonnensystems: Bayreuther Forscher dringen tief ins Weltall vor

23.02.2017 | Physik Astronomie