Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Forschungsprojekt Metallverbunde: Bayreuther Forscher machen Autos leichter

31.05.2006


Im Projekt "Metallverbunde" beschäftigen sich zwei Bayreuther Lehrstühle damit, das Gewicht von Autos zu reduzieren. Ein Mittel, um dieses Ziel zu erreichen, ist der Einsatz neuer Verbundwerkstoffe auf Aluminium- und Magnesiumbasis, die durch keramische Komponenten höhere Festigkeiten bei geringerem Bauteilgewicht erreichen.


Die Abbildung zeigt eine Aufnahme mit dem Transmissionselek-tronenmikroskop einer Magnesiumlegierung des Nano-Analytik-Labors des Lehrstuhls Metallische Werkstoffe. Man beachte die Länge des Maßbalkens links unten im Bild: Sie beträgt ungefähr 1/500 der Dicke eines menschlichen Haares.
UBT-Pressestelle



In den letzten Jahren sind die Pkws durch den Einsatz vieler neuer Komponenten und elektrischer Helfer, aber auch im Hinblick auf den Unfallschutz immer schwerer geworden. Doch Gewicht muß immer wieder in Schwung gebracht werden - und das erhöht trotz Verbesserung der Motoreneffektivität den Verbrauch. Die beiden Bayreuther Lehrstühle Metallische Werkstoffe unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Uwe Glatzel und der für Konstruktionslehre und CAD von Prof. Dr.-Ing. Frank Rieg beschäftigen sich im Rahmen des von der Bayerischen Forschungsstiftung und der BMW Group geförderten Projekts "Metallverbunde" damit, das Gewicht von Autos zu reduzieren. Ein Mittel um dieses Ziel zu erreichen, ist der Einsatz neuer Verbundwerkstoffe auf Aluminium- und Magnesiumbasis, die durch keramische Komponenten höhere Festigkeiten bei geringerem Bauteilgewicht erreichen.



Weitere Projektpartner sind die Firmen Ceramtec in Plochingen, das Fraunhofer Institut für Werkstoffmechanik in Freiburg sowie Neue Materialien Fürth. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf 1,8 Mio. €, wobei 50% der Mittel von der Bayerischen Forschungsstiftung übernommen werden, die restlichen 50% übernehmen die Industriepartner. Insgesamt sind zehn Mitarbeiter an dem Projekt beteiligt, die Dauer beträgt zwei Jahre
Während der Lehrstuhl für Konstruktionslehre und CAD auf dem Gebiet der Eigenschaftsvorhersage durch Simulation dieser Werkstoffe forscht und so versucht, die Entwicklungszeiten zu verkürzen, erfolgt die Charakterisierung des Gefüges dieser neuen Materialverbunde durch den Lehrstuhl Metallische Werkstoffe im Nano-Analytik-Labor mittels Transmissions- und Rasterelektronenmikroskopie.

Jürgen Abel M. A. | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-bayreuth.de/

Weitere Berichte zu: ALUMINIUM Bauteilgewicht CAD Festigkeit Magnesiumbasis

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Materialwissenschaften:

nachricht Mikroplastik in Meeren: Hochschule Niederrhein forscht an biologisch abbaubarer Sport-Kleidung
18.09.2017 | Hochschule Niederrhein - University of Applied Sciences

nachricht Flexibler Leichtbau für individualisierte Produkte durch 3D-Druck und Faserverbundtechnologie
13.09.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Materialwissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Im Focus: Hochautomatisiertes Fahren bei Schnee und Regen: Robuste Warnehmung dank intelligentem Sensormix

Schlechte Sichtverhältnisse bei Regen oder Schnellfall sind für Menschen und hochautomatisierte Fahrzeuge eine große Herausforderung. Im europäischen Projekt RobustSENSE haben die Forscher von Fraunhofer FOKUS mit 14 Partnern, darunter die Daimler AG und die Robert Bosch GmbH, in den vergangenen zwei Jahren eine Softwareplattform entwickelt, auf der verschiedene Sensordaten von Kamera, Laser, Radar und weitere Informationen wie Wetterdaten kombiniert werden. Ziel ist, eine robuste und zuverlässige Wahrnehmung der Straßensituation unabhängig von der Komplexität und der Sichtverhältnisse zu gewährleisten. Nach der virtuellen Erprobung des Systems erfolgt nun der Praxistest, unter anderem auf dem Berliner Testfeld für hochautomatisiertes Fahren.

Starker Schneefall, ein Ball rollt auf die Fahrbahn: Selbst ein Mensch kann mitunter nicht schnell genug erkennen, ob dies ein gefährlicher Gegenstand oder...

Im Focus: Ultrakurze Momentaufnahmen der Dynamik von Elektronen in Festkörpern

Mit Hilfe ultrakurzer Laser- und Röntgenblitze haben Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik (Garching bei München) Schnappschüsse der bislang kürzesten Bewegung von Elektronen in Festkörpern gemacht. Die Bewegung hielt 750 Attosekunden lang an, bevor sie abklang. Damit stellten die Wissenschaftler einen neuen Rekord auf, ultrakurze Prozesse innerhalb von Festkörpern aufzuzeichnen.

Wenn Röntgenstrahlen auf Festkörpermaterialien oder große Moleküle treffen, wird ein Elektron von seinem angestammten Platz in der Nähe des Atomkerns...

Im Focus: Ultrafast snapshots of relaxing electrons in solids

Using ultrafast flashes of laser and x-ray radiation, scientists at the Max Planck Institute of Quantum Optics (Garching, Germany) took snapshots of the briefest electron motion inside a solid material to date. The electron motion lasted only 750 billionths of the billionth of a second before it fainted, setting a new record of human capability to capture ultrafast processes inside solids!

When x-rays shine onto solid materials or large molecules, an electron is pushed away from its original place near the nucleus of the atom, leaving a hole...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Höher - schneller - weiter: Der Faktor Mensch in der Luftfahrt

20.09.2017 | Veranstaltungen

Wälder unter Druck: Internationale Tagung zur Rolle von Wäldern in der Landschaft an der Uni Halle

20.09.2017 | Veranstaltungen

7000 Teilnehmer erwartet: 69. Urologen-Kongress startet heute in Dresden

20.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Drohnen sehen auch im Dunkeln

20.09.2017 | Informationstechnologie

Pfeilgiftfrösche machen auf „Kommando“ Brutpflege für fremde Kaulquappen

20.09.2017 | Biowissenschaften Chemie

Frühwarnsystem für gefährliche Gase: TUHH-Forscher erreichen Meilenstein

20.09.2017 | Energie und Elektrotechnik