Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Verzicht auf Konversionsschichten aus Chrom

29.08.2005


Es gibt eine Reihe von Gründen, warum Oberflächen behandelt werden müssen. Die entsprechenden Prozesse verbessern ihre Ästhetik, erhöhen ihre Resistenz gegenüber Verwitterung und anderen Einflüssen und stärken ihre Haltbarkeit. Die Nachteile sind, dass sie teuer sind und sich schädlich auf die Umwelt auswirken.


Ceriumsalze haben entweder eine rot-gelbliche oder weiße Farbe und finden viele Anwendungsbereiche innerhalb der Fertigungsindustrie. Sie können für Stähle, Edelstähle, Legierungen wie Magnesium, Glas und sogar das Erdölcracken verwendet werden.

Als ein ungewöhnliches Element werden sie nun bei der Entwicklung von Konversionsschichten für Aluminium und dessen Legierungsprodukte genutzt. Die Konversionsbeschichtung ist ein Vorgang, bei dem Additive (wie z.B. Ceriumsalze) hinzugefügt werden, um eine Verbindung mit dem Ausgangsmetall herzustellen und damit eine Aufwertung eines seiner Merkmale zu erreichen.


Normalerweise wird bei der Konversionsbeschichtung entweder das chromatierende oder das phosphochromatierende Verfahren verwendet. Ersteres wird genutzt, um die Korrosionsbeständigkeit des Metalls zu verbessern, während das zweite Verfahren darauf abzielt, die Fähigkeit des Produktes zu erhöhen, sich an dünne Farbschichten zu binden. In beiden Fällen wird Chrom, ein giftiger Umweltschadstoff, verwendet.

Andalusische Forscher haben nun Methoden entwickelt, die weitaus bessere Resultate liefern - sowohl was die Korrosionsbeständigkeit des Materials als auch die Reduzierung der Umweltschädlichkeit betrifft. Bei der Verwendung von Ceriumsalzen dauert das Verfahren nun maximal zwei Stunden. Außerdem wird dadurch die Nutzung von Chrom vermieden und die Widerstandsfähigkeit wird um das 1500-fache erhöht.

Alles in allem wird Chrom durch die Verwendung von Lanthanid-Salzen völlig verdrängt. Die thermische Aktivierung kann durch einen Immersionsprozess der Cerium-Nitrate Ce(NO3)3 oder der Cerium-Chloride (CeCl3) bei Temperaturen um 298-363 Kelvin erreicht werden.

Da Ceriumsalze bei Wärme eine rasche Reaktionszeit aufzeigen, kann die gesamte Produktionszeit erheblich reduziert werden. Diese Tatsache und der Fakt, dass dieses Verfahren ein weit überragenderes Produkt bereitstellt als auf Chrom basierende Methoden, die bei Raumtemperatur durchgeführt werden, sprechen für die Vorteilhaftigkeit dieses Prozesses.

Ein Prototyp steht für Demonstrationszwecke bereit, und nach Partnern im Bereich der Beschichtungsindustrie wird gesucht.

M. J. Romero García de Paredes | ctm
Weitere Informationen:
http://www.citandalucia.com

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Materialwissenschaften:

nachricht Bessere Anwendungsmöglichkeiten für Laserlicht
28.03.2017 | Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

nachricht Biegsame Touchscreens: Neues Herstellungsverfahren für transparente Elektronik verbessert
28.03.2017 | Universität des Saarlandes

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Materialwissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Von Agenten, Algorithmen und unbeliebten Wochentagen

28.03.2017 | Unternehmensmeldung

Hannover Messe: Elektrische Maschinen in neuen Dimensionen

28.03.2017 | HANNOVER MESSE

Dimethylfumarat – eine neue Behandlungsoption für Lymphome

28.03.2017 | Medizin Gesundheit