Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Materialforschung unter den Bedingungen der Schwerelosigkeit – was bieten Parabelflüge?

21.05.2004


Auf dem von der Initiative ISS Lab Ruhr gemeinsam mit der Niederrheinischen IHK und der Landesinitiative NeMa e.V. veranstalteten Workshop konnten sich die Teilnehmer über die Möglichkeiten von industrieller Materialforschung auf Parabelflügen des DLR informieren.



Eine Parabelflugkampagne besteht meist aus drei Flugtagen, wobei mit einem Airbus A 300 ZeroG Parabeln geflogen werden, bei denen für jeweils 22 Sekunden annähernde Schwerelosigkeit besteht. Diese Forschungsgelegenheit steht neben Forschungseinrichtungen auch Unternehmen zur Verfügung. Referenten von DLR und aus der Industrie zeigten den Teilnehmern Zugangswege und konkrete Nutzungsmöglichkeiten auf. Von Vertretern des DLR wurde dabei der bevorzugte Zugang der Industrie zu Parabelflügen erläutert sowie die Relevanz der erzielbaren Forschungsergebnisse u.a. für das behälterfreie Prozessieren von Metallschmelzen aufgezeigt.



Ein Praxisbericht der Firma Hydro Aluminium Deutschland demonstrierte eindrucksvoll den Nutzen von Parabelflügen anhand der präzisen Bestimmung thermophysikalischer Parameter von spezifischen Aluminium-Legierungen. Diese mit Hilfe der TEMPUS-Anlage des DLR gewonnenen Parameter werden in numerischen Simulationen eingesetzt und sollen mittelfristig zu einer schnelleren Produktentwicklung beitragen. Das Leistungsspektrum der TEMPUS-Anlage und die maßgeschneiderte Konfiguration im Rahmen der Parabelflüge wurden auf der Veranstaltung durch die EADS Space Transportation GmbH erläutert.

Die Initiative ISS Lab Ruhr ist das erste industrie-orientierte Anwenderzentrum der Internationalen Raumstation (ISS) im Ruhrgebiet. Sie wurde gemeinsam von der Projekt Ruhr GmbH und dem DLR ins Leben gerufen und dient als Ansprechpartner für Unternehmen im Ruhrgebiet und darüber hinaus, die auf Parabelflügen und/oder anderen Forschungsträgern, wie etwa Höhenforschungsraketen oder der ISS, das Werkzeug „Schwerelosigkeit“ für sich nutzen möchten.

ISS Lab Ruhr
Projektbüro
Tel.: +49 (0)228-368860
Fax: +49 (0)228-3688666
Dürenstrasse 1
D-53173 Bonn

info@iss-lab-ruhr.de

| NeMa News
Weitere Informationen:
http://www.neuematerialien.de/
http://www.iss-lab-ruhr.de

Weitere Berichte zu: DLR Materialforschung Parabelflug Schwerelosigkeit TEMPUS

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Materialwissenschaften:

nachricht Neue Biotinte für den Druck gewebeähnlicher Strukturen
19.10.2017 | Forschungszentrum Jülich, Jülich Centre for Neutron Science

nachricht Was winzige Strukturen über Materialeigenschaften verraten
19.10.2017 | Ruhr-Universität Bochum

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Materialwissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hochfeldmagnet am BER II: Einblick in eine versteckte Ordnung

Seit dreißig Jahren gibt eine bestimmte Uranverbindung der Forschung Rätsel auf. Obwohl die Kristallstruktur einfach ist, versteht niemand, was beim Abkühlen unter eine bestimmte Temperatur genau passiert. Offenbar entsteht eine so genannte „versteckte Ordnung“, deren Natur völlig unklar ist. Nun haben Physiker erstmals diese versteckte Ordnung näher charakterisiert und auf mikroskopischer Skala untersucht. Dazu nutzten sie den Hochfeldmagneten am HZB, der Neutronenexperimente unter extrem hohen magnetischen Feldern ermöglicht.

Kristalle aus den Elementen Uran, Ruthenium, Rhodium und Silizium haben eine geometrisch einfache Struktur und sollten keine Geheimnisse mehr bergen. Doch das...

Im Focus: Schmetterlingsflügel inspiriert Photovoltaik: Absorption lässt sich um bis zu 200 Prozent steigern

Sonnenlicht, das von Solarzellen reflektiert wird, geht als ungenutzte Energie verloren. Die Flügel des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ (Pachliopta aristolochiae) zeichnen sich durch Nanostrukturen aus, kleinste Löcher, die Licht über ein breites Spektrum deutlich besser absorbieren als glatte Oberflächen. Forschern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es nun gelungen, diese Nanostrukturen auf Solarzellen zu übertragen und deren Licht-Absorptionsrate so um bis zu 200 Prozent zu steigern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Fachmagazin Science Advances. DOI: 10.1126/sciadv.1700232

„Der von uns untersuchte Schmetterling hat eine augenscheinliche Besonderheit: Er ist extrem dunkelschwarz. Das liegt daran, dass er für eine optimale...

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Das Immunsystem in Extremsituationen

19.10.2017 | Veranstaltungen

Die jungen forschungsstarken Unis Europas tagen in Ulm - YERUN Tagung in Ulm

19.10.2017 | Veranstaltungen

Bauphysiktagung der TU Kaiserslautern befasst sich mit energieeffizienten Gebäuden

19.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Forscher finden Hinweise auf verknotete Chromosomen im Erbgut

20.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Saugmaschinen machen Waschwässer von Binnenschiffen sauberer

20.10.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Strukturbiologieforschung in Berlin: DFG bewilligt Mittel für neue Hochleistungsmikroskope

20.10.2017 | Förderungen Preise