Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wasserlösliche Wärmeisolierung für vielfältige kommerzielle Anwendungen

11.05.2004


Ein britisches Unternehmen hat ein modernes Material zur Wärmeisolierung entwickelt und patentieren lassen, das sich für fast jede Oberfläche und komplizierte Formen eignet und maschinell an bestimmte Nutzerbedürfnisse angepasst werden kann.



Dieses auch als Barrikade bekanntes Isoliermaterial ist aus Vermiculitpartikeln (anorganisches Aluminium-Eisen-Magnesium-Silikat) und einem Natriumsilikatbindemittel zusammengesetzt. Das entstandene Produkt ist ein leichtes Wärmeisolierungsmaterial, dass unter anderem für Brandschutztüren, elektromechanischen Isolierschutz und zur Isolierung von Hohlwänden genutzt werden kann.



Der Herstellungsprozess besteht aus zwei Ebenen. In der ersten Phase werden die Vermiculitpartikel mit einem zusammengemischten Silikatbindemittel vermischt und dann in einem Ofen bei ungefähr 100 Grad Celsius nachbehandelt. In der zweiten Phase wird dem vorbeschichteten Vermiculit noch mehr Bindemittel hinzugefügt und es wird schließlich in die erforderliche Form und Größe gebracht.

Da es sich hierbei um ein auf Silikat basierendes, d.h. um ein wasserlösliches Produkt handelt, können die Materialien dieses Wärmeisolierungsprodukts wiederaufbereitet werden. Das Produkt wird solange in Wasser eingetaucht, bis der Silikatbinder sich auflöst und sich die Vermiculitpartikel trennen. Diese können dann getrocknet werden und bei Bedarf wieder verwendet werden.

Die Feuerbeständigkeit von Barrikade wird noch erhöht, weil das Material keine zurückverfolgbaren toxischen Abgase produziert, während es extremer Hitze ausgesetzt ist. Deshalb ist dieses Material bestens für Schichtkomponenten in Brandschutztüren geeignet. Allein auf dem britischen Markt werden jährlich ungefähr 500.000 Brandschutztüren hergestellt.

Ein weiteres Anwendungsgebiet für Barrikade ist die Isolierung von militärischen Fahrzeugen, wodurch Gewehrläufe und Raketenwerfer nur eine geringe Wärme produzieren und damit die feindliche Zielerfassung minimiert wird. Die Anwendungsliste für kommerzielle Bereiche ist scheinbar endlos und die neueste Entwicklung umfasst eine Anwendung in der Automobilindustrie für Katalysatoren.

Kontaktangaben

Paul Burling
TWI Ltd
Grants Park, Great Abington
CB1 6AL, Cambridge
Großbritannien
Tel: +44-1223-891162, Fax: -892588
Email: twi@twi.co.uk

Paul Burling | ctm
Weitere Informationen:
http://www.twi.co.uk

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Materialwissenschaften:

nachricht Hält die Klebung?
29.05.2017 | Technische Hochschule Mittelhessen

nachricht Wussten Sie, dass Verpackungen durch Flash Systeme intelligent werden?
23.05.2017 | Heraeus Noblelight GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Materialwissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Neue Methode für die Datenübertragung mit Licht

Der steigende Bedarf an schneller, leistungsfähiger Datenübertragung erfordert die Entwicklung neuer Verfahren zur verlustarmen und störungsfreien Übermittlung von optischen Informationssignalen. Wissenschaftler der Universität Johannesburg, des Instituts für Angewandte Optik der Friedrich-Schiller-Universität Jena und des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien Jena (Leibniz-IPHT) präsentieren im Fachblatt „Journal of Optics“ eine neue Möglichkeit, glasfaserbasierte und kabellose optische Datenübertragung effizient miteinander zu verbinden.

Dank des Internets können wir in Sekundenbruchteilen mit Menschen rund um den Globus in Kontakt treten. Damit die Kommunikation reibungslos funktioniert,...

Im Focus: Strathclyde-led research develops world's highest gain high-power laser amplifier

The world's highest gain high power laser amplifier - by many orders of magnitude - has been developed in research led at the University of Strathclyde.

The researchers demonstrated the feasibility of using plasma to amplify short laser pulses of picojoule-level energy up to 100 millijoules, which is a 'gain'...

Im Focus: Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

Staphylococcus aureus ist aufgrund häufiger Resistenzen gegenüber vielen Antibiotika ein gefürchteter Erreger (MRSA) insbesondere bei Krankenhaus-Infektionen. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben immunologische Prozesse identifiziert, die eine erfolgreiche körpereigene, gegen den Erreger gerichtete Abwehr verhindern. Die Forscher konnten zeigen, dass sich durch Übertragung von Protein oder Boten-RNA (mRNA, messenger RNA) des Erregers auf Immunzellen die Immunantwort in Richtung einer aktiven Erregerabwehr verschieben lässt. Dies könnte für die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs bedeutsam sein. Darüber berichtet PLOS Pathogens in seiner Online-Ausgabe vom 25.05.2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) ist ein Bakterium, das bei weit über der Hälfte der Erwachsenen Haut und Schleimhäute besiedelt und dabei normalerweise keine...

Im Focus: Can the immune system be boosted against Staphylococcus aureus by delivery of messenger RNA?

Staphylococcus aureus is a feared pathogen (MRSA, multi-resistant S. aureus) due to frequent resistances against many antibiotics, especially in hospital infections. Researchers at the Paul-Ehrlich-Institut have identified immunological processes that prevent a successful immune response directed against the pathogenic agent. The delivery of bacterial proteins with RNA adjuvant or messenger RNA (mRNA) into immune cells allows the re-direction of the immune response towards an active defense against S. aureus. This could be of significant importance for the development of an effective vaccine. PLOS Pathogens has published these research results online on 25 May 2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) is a bacterium that colonizes by far more than half of the skin and the mucosa of adults, usually without causing infections....

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Lebensdauer alternder Brücken - prüfen und vorausschauen

29.05.2017 | Veranstaltungen

49. eucen-Konferenz zum Thema Lebenslanges Lernen an Universitäten

29.05.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz an der Schnittstelle von Literatur, Kultur und Wirtschaft

29.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hält die Klebung?

29.05.2017 | Materialwissenschaften

Vom Edge- bis zum Cloud-Datacenter - Rittal zeigt in Monaco innovative Lösungen für Datacenter

29.05.2017 | Informationstechnologie

„BioFlexRobot“: Weiche Gelenke machen Roboter sicherer

29.05.2017 | Energie und Elektrotechnik