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Neuer Kunststoff kann wie Papier wiederverwertet werden

02.02.2004


Die deutsch-englisch-schweizerische Unternehmensgruppe BellandVision hat einen Kunststoff vorgestellt, der sich wie Papier recyceln lässt. Zum Start kommt der Belland-Kunststoff bei Catering-Geschirr zum Einsatz.



Für den Aufbau des ersten geschlossenen Materialkreislaufs steht bereits eine Logistik- und Finanzierungsstruktur zur Verfügung, die das Unternehmen für die sogenannte Selbstentsorgung von Verkaufsverpackungen betreibt. Firmen haben nach der Verpackungsverordnung die Möglichkeit, Verkaufsverpackungen entweder haushaltsnah zu sammeln oder die Rücknahme in Supermärkten, Kantinen, Hotels, Restaurants, Kinos oder Werkstätten selbst zu organisieren.



"Die täglich anfallenden Abfälle unserer Konsumgesellschaft konsequent zu gebrauchen, das ist die Vision von Belland-Material", so Roland Belz, Gründer und geschäftsführender Gesellschafter der Unternehmensgruppe Belland-Vision. Es galt deshalb, ein neues Material zu entwickeln, das beim Gebrauch die Produkteigenschaften von Kunststoffen hat und sich nach Gebrauch so einfach und wirtschaftlich wie Papier und Pappe recyceln lässt.

Den Belland-Kunststoff könne man selbst aus vermischten und verschmutzten Abfällen maschinell und deshalb kostengünstig sortenrein herauslösen und sogar molekular reinigen. Er sei dadurch auf derselben Wertschöpfungsstufe immer wieder einsetzbar - aus Catering-Geschirr werde wieder Catering-Geschirr.

Laut BellandVision stellt bei diesem Material vor allem die positive Energiebilanz den wirtschaftlichen Anreiz für das Recycling dar. Das sei auch der Unterschied zu anderen Kunststoffen, bei denen oft nur versucht werde, sie mit nachgeschalteten und aufwändigen Verfahren zu minderwertigen Produkten wie Parkbänken, Blumenkübeln oder Rasengittersteinen zu verarbeiten oder in Stahlwerken zu verbrennen.

Mit Catering-Geschirr aus Belland-Material werde nach Angaben von Belz in einem überschaubaren Marktsegment der erste Materialkreislauf aufgebaut, in dem demonstriert werden soll, dass Kunststoffabfälle der Konsumgesellschaft ökologisch und ökonomisch sinnvoll verwertet werden können. Belland will damit den Grundstein für die Realisierung einer größeren Vision legen: Was mit Catering-Geschirr funktioniert, soll in absehbarer Zeit auch für Verpackungen möglich sein.

Mit der Belland-Selbstentsorgergemeinschaft sieht sich das Pegnitzer Unternehmen als Alternative zum Müllkonzern Duales System Deutschland (DSD). Handelsunternehmen und Hersteller zählen inzwischen zu den Kunden und Partnern, für die Belland zentrale Aufgaben bei der Erfüllung ihrer Produktverantwortung aus der Verpackungsverordnung übernimmt. Hierfür wurde eine umfangreiche Logistik- und Finanzierungsstruktur aufgebaut. Catering-Geschirr aus Belland-Material unterliegt wie Verpackungen und herkömmliches Einweggeschirr den gesetzlichen Bestimmungen der Verpackungsverordnung.

Gunnar Sohn | pressetext.deutschland
Weitere Informationen:
http://www.belland-vision.de

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