Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neue SFRC-Konstruktionen mit minimalen Änderungen

05.01.2004


Zur Minimierung des Implementierungsaufwands bei gleichzeitiger Maximierung der Qualität wurde jetzt ein Entwurfsverfahren für Komponenten aus stahlfaserverstärktem Beton (Steel Fibre Reinforced Concrete, SFRC) entwickelt, das auf der bestens bekannten Sigma-Epsilon-Technik basiert.



Die Zähigkeitseigenschaften von SFRC lassen sich nach bahnbrechenden Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der Beton-Balkenprüfung künftig exakt bestimmen. Durchgeführt wurden die Tests im Rahmen des Projekts RILEM TC162-TDF der Kommission. Dieses beinhaltete ein umfassendes Round-Robin-Testprogramm sowie den Dreipunkt-Biegeversuch, bei dem die Kerbe in der Balkenmitte während der Messung der Rissöffnung (Crack Mouth Opening Displacement, CMOD) sehr robuste Eigenschaften zeigte.

... mehr zu:
»Beton »SFRC »Sigma-Epsilon


Die Ergebnisse dieser Forschungsarbeit wurden auf das bekannte Sigma-Epsilon-Verfahren für gewöhnlichen Beton übertragen. So wurde ein ähnliches, leicht handhabbares Konstruktionsverfahren realisiert. In weiteren Tests wurde die Deformation bei eingeschränkter Bewegung unter Einwirkung von Normal- und Biegekräften gemessen. Ergänzt wurde das Testprogramm durch Rissproben und Scherprüfungen sowie durch Langzeittests der Kriechverformungsbeständigkeit und Auslegungs-Materialermüdung.

Die einfachen Konfigurationen und die exzellenten Verhaltensmuster machen deutlich, dass die Beton-Balkenprüfung und das Sigma-Epsilon-Verfahren ausgezeichnet auf herkömmliche Betonkonstruktionen anwendbar sind. Die Forscher sind außerdem davon überzeugt, dass diese kombinierten Tests schon bald zu RILEM-Empfehlungen umgesetzt werden und zu einem späteren Zeitpunkt auch ein Bestandteil der Eurocode-2-Normen "Betonsysteme" (CEN-Normen) werden.

Die Richtlinien und Methodiken für diese integrierten Projekte sollten somit die SFRC-Konstrukteure und die industriellen Hersteller von Betonfertigteilen (z.B. von Tunnelkomponenten und Fahrbahnplatten) in die Lage versetzen, die Qualität ihrer Betonprodukte zu steigern. Die Vorzüge dieser Designkonzepte werden überdies alternative SFRC-Lösungen und Beton-Mischungsverhältnisse zulassen und damit die Qualitätskontrolle verbessern. Auch für andere Industriezweige wie etwa die Hersteller von Stahlfasern dürften diese Forschungsergebnisse von großem Interesse sein.

Kontakt:

N.V. BEKAERT S.A.
Dirk Nemegeer
2 Bekaertstraat, 8550 Zwevegem, Belgien
Tel: +32-56-766918, Fax: -767947
Email: nemeger.dirk/ssw@bekaert.com

Dirk Nemegeer | ctm
Weitere Informationen:
http://www.bekaert.com

Weitere Berichte zu: Beton SFRC Sigma-Epsilon

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Materialwissenschaften:

nachricht Advanced Materials: Glas wie Kunststoff bearbeiten
18.05.2018 | Karlsruher Institut für Technologie

nachricht Stärkstes Biomaterial der Welt schlägt Stahl und Spinnenseide
17.05.2018 | Deutsches Elektronen-Synchrotron DESY

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Materialwissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Bose-Einstein-Kondensat im Riesenatom - Universität Stuttgart untersucht exotisches Quantenobjekt

Passt eine ultrakalte Wolke aus zehntausenden Rubidium-Atomen in ein einzelnes Riesenatom? Forscherinnen und Forschern am 5. Physikalischen Institut der Universität Stuttgart ist dies erstmals gelungen. Sie zeigten einen ganz neuen Ansatz, die Wechselwirkung von geladenen Kernen mit neutralen Atomen bei weitaus niedrigeren Temperaturen zu untersuchen, als es bisher möglich war. Dies könnte einen wichtigen Schritt darstellen, um in Zukunft quantenmechanische Effekte in der Atom-Ion Wechselwirkung zu studieren. Das renommierte Fachjournal Physical Review Letters und das populärwissenschaftliche Begleitjournal Physics berichteten darüber.*)

In dem Experiment regten die Forscherinnen und Forscher ein Elektron eines einzelnen Atoms in einem Bose-Einstein-Kondensat mit Laserstrahlen in einen riesigen...

Im Focus: Algorithmen für die Leberchirurgie – weltweit sicherer operieren

Die Leber durchlaufen vier komplex verwobene Gefäßsysteme. Die chirurgische Entfernung von Tumoren ist daher oft eine schwierige Aufgabe. Das Fraunhofer-Institut für Bildgestützte Medizin MEVIS hat Algorithmen entwickelt, die die Bilddaten von Patienten analysieren und chirurgische Risiken berechnen. Leberkrebsoperationen werden damit besser planbar und sicherer.

Jährlich erkranken weltweit 750.000 Menschen neu an Leberkrebs, viele weitere entwickeln Lebermetastasen aufgrund anderer Krebserkrankungen. Ein chirurgischer...

Im Focus: Positronen leuchten besser

Leuchtstoffe werden schon lange benutzt, im Alltag zum Beispiel im Bildschirm von Fernsehgeräten oder in PC-Monitoren, in der Wissenschaft zum Untersuchen von Plasmen, Teilchen- oder Antiteilchenstrahlen. Gleich ob Teilchen oder Antiteilchen – treffen sie auf einen Leuchtstoff auf, regen sie ihn zum Lumineszieren an. Unbekannt war jedoch bisher, dass die Lichtausbeute mit Elektronen wesentlich niedriger ist als mit Positronen, ihren Antiteilchen. Dies hat Dr. Eve Stenson im Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) in Garching und Greifswald jetzt beim Vorbereiten von Experimenten mit Materie-Antimaterie-Plasmen entdeckt.

„Wäre Antimaterie nicht so schwierig herzustellen, könnte man auf eine Ära hochleuchtender Niederspannungs-Displays hoffen, in der die Leuchtschirme nicht von...

Im Focus: Erklärung für rätselhafte Quantenoszillationen gefunden

Sogenannte Quanten-Vielteilchen-„Scars“ lassen Quantensysteme länger außerhalb des Gleichgewichtszustandes verweilen. Studie wurde in Nature Physics veröffentlicht

Forschern der Harvard Universität und des MIT war es vor kurzem gelungen, eine Rekordzahl von 53 Atomen einzufangen und ihren Quantenzustand einzeln zu...

Im Focus: Explanation for puzzling quantum oscillations has been found

So-called quantum many-body scars allow quantum systems to stay out of equilibrium much longer, explaining experiment | Study published in Nature Physics

Recently, researchers from Harvard and MIT succeeded in trapping a record 53 atoms and individually controlling their quantum state, realizing what is called a...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

„Data Science“ – Theorie und Anwendung: Internationale Tagung unter Leitung der Uni Paderborn

18.05.2018 | Veranstaltungen

Visual-Computing an Bord der MS Wissenschaft

17.05.2018 | Veranstaltungen

Tagung »Anlagenbau und -betrieb der Zukunft«

17.05.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Bose-Einstein-Kondensat im Riesenatom - Universität Stuttgart untersucht exotisches Quantenobjekt

18.05.2018 | Physik Astronomie

Countdown für Kilogramm, Kelvin und Co.

18.05.2018 | Physik Astronomie

Wie Immunzellen Bakterien mit Säure töten

18.05.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics