Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

MAM reduziert Oberflächenfehler im Submikron-Bereich

28.05.2003


Die magnetisch-abrasive Bearbeitung (Magnetic-Abrasive Machining, MAM) ist eine relativ neue Bearbeitungstechnik mit guten Aussichten für einen Einsatz in einer Vielzahl von Anwendungsgebieten. Ein weißrussisches KMU ist derzeit dabei, sein Know-how auf diesem Gebiet durch neue Forschungsarbeiten einer praktischen Nutzung näher zu bringen.



Die spanende Bearbeitung von Oberflächen gibt es schon lange, doch die dafür verwendeten Werkzeuge unterliegen einem rapiden Wandel. Die Technologie hat für die traditionellen Bearbeitungsprozesse wie Schneiden, Umformen, Schleifen, Fräsen und Polieren neue Maßstäbe in puncto Präzision gesetzt. Die magnetisch-abrasive Bearbeitung (Magnetic-Abrasive Machining, MAM) ist ein Beispiel für eine neue Technik, die eine Materialbearbeitung im Submikron-Bereich ermöglicht.

... mehr zu:
»KMU »MAM »Prozess »Submikron-Bereich


Beim MAM-Verfahren wird ein magnetisch abrasives Pulver von einem magnetischen Feld so beeinflusst, dass es die Oberfläche des Werkstücks verändert. Wird die Stärke des Magnetfeldes erhöht, so führt dies zu einem entsprechenden Anstieg der Bearbeitungsleistung. Der Prozess kann durch den Einsatz von Computern automatisiert und gesteuert werden.

Bei der MAM-Forschung an einem Laboraufbau entdeckte ein weißrussisches KMU gleich mehrere Vorzüge dieser Technik. Der größte Vorteil liegt darin, dass Produkte, die nach dem MAM-Verfahren bearbeitet wurden, weniger häufig strukturelle Fehler aufweisen. Diese Produkte sind zugleich wesentlich beständiger gegen Korrosion, Verschleiß und andere Einwirkungen.

Darüber hinaus kann das MAM-Verfahren auch zum Reparieren von Defekten in der Produktion (z.B. Ätzfehlern) sowie zum Vorbereiten von Oberflächen auf das Schweißen, Löten und/oder Beschichten eingesetzt werden. Der Prozess kann auch angewandt werden, um Materialien von mikroskopischen Filmen und sonstigen unerwünschten Substanzen zu reinigen.

Mögliche Anwendungsgebiete sind die Metall- und Keramikindustrie, die wiederum Zuliefererindustrien für andere Industriezweige wie z.B. den Schiffbau, die Automobilindustrie, die Telekommunikation, die Haushaltswarenherstellung und viele andere Branchen sind.

Auch unter wirtschaftlichen Aspekten ist das MAM-Verfahren mit anderen Techniken durchaus konkurrenzfähig, insbesondere unter Berücksichtigung der deutlich besseren Materialeigenschaften, die mit MAM erzielt werden. Vor einer kommerziellen Nutzung der Technologie stehen allerdings noch weitere Forschungsarbeiten. Für diese Forschung werden Partner und Finanzierungsmöglichkeiten gesucht, um zu einem besseren Verständnis und zu einer fundierten Abschätzung der kommerziellen Überlebensfähigkeit von MAM zu gelangen.

Kontakt:

Small state scientific and engineering enterprise "Polimag"
Dr. Khomich Mikalai
F.Skaryni, 65/9, 220027 Minsk, Weißrussland
Tel: +375-231-0686, Fax: +375-231-0686
Email: polimag@mail.ru
oder svet@metolit.by

| ctm

Weitere Berichte zu: KMU MAM Prozess Submikron-Bereich

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Materialwissenschaften:

nachricht Innovation im Leichtbaubereich: Belastbares Sandwich aus Aramid und Carbon
21.02.2018 | Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ e.V.

nachricht Wie verbessert man die Nahtqualität lasergeschweißter Textilien?
20.02.2018 | Hohenstein Institute

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Materialwissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Vorstoß ins Innere der Atome

Mit Hilfe einer neuen Lasertechnologie haben es Physiker vom Labor für Attosekundenphysik der LMU und des MPQ geschafft, Attosekunden-Lichtblitze mit hoher Intensität und Photonenenergie zu produzieren. Damit konnten sie erstmals die Interaktion mehrere Photonen in einem Attosekundenpuls mit Elektronen aus einer inneren atomaren Schale beobachten konnten.

Wer die ultraschnelle Bewegung von Elektronen in inneren atomaren Schalen beobachten möchte, der benötigt ultrakurze und intensive Lichtblitze bei genügend...

Im Focus: Attoseconds break into atomic interior

A newly developed laser technology has enabled physicists in the Laboratory for Attosecond Physics (jointly run by LMU Munich and the Max Planck Institute of Quantum Optics) to generate attosecond bursts of high-energy photons of unprecedented intensity. This has made it possible to observe the interaction of multiple photons in a single such pulse with electrons in the inner orbital shell of an atom.

In order to observe the ultrafast electron motion in the inner shells of atoms with short light pulses, the pulses must not only be ultrashort, but very...

Im Focus: Good vibrations feel the force

Eine Gruppe von Forschern um Andrea Cavalleri am Max-Planck-Institut für Struktur und Dynamik der Materie (MPSD) in Hamburg hat eine Methode demonstriert, die es erlaubt die interatomaren Kräfte eines Festkörpers detailliert auszumessen. Ihr Artikel Probing the Interatomic Potential of Solids by Strong-Field Nonlinear Phononics, nun online in Nature veröffentlich, erläutert, wie Terahertz-Laserpulse die Atome eines Festkörpers zu extrem hohen Auslenkungen treiben können.

Die zeitaufgelöste Messung der sehr unkonventionellen atomaren Bewegungen, die einer Anregung mit extrem starken Lichtpulsen folgen, ermöglichte es der...

Im Focus: Good vibrations feel the force

A group of researchers led by Andrea Cavalleri at the Max Planck Institute for Structure and Dynamics of Matter (MPSD) in Hamburg has demonstrated a new method enabling precise measurements of the interatomic forces that hold crystalline solids together. The paper Probing the Interatomic Potential of Solids by Strong-Field Nonlinear Phononics, published online in Nature, explains how a terahertz-frequency laser pulse can drive very large deformations of the crystal.

By measuring the highly unusual atomic trajectories under extreme electromagnetic transients, the MPSD group could reconstruct how rigid the atomic bonds are...

Im Focus: Verlässliche Quantencomputer entwickeln

Internationalem Forschungsteam gelingt wichtiger Schritt auf dem Weg zur Lösung von Zertifizierungsproblemen

Quantencomputer sollen künftig algorithmische Probleme lösen, die selbst die größten klassischen Superrechner überfordern. Doch wie lässt sich prüfen, dass der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Von festen Körpern und Philosophen

23.02.2018 | Veranstaltungen

Spannungsfeld Elektromobilität

23.02.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2018

21.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Vorstoß ins Innere der Atome

23.02.2018 | Physik Astronomie

Wirt oder Gast? Proteomik gibt neue Aufschlüsse über Reaktion von Rifforganismen auf Umweltstress

23.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Wie Zellen unterschiedlich auf Stress reagieren

23.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics