US-Konzern Cargill kooperiert für Weiterentwicklung mit 85 Unternehmen
Der US-Konzern Cargill Dow mit Sitz in Minnetonka/Minnesota und die Firma Unifi haben eine biologisch abbaubare Biotech-Faser entwickelt. Es soll die erste je von Menschenhand hergestellte Faser sein, die aus 100-Prozent nachwachsenden Rohstoffen besteht. Entwickelt wurde die Faser “Ingeo” aus auf Getreide-basiertem Kunststoff. Sie vereint laut Herstellern die Vorteile natürlicher Fasern, verfügt aber auch über die Qualitäten herkömmlichen synthetischen Garns. Die Einsatzgebiete reichen von Kleidung über Polstermöbel bis hin zur Autoindustrie.
Ingeo verwendet den von Pflanzen wie Getreide während der Photosynthese abgegeben Kohlenstoff. Kohlenstoff wird in Pflanzen wie z.B. Mais als Stärke gespeichert, die wiederum in natürliche Pflanzenzucker umgewandelt werden kann. Durch einfache Fermentierung und Trennung werden der Kohlenstoff und andere Bestandteile des natürlichen Zuckers extrahiert und für die Herstellung des Polymers, dem so genannten Polyactid (PLA) verwendet.
Laut Cargill-Sprecher Michael OBrien ist das Produkt so wandlungsfähig, dass es für Kleidung, aber auch für das Sitzmobiliar eines Hauses eingesetzt werden kann. Den Angaben des Unternehmens zufolge kooperieren weltweit bereits 85 Unternehmen, von der Trendmarke Diesel bis hin zum Deckenproduzenten Faribault Woolen Mills mit Cargill, um aus der patentierten Faser neue Produkte zu entwickeln.




