Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neue Polyurethan-Beschichtungen für Katheder, Endoskope und Co.

10.04.2008
Weniger Schmerzen durch verminderte Reibung Aktuelle Forschungs- und Entwicklungsergebnisse auf der Fachtagung "ECC Medical Coatings and Adhesives" vorgestellt

Auf Grund ihrer außerordentlichen Anpassungsfähigkeit und Vielseitigkeit erobern Beschichtungen aus Polyurethan (PUR) seit ihrer Erfindung vor über 70 Jahren immer neue Anwendungsbereiche. Nun stehen sie zum nächsten Coup bereit:

Schon bald werden sie zum Beispiel Kathedern, Führungsdrähten und Endoskopen zu besonders reibungsarmen Oberflächen verhelfen, die zudem mechanisch und thermisch beständig sind. Wie Experte Dr. Jürgen Köcher von Bayer MaterialScience heute auf der "European Coatings Conference (ECC), Medical Coatings and Adhesives" in Berlin berichtete, entwickelt das Unternehmen derzeit hydrophile - wasserliebende - PUR-Beschichtungen für medizinische Geräte.

"Solchermaßen beschichtete Geräte werden sich durch die verminderte Reibung besonders einfach und sicher handhaben lassen. Für die Patienten bedeutet das: weniger Schmerzen", so Köcher.

... mehr zu:
»Beschichtung »Endoskop

Zur Herstellung der neuen Beschichtungen gibt es zwei Wege: Die eine Route führt über wässrige PUR-Dispersionen, die andere über PUR-Lösungen. Die wasserbasierten Beschichtungen sind besonders hydrophil, während die lösemittelbasierten sich außerdem durch eine exzellente mechanische Stabilität (Nassfestigkeit) auszeichnen.

"Unser Ziel ist es, in den kommenden Monaten erste Handelsprodukte zur Beschichtung medizinischer Geräte anzubieten", sagt Dr. Michael Mager, im Bereich "Innovation and Business Creation" Leiter des Segments "Medical Coatings and Adhesives". Bereits jetzt stellt Bayer MaterialScience ausgewählten Kunden Muster der neuen PUR-Rohstoffe zur Verfügung.

Die neuen Dispersionen und Lösungen können auf nahezu beliebige Weise auf medizinische Geräte oder Implantate aufgebracht werden, zum Beispiel durch Sprühen oder Tauchen. Die resultierenden Beschichtungen zeigten bei In-vitro-Tests gemäß DIN 10933-5 keine Zytotoxizität. "Die Studien zur Blutverträglichkeit verliefen ebenfalls wunschgemäß: Die Beschichtungen aktivierten die Blutgerinnungskaskade und Thrombozyten nur wenig", freut sich Köcher.

Über Bayer MaterialScience:
Mit einem Umsatz von 10,4 Milliarden Euro im Jahr 2007 (fortzuführendes
Geschäft) gehört Bayer MaterialScience zu den weltweit größten Polymer-Unternehmen. Geschäftsschwerpunkte sind die Herstellung von Hightech-Polymerwerkstoffen und die Entwicklung innovativer Lösungen für Produkte, die in vielen Bereichen des täglichen Lebens Verwendung finden.

Die wichtigsten Abnehmerbranchen sind die Automobilindustrie, die Elektro-/Elektronik-Branche sowie die Bau-, Sport- und Freizeitartikelindustrie. Bayer MaterialScience produziert an 30 Standorten rund um den Globus und beschäftigte Ende 2007 etwa 15.400 Mitarbeiter. Bayer MaterialScience ist ein Unternehmen des Bayer-Konzerns.

Hotline für Leseranfragen:
Fax: (0221) 9902-160
Zukunftsgerichtete Aussagen
Diese Presseinformation kann bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen enthalten, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung des Bayer-Konzerns bzw. seiner Teilkonzerne beruhen.

Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Diese Faktoren schließen diejenigen ein, die Bayer in veröffentlichten Berichten beschrieben hat. Diese Berichte stehen auf der Bayer-Webseite www.bayer.de zur Verfügung. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.

| BayNews
Weitere Informationen:
http://www.bayermaterialscience.de
http://www.bayer.de

Weitere Berichte zu: Beschichtung Endoskop

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Materialwissenschaften:

nachricht Neue Beschichtung bei Industrieanlagen soll Emissionen senken
12.12.2017 | Technische Universität Kaiserslautern

nachricht Realer Versuch statt virtuellem Experiment: Erfolgreiche Prüfung von Nanodrähten
07.12.2017 | Helmholtz-Zentrum Geesthacht - Zentrum für Material- und Küstenforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Materialwissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Electromagnetic water cloak eliminates drag and wake

Detailed calculations show water cloaks are feasible with today's technology

Researchers have developed a water cloaking concept based on electromagnetic forces that could eliminate an object's wake, greatly reducing its drag while...

Im Focus: Neue Einblicke in die Materie: Hochdruckforschung in Kombination mit NMR-Spektroskopie

Forschern der Universität Bayreuth und des Karlsruhe Institute of Technology (KIT) ist es erstmals gelungen, die magnetische Kernresonanzspektroskopie (NMR) in Experimenten anzuwenden, bei denen Materialproben unter sehr hohen Drücken – ähnlich denen im unteren Erdmantel – analysiert werden. Das in der Zeitschrift Science Advances vorgestellte Verfahren verspricht neue Erkenntnisse über Elementarteilchen, die sich unter hohen Drücken oft anders verhalten als unter Normalbedingungen. Es wird voraussichtlich technologische Innovationen fördern, aber auch neue Einblicke in das Erdinnere und die Erdgeschichte, insbesondere die Bedingungen für die Entstehung von Leben, ermöglichen.

Diamanten setzen Materie unter Hochdruck

Im Focus: Scientists channel graphene to understand filtration and ion transport into cells

Tiny pores at a cell's entryway act as miniature bouncers, letting in some electrically charged atoms--ions--but blocking others. Operating as exquisitely sensitive filters, these "ion channels" play a critical role in biological functions such as muscle contraction and the firing of brain cells.

To rapidly transport the right ions through the cell membrane, the tiny channels rely on a complex interplay between the ions and surrounding molecules,...

Im Focus: Stabile Quantenbits

Physiker aus Konstanz, Princeton und Maryland schaffen ein stabiles Quantengatter als Grundelement für den Quantencomputer

Meilenstein auf dem Weg zum Quantencomputer: Wissenschaftler der Universität Konstanz, der Princeton University sowie der University of Maryland entwickeln ein...

Im Focus: Realer Versuch statt virtuellem Experiment: Erfolgreiche Prüfung von Nanodrähten

Mit neuartigen Experimenten enträtseln Forscher des Helmholtz-Zentrums Geesthacht und der Technischen Universität Hamburg, warum winzige Metallstrukturen extrem fest sind

Ultraleichte und zugleich extrem feste Werkstoffe – poröse Nanomaterialien aus Metall versprechen hochinteressante Anwendungen unter anderem für künftige...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Innovative Strategien zur Bekämpfung von parasitären Würmern

08.12.2017 | Veranstaltungen

Hohe Heilungschancen bei Lymphomen im Kindesalter

07.12.2017 | Veranstaltungen

Der Roboter im Pflegeheim – bald Wirklichkeit?

05.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

E-Mobilität: Neues Hybridspeicherkonzept soll Reichweite und Leistung erhöhen

12.12.2017 | Energie und Elektrotechnik

Wie Brände die Tundra langfristig verändern

12.12.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Gefäßregeneration: Wie sich Wunden schließen

12.12.2017 | Medizin Gesundheit