Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neuartige Technologie passt Schuhe dem Wetter an

04.04.2008
Das Hamburger Unternehmen IQTEX hat auf Basis eines Superabsorber-Vlieses der BASF ein innovatives System entwickelt, das den Tragekomfort von Schuhen revolutioniert.

Nie wieder nasse Füße: IQTEX und BASF haben gemeinsam ein weltweit einzigartiges, intelligentes Material entwickelt, das Schuhe dem jeweiligen Wetter anpasst. Hierfür hat IQTEX ein spezielles Superabsorber-Vlies der BASF zu einem neuartigen Ventilations-Element mit dem Namen Vayu Verde® verarbeitet.

„Im Gegensatz zu herkömmlicher Funktionsbekleidung sind Schuhe mit der Vayu Verde Technologie nicht nur atmungsaktiv, sondern je nach Witterung luftdurchlässig wie ein Baumwoll-T-Shirt oder wasserdicht wie Gummistiefel“, sagt Michael Dehn, Geschäftsführer von IQTEX.

Vayu Verde® funktioniert wie eine Blüte, die sich bei Regen schließt und sich wieder öffnet, sobald sie trocken ist. Wird das Material nass, zum Beispiel wenn der Schuhträger in eine Pfütze tritt, nimmt das Superabsorber-Vlies in dem Ventilations-Element sofort das Wasser auf. Es verschließt sich und bleibt selbst unter hohem Druck wasserdicht. Sobald das in die Schuhsohle eingearbeitete Material trocknet, ist es hingegen innerhalb von Minuten wieder vollkommen luftdurchlässig und der Schuhträger spürt einen angenehmen Luftzug. Ob Regen oder Hitze – die Füße bleiben so immer trocken.

... mehr zu:
»IQTEX

Vayu Verde® ist weltweit zum Patent angemeldet. Für die Entwicklung wurden IQTEX-Geschäftsführer Michael Dehn und sein Geschäftspartner Christian Wiedemann bereits mehrfach mit Preisen ausgezeichnet, zuletzt mit dem Brand New Award im Rahmen des weltgrößten Jungunternehmer-Wettbewerbs der Sportindustrie auf der ISPO Sport & Style im Juli 2007 in München.

Das Vlies in Vayu Verde® enthält superabsorbierende Polymere und wird von der BASF unter dem Namen Luquafleece® vermarktet. Luquafleece® kann große Mengen an wässrigen Flüssigkeiten absorbieren und ist dank eines reversiblen Mechanismus zur Feuchtigkeitsbindung in der Lage, Wasser und Wasserdampf aufzunehmen und wieder abzugeben. Es wird bereits unter anderem in Bürostühlen und Schutzkleidung eingesetzt.

„Luquafleece ist eine unserer Spezialitäten im Superabsorberportfolio für industrielle Anwendungen“, sagt Ralf Spettmann, Leiter der Global Business Unit Acrylics & Superabsorbents der BASF. „Mit Vayu Verde ist es uns gelungen, eine weitere, innovative Anwendung für dieses absorbierende Vlies zu erschließen. Die Zusammenarbeit mit IQTEX ist ein gutes Beispiel dafür, wie BASF gemeinsam mit Kunden immer wieder neue Problemlösungen entwickelt.“ Die BASF wird Luquafleece® und Produkte, die damit hergestellt werden, auf der Vliesstoff-Messe INDEX 2008 (15. bis 18. April 2008) in Genf präsentieren.

Die ersten Schuhe mit der Vayu Verde® Technologie sollen in diesem Jahr auf den Markt kommen. IQTEX hat gemeinsam mit Partnern wie dem Sicherheitsschuh-Hersteller Baak und der Deichmann-Gruppe (Kinderschuhmarke Elefanten) bereits erste Modelle entwickelt. Außer Schuhen könnten aber auch Jacken, Handschuhe, Zelte, Schutzhelme, Textilien und Sportaccessoires mit Vayu Verde® ausgestattet werden, um die Belüftung zu optimieren. Für elektronische Geräte oder medizinische Produkte ist die innovative Technologie ebenfalls geeignet.

Das Unternehmen IQTEX wurde 2005 von Michael Dehn und Christian Wiedemann zur Vermarktung mehrerer Patente und zum Patent angemeldeter Erfindungen gegründet. IQTEX widmet sich der Aufgabe, unter Ausnutzung neuester Technologien und Produktionsmöglichkeiten neuartige Produkte zu entwickeln, zu testen und den Produktionsweg zu begleiten. Seit der Gründung stehen die Entwicklung marktreifer Produkte sowie die kontinuierliche Verbesserung und Erweiterung der vorhandenen Erfindungen im Vordergrund. Weitere Informationen zu IQTEX im Internet unter www.iqtex.com.

Superabsorber sind vernetzte Polyacrylate und zeichnen sich durch ein enormes Saugvermögen aus: Sie können bis zum 500fachen ihres Gewichts an wässrigen Flüssigkeiten aufnehmen und binden. Hauptanwendungsgebiet ist die Herstellung von Hygieneprodukten. Daneben gibt es viele industrielle Anwendungen wie zum Beispiel das Verdicken oder Aufnehmen flüssiger Abfälle oder die Verwendung als selbstabdich¬tende Ummantelung in Unterwasserkabeln. Wässrige Flüssigkeiten werden von Superabsorbern unter Druck nicht wieder abgegeben; Pflanzenwurzeln hingegen können das in Superabsorbern gespeicherte Wasser langsam und gleichmäßig aufnehmen. Deshalb werden Superabsorber zunehmend als Wasserspeicher im Boden oder in spezieller Pflanzerde eingesetzt. Superabsorber werden vom Unternehmensbereich Acrylics & Dispersions der BASF weltweit vermarktet.

Über BASF
BASF ist das führende Chemie-Unternehmen der Welt: The Chemical Company. Das Portfolio reicht von Öl und Gas über Chemikalien, Kunststoffe und Veredlungsprodukte bis hin zu Pflanzenschutzmitteln und Feinchemikalien. Als zuverlässiger Partner hilft die BASF Ihren Kunden in nahezu allen Branchen, erfolgreicher zu sein. Mit hochwertigen Produkten und intelligenten Lösungen trägt die BASF dazu bei, Antworten auf globale Herausforderungen wie Klimaschutz, Energieeffizienz, Ernährung und Mobilität zu finden. Die BASF beschäftigt mehr als 95.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und erzielte im Jahr 2007 einen Umsatz von fast 58 Milliarden €. Die BASF ist börsennotiert in Frankfurt (BAS), London (BFA) und Zürich (AN).

| BASF
Weitere Informationen:
http://www.basf.de

Weitere Berichte zu: IQTEX

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Materialwissenschaften:

nachricht Quantenanomalien: Das Universum in einem Kristall
21.07.2017 | Max-Planck-Institut für Chemische Physik fester Stoffe

nachricht Projekt »ADIR«: Laser bergen wertvolle Werkstoffe
21.07.2017 | Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Materialwissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Navigationssystem der Hirnzellen entschlüsselt

Das menschliche Gehirn besteht aus etwa hundert Milliarden Nervenzellen. Informationen zwischen ihnen werden über ein komplexes Netzwerk aus Nervenfasern übermittelt. Verdrahtet werden die meisten dieser Verbindungen vor der Geburt nach einem genetischen Bauplan, also ohne dass äußere Einflüsse eine Rolle spielen. Mehr darüber, wie das Navigationssystem funktioniert, das die Axone beim Wachstum leitet, haben jetzt Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) herausgefunden. Das berichten sie im Fachmagazin eLife.

Die Gesamtlänge des Nervenfasernetzes im Gehirn beträgt etwa 500.000 Kilometer, mehr als die Entfernung zwischen Erde und Mond. Damit es beim Verdrahten der...

Im Focus: Kohlenstoff-Nanoröhrchen verwandeln Strom in leuchtende Quasiteilchen

Starke Licht-Materie-Kopplung in diesen halbleitenden Röhrchen könnte zu elektrisch gepumpten Lasern führen

Auch durch Anregung mit Strom ist die Erzeugung von leuchtenden Quasiteilchen aus Licht und Materie in halbleitenden Kohlenstoff-Nanoröhrchen möglich....

Im Focus: Carbon Nanotubes Turn Electrical Current into Light-emitting Quasi-particles

Strong light-matter coupling in these semiconducting tubes may hold the key to electrically pumped lasers

Light-matter quasi-particles can be generated electrically in semiconducting carbon nanotubes. Material scientists and physicists from Heidelberg University...

Im Focus: Breitbandlichtquellen mit flüssigem Kern

Jenaer Forschern ist es gelungen breitbandiges Laserlicht im mittleren Infrarotbereich mit Hilfe von flüssigkeitsgefüllten optischen Fasern zu erzeugen. Mit den Fasern lieferten sie zudem experimentelle Beweise für eine neue Dynamik von Solitonen – zeitlich und spektral stabile Lichtwellen – die aufgrund der besonderen Eigenschaften des Flüssigkerns entsteht. Die Ergebnisse der Arbeiten publizierte das Jenaer Wissenschaftler-Team vom Leibniz-Instituts für Photonische Technologien (Leibniz-IPHT), dem Fraunhofer-Insitut für Angewandte Optik und Feinmechanik, der Friedrich-Schiller-Universität Jena und des Helmholtz-Insituts im renommierten Fachblatt Nature Communications.

Aus einem ultraschnellen intensiven Laserpuls, den sie in die Faser einkoppeln, erzeugen die Wissenschaftler ein, für das menschliche Auge nicht sichtbares,...

Im Focus: Flexible proximity sensor creates smart surfaces

Fraunhofer IPA has developed a proximity sensor made from silicone and carbon nanotubes (CNT) which detects objects and determines their position. The materials and printing process used mean that the sensor is extremely flexible, economical and can be used for large surfaces. Industry and research partners can use and further develop this innovation straight away.

At first glance, the proximity sensor appears to be nothing special: a thin, elastic layer of silicone onto which black square surfaces are printed, but these...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

10. Uelzener Forum: Demografischer Wandel und Digitalisierung

26.07.2017 | Veranstaltungen

Clash of Realities 2017: Anmeldung jetzt möglich. Internationale Konferenz an der TH Köln

26.07.2017 | Veranstaltungen

2. Spitzentreffen »Industrie 4.0 live«

25.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Robuste Computer für's Auto

26.07.2017 | Seminare Workshops

Läuft wie am Schnürchen!

26.07.2017 | Seminare Workshops

Leicht ist manchmal ganz schön schwer!

26.07.2017 | Seminare Workshops