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Antibakterielle Folie leicht aus Klebeband herstellbar

13.02.2015

Metall-Nanopartikel erlauben zahlreiche nützliche Eigenschaften im Alltag

Einfaches durchsichtiges Klebeband lässt sich ganz einfach in eine antibakterielle Folie verwandeln, wie Forscher der Northwestern University http://northwestern.edu  herausgefunden haben.


Klebeband: Damit lässt sich viel mehr als nur kleben (Foto: pixelio.de, BirgitH)

Das Aufbringen von Nanopartikeln aus Metall auf der Folie verleiht ihr bemerkenswerte Eigenschaften. Silber macht sie antibakteriell, Kupfer schützt vor Pilzen und Gold ermöglicht das Leiten von Elektrizität.

Schwierig ist allein, die Nanopartikel auf der Folie aufzubringen. In den meisten Fällen ist ein starkes chemisches Bad notwendig, um die Verbindungen an der Oberfläche aufzubrechen. Klebeband ist laut dem Team um Bartosz Grzybowski dafür sehr gut geeignet.

Schon beim Abziehen werden die chemischen Verbindungen im Klebstoff aufgebrochen. Damit ist es ideal für die Reaktion mit Metallen wie Silber oder Kupfer geeignet.

Vielseitige Verwendungsmöglichkeiten

Will man das Klebeband mit Nanopartikeln bedecken, reicht es aus, ein Stück abzuziehen und es in eine Lösung mit Metallsalzen einzulegen.

Bei großen Stücken, die sich nicht auf einer Rolle befinden, reicht Druck auf das Band aus, um eine Reaktion mit der Lösung hervorzurufen. Die Zusammensetzung der Lösung ermöglicht es, das Klebeband mit den verschiedensten Eigenschaften auszustatten.

Auf einfache Weise lässt sich so selbst ein antibakterielles Pflaster oder ein elektrisch leitendes Klebeband herstellen.

Kein Problem sind auch Folien gegen Bakterien, die zum Beispiel auf Wänden in feuchten Räumen wie im Keller angebracht werden können.

Die Forschungsergebnisse wurden im "Journal of the American Chemical Society" http://pubs.acs.org/journal/jacsat  veröffentlicht.

Michaela Monschein | pressetext.redaktion

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