Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Über 150.000 vollständig bestimmte anorganische Kristallstrukturen in der Datenbank ICSD

24.04.2012
FIZ Karlsruhe stärkt die Innovationskraft der Materialforschung: ICSD, die weltweit größte Datenbank mit vollständig bestimmten anorganischen Kristallstrukturen, bietet jetzt mehr als 150.000 evaluierte Datensätze. Das ermöglicht Materialwissenschaftlern die Optimierung bestehender Produkte und laufender Produktionsprozesse sowie die „in silico“-Entwicklung neuer Materialien.

Wissenschaftlern und Forschern stehen in der Kristallstrukturdatenbank ICSD nun über 150.000 Datensätze zur Verfügung. Die "Inorganic Crystal Structure Database" ist die weltweit größte Datenbank mit vollständig bestimmten anorganischen Kristallstrukturen. Sie wird von FIZ Karlsruhe und dem US-Institut NIST (National Institute for Standards and Technology) produziert.

Die gespeicherten Daten ermöglichen neben der Optimierung bestehender Produkte und laufender Produktionsprozesse insbesondere die „in silico“-Entwicklung neuer, technologisch relevanter Materialien wie Supraleitern, Keramiken oder Nanopartikeln mit spezifischen, maßgeschneiderten Eigenschaften. In der Forschung und Qualitätssicherung stellen die evaluierten Daten eine wertvolle Arbeitsgrundlage für quantitative und qualitative anorganische Analysen dar.

FIZ Karlsruhe stärkt damit die Innovationskraft der Materialforschung und trägt zur Entwicklung ressourcenschonender Produktionsprozesse und nachhaltiger Materialien bei.

Seit mehr als 30 Jahren ist die Datenbank ICSD Materialwissenschaftlern, Chemikern, Physikern, Kristallographen, Mineralogen und Geologen eine wertvolle Grundlage bei der Lösung vielfältiger Probleme in der angewandten Forschung und Grundlagenforschung sowie bei der Veranschaulichung grundlegender Themen im Rahmen der Ausbildung. Die hohe Aktualität der Datenbank wird durch halbjährliche Updates mit rund 7.000 neuen Einträgen erreicht. Zudem werden jährlich etwa 4.000 - 6.000 Einträge auf der Basis der neuesten Erkenntnisse der wissenschaftlichen Forschung modifiziert.
FIZ Karlsruhe bietet die ICSD als integriertes Paket mit Such- und Analysesoftware für Windows-basierte Systeme sowie als Web-basierte Lösungen für Internet und Intranet an. Neben den vielfältigen Suchoptionen für kristallographische Daten und daraus abgeleiteten Informationen stehen ausgefeilte Werkzeuge zur Visualisierung und Analyse der Kristallstrukturen zur Verfügung. Von besonderer Bedeutung für die Analyse bisher unbekannter Verbindungen ist die Klassifizierung der Strukturen in Strukturtypen, die eine Strukturverwandtschaft widerspiegeln. Die in ICSD enthaltenen bibliografischen Daten erlauben einen schnellen – teilweise direkten – Zugriff auf die Originalpublikationen, beispielsweise mittels eines Link-Resolvers oder über den Volltextvermittlungsservice FIZ AutoDoc.

Weitere materialwissenschaftliche Datenbanken sind über STN International, FIZ Karlsruhes Online-Dienst für Forschungs- und Patentinformation, verfügbar.

ICSD ist eine bedeutsame Ergänzung zu FIZ Karlsruhes breit gefächertem Angebot an Forschungsinformation aus aller Welt. Sie unterstreicht einmal mehr, dass FIZ Karlsruhe sehr gute, ja exzellente Arbeit für Wissenschaft und Wirtschaft leistet. Das bestätigte dem Institut kürzlich erst eine international besetzte Expertenkommission. "Advancing Science" ist 35 Jahre nach Gründung das Leitmotiv, an dem FIZ Karlsruhe seine Arbeit ausrichtet und an dem es sich messen lässt.
Weitere Informationen
FIZ Karlsruhe
Hermann-von-Helmholtz-Platz 1
76344 Eggenstein-Leopoldshafen
Tel.: 07247 808 555 ,Fax: 07247 808 259
E-Mail: helpdesk@fiz-karlsruhe.de

Pressekontakt:
FIZ Karlsruhe
Rüdiger Mack
Tel.: 07247 808 513, Fax: 07247 808 134
E-Mail: Ruediger.Mack@fiz-karlsruhe.de

FIZ Karlsruhe – Leibniz-Institut für Informationsinfrastruktur (www.fiz-karlsruhe.de) ist eine gemeinnützige Gesellschaft, die im öffentlichen Auftrag weltweit publizierte wissenschaftliche Information zugänglich macht und entsprechende Dienstleistungen zur Verfügung stellt. FIZ Karlsruhe hat die Aufgabe, den nationalen und internationalen Wissenstransfer und die Innovationsförderung zu unterstützen. Die Geschäftsfelder sind:

- STN International – der weltweit führende Online-Service für wissenschaftlich-technische Forschungs- und Patentinformation
- KnowEsis – innovative e-Science-Solutions zur disziplinunabhängigen Unterstützung des gesamten Forschungsprozesses
- Datenbanken und Informationsdienste – Datenbanken und Wissenschaftsportale in den Fachgebieten Energie, Mathematik und Informatik, Kristallographie und Chemie.

FIZ Karlsruhe ist Mitglied der Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried-Wilhelm-Leibniz ("Leibniz-Gemeinschaft"), unter deren Dach 86 Einrichtungen vereint sind, die Forschung betreiben oder wissenschaftliche Infrastruktur bereitstellen.

Rüdiger Mack | idw
Weitere Informationen:
http://www.fiz-karlsruhe.de/
http://www.fiz-karlsruhe.de/materials_science.html

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Materialwissenschaften:

nachricht Realer Versuch statt virtuellem Experiment: Erfolgreiche Prüfung von Nanodrähten
07.12.2017 | Helmholtz-Zentrum Geesthacht - Zentrum für Material- und Küstenforschung

nachricht Aufgewärmt am Start
05.12.2017 | Empa - Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Materialwissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Neue Einblicke in die Materie: Hochdruckforschung in Kombination mit NMR-Spektroskopie

Forschern der Universität Bayreuth und des Karlsruhe Institute of Technology (KIT) ist es erstmals gelungen, die magnetische Kernresonanzspektroskopie (NMR) in Experimenten anzuwenden, bei denen Materialproben unter sehr hohen Drücken – ähnlich denen im unteren Erdmantel – analysiert werden. Das in der Zeitschrift Science Advances vorgestellte Verfahren verspricht neue Erkenntnisse über Elementarteilchen, die sich unter hohen Drücken oft anders verhalten als unter Normalbedingungen. Es wird voraussichtlich technologische Innovationen fördern, aber auch neue Einblicke in das Erdinnere und die Erdgeschichte, insbesondere die Bedingungen für die Entstehung von Leben, ermöglichen.

Diamanten setzen Materie unter Hochdruck

Im Focus: Scientists channel graphene to understand filtration and ion transport into cells

Tiny pores at a cell's entryway act as miniature bouncers, letting in some electrically charged atoms--ions--but blocking others. Operating as exquisitely sensitive filters, these "ion channels" play a critical role in biological functions such as muscle contraction and the firing of brain cells.

To rapidly transport the right ions through the cell membrane, the tiny channels rely on a complex interplay between the ions and surrounding molecules,...

Im Focus: Stabile Quantenbits

Physiker aus Konstanz, Princeton und Maryland schaffen ein stabiles Quantengatter als Grundelement für den Quantencomputer

Meilenstein auf dem Weg zum Quantencomputer: Wissenschaftler der Universität Konstanz, der Princeton University sowie der University of Maryland entwickeln ein...

Im Focus: Realer Versuch statt virtuellem Experiment: Erfolgreiche Prüfung von Nanodrähten

Mit neuartigen Experimenten enträtseln Forscher des Helmholtz-Zentrums Geesthacht und der Technischen Universität Hamburg, warum winzige Metallstrukturen extrem fest sind

Ultraleichte und zugleich extrem feste Werkstoffe – poröse Nanomaterialien aus Metall versprechen hochinteressante Anwendungen unter anderem für künftige...

Im Focus: Geburtshelfer und Wegweiser für Photonen

Gezielt Photonen erzeugen und ihren Weg kontrollieren: Das sollte mit einem neuen Design gelingen, das Würzburger Physiker für optische Antennen erarbeitet haben.

Atome und Moleküle können dazu gebracht werden, Lichtteilchen (Photonen) auszusenden. Dieser Vorgang verläuft aber ohne äußeren Eingriff ineffizient und...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Innovative Strategien zur Bekämpfung von parasitären Würmern

08.12.2017 | Veranstaltungen

Hohe Heilungschancen bei Lymphomen im Kindesalter

07.12.2017 | Veranstaltungen

Der Roboter im Pflegeheim – bald Wirklichkeit?

05.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Goldmedaille für die praktischen Ergebnisse der Forschungsarbeit bei Nutricard

11.12.2017 | Unternehmensmeldung

Nachwuchs knackt Nüsse - Azubis der Friedhelm Loh Group für Projekte prämiert

11.12.2017 | Unternehmensmeldung

Mit 3D-Zellkulturen gegen Krebsresistenzen

11.12.2017 | Medizin Gesundheit