Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Zirkular-Reibschmelzen holt im Vergleich zu anderen Fügemethoden auf

29.08.2008
Hat man Elektronikgehäuse früher geschraubt, geklipst oder genietet und mit hohem Aufwand abgedichtet, werden heute bevorzugt unlösbare Fügeverbindungen mit Dichtwirkung eingesetzt. Doch was ist die richtige Verbindung auf lange Zeit? Zirkular-Reibschmelzen gewinnt im Wettbewerb mit anderen Fügemethoden an Bedeutung.

Das Elektronikgehäuse ist ein weiter Begriff, er umfasst alle geschlossenen Baugruppen, in denen Komponenten mit irgendwie elektronischen Funktionen enthalten sind. Das können sein: Sicherungen, Sensoren, Indikatoren, Spulen, Bandkontakte, Platinen, Magnete und vieles mehr. Diese Boxen wurden früher geschraubt, genietet oder geklipst.

Man hat die Fügeverbindungen, damit sie mediendicht werden, nach Anforderung mit hohem Zusatzaufwand dicht machen müssen, indem Dichtungen oder andere elastische Materialien zugefügt wurden. Im Automotivebereich ist Salzwasserdichtheit eine hohe Anforderung in Verbindung mit Vibration und Temperaturbandbreite von -30 bis 130 °C im Motorraum. Manche Verbindungen und Sensoren müssen Kraftstoff-Gasdichtheit erfüllen, was eine extrem homogene Fügeverbindung erfordert.

Außer der Dichtungsaufgabe wird gleichzeitig auch der mechanische Schutz der eingefügten sensiblen Teile gewünscht, wofür das bisher übliche Ausgießen der E-Komponenten nicht ausreicht, deshalb das „Deckeln“ der Gehäuse im hergebrachten Stil.

Unlösbare Fügeverbindungen mit Dichtwirkung werden heute bevorzugt eingesetzt. Aber da scheiden sich die Geister über die richtige Verbindung auf lange Zeit.

Verbindungen müssen Mindestanforderungen erfüllen

Die Mindestbedingungen sind die, die an den Kunden nicht noch zusätzliche und teure Anforderungen stellen, bevor gefügt wird:

-Thermoplastische Kunststoffe gleicher Wahl bei beiden Fügepartnern sind ideal zum Aufschmelzen.

-Füllstoffe und Faserverstärkung so, wie es das Produkt im Einsatzraum und unter Belastung haben muss, sollten möglich sein.

-Normaler Spritzteileverzug im Verhältnis der Teilegröße sollte den Fügeprozess nicht beinträchtigen.

-Formgestaltungsfreiheit der Teilewandstärken und Höhen bis zur Füge-Trennebene nach Design- und Funktionsbedürfnissen soll der Prozess möglich machen.

-Präzisionsfügen mit Toleranzen für K-Teile im Bereich
-Nahtgestaltung und Schmelzeräume sind bei allen Press-Schweißverfahren grundsätzlich ähnlich, das verdrängte Volumen muss aufgenommen werden.

Bei den Anforderungen scheiden sich bereits die Geister. Denn bei den bekannten Fügeprozessen wie Ultraschall, Laser, Vibration(Lin), thermisches Aufschmelzen und Kleben gibt es bei mindestens einem der oben genannten Merkmale Nachteile für die Fügeverbindung, die deshalb im Prozess die gewünschte Sicherheit zunichte machen können.

Die Breitbandlösung beim Fügen von Elektronikgehäusen

Die Breitbandlösung beim Fügen ist das Zirkular-Reibschmelzen mit auf den Prozess frei programmierbarer Schweißfrequenz. Die zirkulare Kinematik ist gleich einer harmonischen Kreisformschwingung. An jedem kleinsten Punkt der Fügeverbindung entsteht die Schmelze.

Die Kreisschwingung verursacht keine harten Beschleunigungsspitzen, es wirkt nur eine konstante Fliehkraft. Damit werden umgebende Teile, egal welcher Struktur und Funktion, geschont, also nicht gestresst oder in schadhafte Schwingung versetzt.

Das ist der Grund, weshalb Elektronikbauteile eine Nullfehlerquote haben, im Bezug auf den Zirkular-Fügeprozess. Die wesentlichen Merkmale, die das Zirkularschmelzen von Wettbewerbsprozessen abheben, sind der Tabelle (siehe Bildergalerie) zu entnehmen.

Willi Fischer ist Geschäftsführer der Fischer Kunststoff Schweißtechnik GmbH, 37297 Berkatal.

Willi Fischer | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/index.cfm?pid=1496&pk=142381

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht rollFEED® Turning auf EMAG Maschinen: Tempomacher für die Drehbearbeitung
17.10.2017 | EMAG GmbH & Co. KG

nachricht Schuler-MSC2000-Dual-Servopresse am Fraunhofer IPT für Werkzeugtests und Entwicklungsprojekte
17.10.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hochfeldmagnet am BER II: Einblick in eine versteckte Ordnung

Seit dreißig Jahren gibt eine bestimmte Uranverbindung der Forschung Rätsel auf. Obwohl die Kristallstruktur einfach ist, versteht niemand, was beim Abkühlen unter eine bestimmte Temperatur genau passiert. Offenbar entsteht eine so genannte „versteckte Ordnung“, deren Natur völlig unklar ist. Nun haben Physiker erstmals diese versteckte Ordnung näher charakterisiert und auf mikroskopischer Skala untersucht. Dazu nutzten sie den Hochfeldmagneten am HZB, der Neutronenexperimente unter extrem hohen magnetischen Feldern ermöglicht.

Kristalle aus den Elementen Uran, Ruthenium, Rhodium und Silizium haben eine geometrisch einfache Struktur und sollten keine Geheimnisse mehr bergen. Doch das...

Im Focus: Schmetterlingsflügel inspiriert Photovoltaik: Absorption lässt sich um bis zu 200 Prozent steigern

Sonnenlicht, das von Solarzellen reflektiert wird, geht als ungenutzte Energie verloren. Die Flügel des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ (Pachliopta aristolochiae) zeichnen sich durch Nanostrukturen aus, kleinste Löcher, die Licht über ein breites Spektrum deutlich besser absorbieren als glatte Oberflächen. Forschern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es nun gelungen, diese Nanostrukturen auf Solarzellen zu übertragen und deren Licht-Absorptionsrate so um bis zu 200 Prozent zu steigern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Fachmagazin Science Advances. DOI: 10.1126/sciadv.1700232

„Der von uns untersuchte Schmetterling hat eine augenscheinliche Besonderheit: Er ist extrem dunkelschwarz. Das liegt daran, dass er für eine optimale...

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Das Immunsystem in Extremsituationen

19.10.2017 | Veranstaltungen

Die jungen forschungsstarken Unis Europas tagen in Ulm - YERUN Tagung in Ulm

19.10.2017 | Veranstaltungen

Bauphysiktagung der TU Kaiserslautern befasst sich mit energieeffizienten Gebäuden

19.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Forscher finden Hinweise auf verknotete Chromosomen im Erbgut

20.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Saugmaschinen machen Waschwässer von Binnenschiffen sauberer

20.10.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Strukturbiologieforschung in Berlin: DFG bewilligt Mittel für neue Hochleistungsmikroskope

20.10.2017 | Förderungen Preise