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Neueste Ergebnisse gemeinsamer Anstrengungen von Praktikern und Forschern aus dem Maschinenbau präsentiert der diesjährige Innovationstag Mittelstand am 30. Juni in Berlin. Für rund 1.900 Vorhaben der Branche stellt das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) Fördermittel in Höhe von mehr als 212 Millionen Euro bereit.
Ökologie und Kostenersparnis geben sich die Hand bei einem ungewöhnlichen Projekt, das durch die Netzwerk-Förderkomponente ZIM-NEMO gefördert wurde: eine Werkzeugmaschine in weiten Teilen aus Holz. Die Idee für diese neuartige Portal-Fräsmaschine, die sozusagen „auf den Bäumen wächst“, entstand im Timbernik.net - Technologienetzwerk für die Holzindustrie.
„Steigende Rohstoffpreise brachten die am Netzwerk beteiligten Unternehmen auf den Gedanken, eine Maschine weitgehend aus Holz zu bauen“, so Projektmanager Sebastian Tierock von der federführenden Agentur für Technologietransfer und Innovationsförderung Westmecklenburg in Schwerin. Bis auf Schrauben, Führungsschienen, tragende Teile und den Motor ist hierbei alles aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz, für dessen Bearbeitung die Maschine ebenso vorgesehen ist wie für das Fräsen von Kunststoffen.
Laminate aus dem Stamm der Rotbuche lassen die Anlage insgesamt preisgünstiger werden als eine herkömmliche Maschine deutscher Produktion. Fixiert werden die Werkstücke nicht mehr per Zwinge und Kurbel, sondern mit einem sich selbst verschließenden Vakuum-Tisch, der ein partielles Auflegen von Materialien ohne Saugverluste erlaubt. In verschiedenen Größen kann die Maschine für größere Schreiner- oder Tischlerbetriebe gebaut werden.
Erfolgsgeschichte mit 13.000 Projekten
Das ZIM-Programm des BMWi ist ein in Europa einzigartiges Förderinstrument für mittelständische Kooperationsforschung (KOOP), einzelbetriebliche Projekte (SOLO) und Unternehmensnetzwerke (NEMO). Weit über 18.000 Anträge seit Programmstart im Juli 2008 zeugen von der außerordentlich starken Nachfrage im gesamten Bundesgebiet. Für fast 13.000 Projekte hat das Ministerium bisher (Stand Anfang März) rund 1,6 Milliarden Euro in Form nicht rückzahlbarer Zuschüsse zugesagt. Im Vorjahr wurden rund 6.500 Innovationsprojekte mit 800 Millionen Euro bewilligten Fördermitteln angeschoben. Allein das von der AiF Projekt GmbH als Projektträger von ZIM-KOOP verantwortete Modul brachte es dabei auf 4.300 Vorhaben.
Die Euronorm GmbH in Berlin betreut zwei einzelbetriebliche ZIM-Projekte des Maschinenbauers Matec aus Köngen in Baden-Württemberg. Die schwäbische Firma hat zum einen ein neuartiges Portalbearbeitungszentrum für Werkstücke jenseits der Größe von zwei mal zweui Metern entwickelt, bei dem die Arbeitstische innerhalb von 40 Sekunden gewechselt werden können. Weiter stellt matec beim Innovationstag ein externes Magazin vor, das bis zu 256 Werkzeuge speichern kann. Innerhalb von nur fünf Sekunden lassen sich damit Werkzeuge bis 30 Kilogramm wechseln.
Häufiges Bücken und fortwährendes Hin- und Herlaufen beim sicheren Verpacken von Waren auf Paletten haben ein Ende durch ein neuartiges Umreifungssystem der ErgoPack Deutschland GmbH aus Lauingen in Bayern. In Zusammenarbeit mit der EPH Elektronik Produktions- und Handelsgesellschaft entstand außerdem ein Hybrid-Brennstoffzellenspeicher. Dadurch wird die Maschine unabhängig von einer Stromquelle und kann bequem zum Einsatzort gerollt werden.
Kontakt:
AiF Projekt GmbH, Tschaikowskistraße 49, 13156 Berlin.
Öffentlichkeitsarbeit:
Lothar Braun, Tel: 030 48163-3, info@aif-projekt-gmbh.de,
www.aif-projekt-gmbh.de
www.zim-bmwi.de/veranstaltungen/innovationstag/18.-innovationstag
-mittelstand-des-bmwi
Gerolf Päckert | Quelle: Checkpoint-Media
Weitere Informationen: www.aif.de
www.innomedia-berlin.de
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