Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Zentrale Kühlschmierstoff-Filteranlage versorgt rund 50 Maschinen

05.03.2009
Seine bislang größte Filteranlage hat Knoll Maschinenbau bei der ZF Friedrichshafen AG in Betrieb genommen. An die Anlage sind rund 50 Maschinen angeschlossen, die 14000 l Emulsion pro Minute zur Reinigung schicken. Die frequenzgeregelten Pumpen und Motoren reduzieren den Energieverbrauch der Anlage.

Die ZF Friedrichshafen AG ist ein weltweit führender Zulieferkonzern in der Antriebs- und Fahrwerktechnik. Im Zuge der Erweiterung einer 270 m langen Fertigungshalle um 90 m sollten auch die Zentralanlagen für die Reinigung der Kühlschmierstoffe (Öl und Emulsion) erneuert werden, so dass sie auf modernstem Stand sind.

In dieser Halle werden Räder und Wellen produziert, und zwar von der weichen Vorbearbeitung über das Härten bis hin zur Hartbearbeitung, wo die Bauteile ihren letzten Schliff bekommen, um geforderte Passgenauigkeit und Oberflächengüte zu erreichen. Dafür sind 25 Fertigungslinien im Einsatz, die jeweils aus drei bis sechs Maschinen bestehen.

Knoll Maschinenbau bekommt den Zuschlag

Die Ausschreibung sah dementsprechend außer einer Ölanlage mit 12 000 l/min eine Emulsionsanlage mit 14 000 l/min Durchsatzleistung vor, die kontinuierlich zur Verfügung stehen muss. Bei der Emulsionsanlage für rund 50 Maschinen ging die Planung von 1350 kg/h Spänefracht aus. Als nominale Filterfeinheit waren 30 µm gefordert. Der Restschmutzgehalt sollte kleiner 100 mg sein. Mit diesen Daten hat ZF verschiedene Angebote eingeholt. Für die Emulsionsanlage hat Knoll Maschinenbau in Bad Saulgau den Zuschlag bekommen.

Vakuumfilter mit frequenzgeregelten Motoren spart Energie

Das Knoll-Konzept sah vier VLX-Filter vor mit einer Kapazität von jeweils 5000 l/min, wodurch ein Filter redundant ist und dem System besonders hohe Sicherheit verleiht. Der VLX 5000 ist ein neuer Vakuumfilter, der sich in erster Linie durch seine frequenzgeregelten Motoren auszeichnet. Je nach Volumenstrom und Schmutzfracht regeln Vakuumpumpe und Filterpumpe ihre Leistung, so dass im Filterbecken ein gleichmäßiger Füllstand eingehalten wird.

Diese bedarfsgesteuerte Regelung führt im Mittel zu einer geringeren spezifischen Filterbelastung, einer beruhigten Strömung und einer höheren Druckdifferenz am Filterband. Das Resultat ist ein dickerer Filterkuchen und eine bessere Filterqualität.

Die Frequenzregelung sorgt außerdem für einen reduzierten Stromverbrauch, was dem VLX den Beinamen „Energiesparfilter“ eingebracht hat. Der Einsatz geregelter Motoren war auch für ZF von großer Bedeutung. Wie wichtig den Verantwortlichen die energiesparende Ausführung der Filteranlage ist, zeigt die Forderung, auch die Versorgungspumpe frequenzgeregelt auszuführen, motorseitig sogar in EFF1-Ausführung, also mit erhöhtem Wirkungsgrad.

Betriebsbereite Anlage in vorgegebenen Raum eingepasst

Außer der Energieeffizienz hat der VLX 5000 zahlreiche Details zu bieten, die ihn von anderen Unterdruckbandfiltern unterscheiden. So verfügt er zum Beispiel über eine besonders leistungsfähige Bandabdichtung, -rückspülung und -trocknung. Darüber hinaus sorgt der konstruktive Aufbau dafür, dass der mechanische Einfluss auf das Filterband gering gehalten wird.

Das gesamte Projekt ging weit über die Lieferung der vier VLX-Filtereinheiten hinaus. Für alles, was zwischen Rücklauf- und Vorlaufsammler angesiedelt ist, war Knoll verantwortlich. Das heißt, ZF stellte einen Raum zur Verfügung, 20 m lang, mit zwei Stockwerken. In diesen passte Knoll die betriebsbereite Anlage ein – inklusive Stahlbau mit Schwerlastgitterrosten und einem Abgang ins „Kellergeschoß“, wo ein 160 000-l-Reintank installiert werden musste.

Knoll liefert auch die Peripherie

Auch Spänevorabscheider, die Verrohrung zu den vier Filtereinheiten, Steuerung, die zugehörigen Schaltschränke sowie der Systemschaltschrank fielen komplett in den Zuständigkeitsbereich von Knoll. Pro Filtereinheit wurde außerdem ein zusätzlicher Filter installiert, der den Reintank im Falle eines Spänedurchbruchs oder Filterbandrisses sauber hält.

Bernhard Kuttkat | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/mmmaintainer/fluidmanagement/kuehlundschmierstoffe/articles/173347/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht Klarheit für die Industrie: Forscher ermitteln Standzeiten von Schieberwerkzeugen
12.06.2018 | IPH - Institut für Integrierte Produktion Hannover gGmbH

nachricht Tauchen ohne Motor
05.06.2018 | Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Temperaturgesteuerte Faser-Lichtquelle mit flüssigem Kern

Die moderne medizinische Bildgebung und neue spektroskopische Verfahren benötigen faserbasierte Lichtquellen, die breitbandiges Laserlicht im nahen und mittleren Infrarotbereich erzeugen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien Jena (Leibniz-IPHT) zeigen in einer aktuellen Veröffentlichung im renommierten Fachblatt Optica, dass sie die optischen Eigenschaften flüssigkeitsgefüllter Fasern und damit die Bandbreite des Laserlichts gezielt über die Umgebungstemperatur steuern können.

Das Besondere an den untersuchten Fasern ist ihr Kern. Er ist mit Kohlenstoffdisulfid gefüllt - einer flüssigen chemischen Verbindung mit hoher optischer...

Im Focus: Temperature-controlled fiber-optic light source with liquid core

In a recent publication in the renowned journal Optica, scientists of Leibniz-Institute of Photonic Technology (Leibniz IPHT) in Jena showed that they can accurately control the optical properties of liquid-core fiber lasers and therefore their spectral band width by temperature and pressure tuning.

Already last year, the researchers provided experimental proof of a new dynamic of hybrid solitons– temporally and spectrally stationary light waves resulting...

Im Focus: Revolution der Rohre

Forscher*innen des Instituts für Sensor- und Aktortechnik (ISAT) der Hochschule Coburg lassen Rohrleitungen, Schläuchen oder Behältern in Zukunft regelrecht Ohren wachsen. Sie entwickelten ein innovatives akustisches Messverfahren, um Ablagerungen in Rohren frühzeitig zu erkennen.

Rückstände in Abflussleitungen führen meist zu unerfreulichen Folgen. Ein besonderes Gefährdungspotential birgt der Biofilm – eine Schleimschicht, in der...

Im Focus: Überdosis Calcium

Nanokristalle beeinflussen die Differenzierung von Stammzellen während der Knochenbildung

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universitäten Freiburg und Basel haben einen Hauptschalter für die Regeneration von Knochengewebe identifiziert....

Im Focus: Overdosing on Calcium

Nano crystals impact stem cell fate during bone formation

Scientists from the University of Freiburg and the University of Basel identified a master regulator for bone regeneration. Prasad Shastri, Professor of...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Hengstberger-Symposium zur Sternentstehung

19.06.2018 | Veranstaltungen

LymphomKompetenz KOMPAKT: Neues vom EHA2018

19.06.2018 | Veranstaltungen

Simulierter Eingriff am virtuellen Herzen

18.06.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Vorhersage von Kristallisationsprozessen soll bessere Kunststoff-Bauteile möglich machen

20.06.2018 | Materialwissenschaften

Agrophotovoltaik goes global: von Chile bis Vietnam

20.06.2018 | Energie und Elektrotechnik

Temperaturgesteuerte Faser-Lichtquelle mit flüssigem Kern

20.06.2018 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics