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WTP-System in Endlosausführung optimiert die Temperierung von Druckbehältern

09.01.2009
Nachdem sich das WTP-Temperiersystem als Alternative zu Doppelmantel und Halbrohrschlange in Wärmeaustauschern etablierte, will der Kölner Systemhersteller LOB nun potenzielle Anwendungen bei Druckbehältern erschließen. Dazu wird das System als Endloskonstruktion gefertigt.

Beim WTP-System wird der Behältermantel oder die Rohrleitung mittels Laser-Punktschweißung mit einem Außenmantel von (maximal 2 mm Wanddicke) verbunden. Dieser Außenmantel wird dann durch Innendruckumformung aufgeweitet. So entstehen gleichmäßige Hohlräume, durch die das gasförmige oder flüssige Wärmeträgermedium strömen kann.

Ursprünglich war das Temperiersystem war in Zonen aufgeteilt, die jeweils separat durchströmt wurden. Nach ausführlichen Entwicklungsarbeiten, Strömungssimulationen und Feldtests hat LOB nun auch die ersten WTP-Systeme als Endloskonstruktion gefertigt und patentiert. Das bedeutet: Bei dieser Variante des WTP-Systems tritt das Wärmeträgermedium über zentrale Zuführungen in den Außenmantel ein und aus; Zwangsführungen, die durch Schweißnähte erzeugt werden, sorgen laut dem Hersteller für eine gleichmäßige Verteilung und somit für homogene Wärmeübergänge.

Zylinderförmiger Mantel mit nur einer Zu- und Abführung

Dieses optimierte Verfahren sei dadurch nochmals effizienter, heißt es. Dies gelte nicht nur für den Wärmeübergang, sondern auch für die Fertigung. Ein wesentlicher Grund dafür ist, dass man – bezogen auf dem gesamten zylinderförmigen Mantel – nur eine Zu- und Abführung hat. Auf diese Weise werde ein größerer Durchfluss erreicht – bei einem minimalen Druckverlust. Die gleichmäßige und großflächige Zuführung ermögliche ein sehr gutes Regelverhalten.

Zu den ersten Druckbehältern, die LOB nach diesem Prinzip fertigte, gehört ein Rührwerksbehälter für eine Chemieanlage, in dem mehrere Komponenten bei definierter Temperatur zu einem Grundstoff gemischt werden. Die Vorteile dabei werden in einer sehr gut regulierbaren Temperierung bei hohem Wärmeübergang gesehen. Dadurch lasse sich der Durchsatz im Mischer steigern. Zugleich wurde durch die gleichmäßige Temperatur die Homogenität der Durchmischung verbessert – mit dem Ergebnis, dass die Qualität des Produktes konstanter ist.

Generell eignet sich die optimierte WTP-Technik für alle Wärmeübertragungsprozesse, bei denen ein kleines Temperaturfenster gefordert ist. Die Behälter oder Rohrleitungen werden jeweils in Abhängigkeit der erforderlichen Verfahrensparameter entwickelt und bei LOB in Köln gefertigt. Sowohl das System an sich als auch die einzelnen Behälter erfüllen – so heißt es – selbstverständlich die einschlägigen Prüfvorschriften der Chemieindustrie.

Josef-Martin Kraus | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/betriebstechnik/energietechnik/articles/166224/

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