Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Der wohligen Wärme verschrieben

01.06.2009
Ob in Wartungshallen, Ställen oder Gewächshäusern - die richtige Temperatur entscheided darüber, ob Mensch, Tier oder Pflanze sich wohl fühlen.

Infrarotheizungen, die nur jene Körper erwärmen, auf die die Strahlen treffen, sorgen dafür, dass dem Menschen nicht der Kopf heiß wird und das feuchte Blatt der Pflanze keinen Schaden nimmt.

Zu den führenden Herstellern dieser Systeme zählt das Unternehmen Kübler, das in diesen Tagen sein 20jähriges Jubiläum feiert.

Dem natürlichen Heizprinzip der Sonne kommt die Infrarotstrahlung am nächsten. Deshalb fühlen wir Menschen uns damit so wohl. Das wussten auch schon die Römer: Sie kannten das Prinzip und nutzten es beispielsweise bei Kachelöfen, deren behagliche Wärme heute noch geschätzt ist. Infrarot als Wärmequelle wird aber auch für Hallen und andere große Räume eingesetzt. Infrarotheizungen gehören heute in Industrie und Gewerbe zu den bewährten Systemen.

Seit seiner Gründung 1989 (Bild oben) durch Thomas Kübler entwickelt und vertreibt das Unternehmen Kübler europaweit ausschließlich Infrarotsysteme - und bietet damit eine der wirtschaftlichsten Technologien zur Beheizung von Großräumen. Als Komplettanbieter schlüsselfertiger Lösungen weist das Ludwigshafener Unternehmen ein umfassendes Produktspektrum für unterschiedliche Hallentypen und Raumwelten auf.

Es gilt als Innovationsführer der Branche und wurde für seine Leistungen bereits mehrfach ausgezeichnet. Allen voran erhielt das Unternehmen für das Ressourcen optimierende Steuerungssystem Rossy den Innovationspreis des Bundeswirtschaftsministeriums im Jahr 2004 sowie im Jahr 2008 den Großen Preis des Mittelstandes der Oskar-Patzelt-Stiftung. Nach seiner Gründung als Kübler Industriehandel im Jahr der Maueröffnung entwickelt sich das Unternehmen rasant. Der Aufschwung Ost ist auch den Ludwigshafenern Motivation.

Thomas Kübler baut als erster Unternehmer auf und in Sachsen: In Dresden öffnet die Anlagenbau GmbH die Tore mit dem Ziel, dort eine weitere Spezialisierung zu erreichen und das Unternehmen als Produktionsstandort auszubauen - dessen Einweihung findet im Jahr 1992 statt.

Nutzen bringende Innovationen
Unterdessen gibt es auch im Westen Neues: In Ludwigshafen werden 1990 die Produktions- und Montage GmbH und 1992 die Vertriebszentrum GmbH gegründet. Alle drei Ludwigshafener Unternehmen verschmelzen im Jahr 1996 zur Kübler GmbH. Auch auf internationalem Terrain wird das Unternehmen bald warm: In Ungarn gründet Thomas Kübler 1991 einen neuen Standort, der 1996 umgebaut und erweitert wird. Im Jahr 2001 schließt sich eine Tochtergesellschaft in Tschechien an. Mit den Standorten Ludwigshafen, Dresden, Prag und Fegyvernek (Ungarn), zahlreichen Auslandsvertretungen und einem bundesweit flächendeckenden Servicenetz zählen die Ludwigshafener heute zu den Top-Unternehmen in Europa. Nicht zuletzt, weil ihre Infrarotheizsysteme in allen wesentlichen Richtlinien und Normen verankert sind. Sie sind in vielen europäischen Ländern zertifiziert, und haben alle nötigen Zulassungen, die für einen reibungslosen Geschäftsverlauf - auch in Osteuropa - nötig sind. Das gibt dem Investor die Sicherheit , sich für die wirtschaflichste Lösung zu entscheiden.

Die Entwicklungsarbeit wird groß geschrieben im Hause Kübler. Ebenso der Blick über den "Heizungsrand", wie zum Beispiel bei der Dunkelstrahlerheizung für Ställe, deren Wärme als natürliche Infrarotstrahlung übertragen wird, womit sich gezielt der Aufenthaltsbereich der Tiere erwärmt. Boden und Einstreu bleiben dadurch trocken und das Risiko von Erkrankungen wird verringert. Oder bei dem Agrarstrahler, der ähnlich dem natürlichen Prinzip der Sonne primär Pflanzen und Substrat erwärmt. Erst sekundär heizt sich die Gewächshausluft auf. Durch diese direkte Wärmeübertragung erzeugt die Heizung eine Blatttemperatur, die über der Lufttemperatur liegt. Das Risiko an der Blattoberfläche den Taupunkt zu unterschreiten, verringert sich deutlich. Es entsteht ein "trockenes Blatt", das resistenter gegen Bakterien und Schädlingsbefall ist. Die Kulturen werden direkt erwärmt und speichern die Wärme, wie in der Natur..

Eine Frage der Wirtschaftlichkeit
Zu seinem 20jährigen Jubiläum kann das Unternehmen mit zwei Neuheiten "einheizen": Die Restwärmenutzung für Infrarotheizungen und ein zukunftweisendes Hybridsystem für eine noch wirtschaftlichere Hallenbeheizung. Dazu muss man wissen: Die Restwärmenutzung bei Infrarotheizungssystemen (Dunkelstrahlern) galt bislang als wirtschaftlich nicht realisierbar. Nach aufwändiger Forschungs- und Entwicklungsarbeit ist es den Entwicklern jedoch gelungen, ein Wärmetauschersystem auf den Markt zu bringen, das die wirtschaftliche Nutzung der im Abgas von Hallenheizungsanlagen enthaltenen Energie ermöglicht, die zuvor weitgehend an die Umgebung verloren ging. Dabei entzieht der Wärmetauscher die im Abgas enthaltene Energie und überträgt sie an ein Speichermedium - meistens Wasser. Die so gespeicherte Energie kann dann zur warmwasserbasierten Beheizung der typischerweise an die Industriehallen angeschlossenen Büro- oder Sozialräume verwendet werden oder vorhandene Systeme unterstützen.

Der Wärmetauscher ist für den Ludwigshafener Hersteller energiesparender Hallenheizungen die Basis für sein neues Wärmekonzept Hybrid. Der Name kommt nicht von ungefähr, denn dieses System bündelt die Vorteile von wirkungsgradverbesserten Infrarotsystemen, einer effizienten Heizungssteuerung und der Restwärmenutzung zu einem vollständig integrierten Hybridsystem. Das Unternehmen wirbt mit einem feuerungstechnischen Wirkungsgrad von bis zu 108 Prozent für die wirtschaftliche Beheizung von Großräumen.

Dass es bei Hallenheizungen nicht alleine um das Heizen, sondern auch um die Effizienzfrage geht, dürfte bekannt sein. Relativ neu ist, dass die Wahl des geeigneten Heizsystems zunehmend zu einem regelrechten Wirtschaftlichkeitsfaktor geworden ist. Die 100-prozentige Preissteigerung alleine für Erdgas - und das in nur zehn Jahren - ist ein Grund dafür. Insbesondere die Betriebskosten rücken bei der Dimension des zu beheizenden Raums in den Fokus. Konstruktive Details und Funktionalitäten sorgen für einen minimierten konvektiven Verlust, eine Maximierung von Wärmeübergang und Rohrtemperaturen, einen optimierter Wirkungsgrad für mehr Direktwärmeam Arbeitsplatz und weniger Energieeinsatz zum Erreichen der wohligen Wärme. Evelin Eitelmann

| SCOPE
Weitere Informationen:
http://www.scope-online.de/xist4c/web/Der-wohligen-Waerme-verschrieben_id_161__dId_429200_.htm

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht Flexiblere Turbomaschinen entwickeln
23.05.2017 | FIZ Karlsruhe – Leibniz-Institut für Informationsinfrastruktur GmbH

nachricht WHZ erhält hochmodernen Prüfkomplex für Schraubenverbindungen
23.05.2017 | Westsächsische Hochschule Zwickau

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochspannung für den Teilchenbeschleuniger der Zukunft

24.05.2017 | Physik Astronomie

3D-Graphen: Experiment an BESSY II zeigt, dass optische Eigenschaften einstellbar sind

24.05.2017 | Physik Astronomie

Optisches Messverfahren für Zellanalysen in Echtzeit - Ulmer Physiker auf der Messe "Sensor+Test"

24.05.2017 | Messenachrichten