Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     Siemens  n-tv 
Datenbankrecherche:

Fachgebiet (optional):

 

Wirtschaftliches Reinigungsstrahlen von Blechen, Rohren und Profilen

21.01.2009
Kurze Lieferzeiten und breit gefächerte Anarbeitungsmöglichkeiten zählen im Stahlhandel zu den Erfolgsfaktoren. Um noch schneller auf Kundenwünsche reagieren zu können, investierte Bieber + Marburg GmbH & Co KG in eine Rollenbahn-Strahlanlage von Rösler. Die Anlage ermöglicht das effiziente Reinigungsstrahlen unterschiedlicher Flachstahlprodukte, Rohre und Profile.

Anzeige

Die erfolgreiche Unternehmensentwicklung von Bieber + Marburg begann Ende des 19. Jahrhundert mit einer kleinen Baustoffhandlung in Bischoffen. Der Kauf eines Giessener Stahlhandelunternehmens im Jahr 1959 markierte den Beginn einer erfolgreichen Tätigkeit im Stahlhandel. Das familieneigene Unternehmen mit zwei Standorten und 190 Mitarbeitern bietet inzwischen ein breites Sortiment an Formstahl, Trägern, Qualitätsstahl, Blankstahl, Stabstahl, Blechen, Edelstahl und NE-Metallen. Abgerundet wird das Angebot durch verschiedene Anarbeitungen wie Biegen, Brennschneiden, Sägen, Strahlen, Grundieren und Verzinken.


„Um unsere Liefermöglichkeiten weiter auszubauen und Kundenwünsche noch individueller und schneller erfüllen zu können, haben wir 2007 in ein weiteres, vollautomatische Hochregallager für Langgut mit 12 bis 16 m, ein halbautomatisches Hochregallager sowie in eine neue Strahlanlage investiert“, berichtet der geschäftsführende Gesellschafter Sven Bieber. Strahltechnische Bearbeitungen wurden in der Vergangenheit außer Haus gegeben. Das Lagervolumen in den insgesamt zwölf Hallen liegt bei 15000 t Stahl. Die Belieferung von Bieber + Marburg aus den Stahlwerken erfolgt per Bahn und Lkw.


Rollenbahn-Strahlanlage an technische Anforderungen optimal angepasst

Ein umfangreiches Lieferprogramm und hohe Flexibilität waren neben dem Strahlergebnis und der hohen Verfügbarkeit ein wesentliches Kriterium bei der Auswahl der Strahlanlage. Nach Gesprächen mit mehreren Anlagenherstellern fiel die Entscheidung für die Rösler-Rollenbahn-Strahlanlage RRB 27/6 der Rösler Oberflächentechnik. „Ausschlaggebend dabei war zum einen, dass die Anlage an unsere technischen Anforderungen optimal angepasst wurde. Zum anderen machte der Anlagenbauer einen sehr leistungsfähigen Eindruck, und nicht zuletzt überzeugte uns das Preis-/Leistungsverhältnis“, so der Geschäftsführer.


Effizient Strahlen nach Reinheitsgrad SA 2,5

Im Einsatz ist die RRB 27/6 für das Strahlen von Teilen mit einer Länge bis zu 20 m bis hin zu kleinsten Stahlblechteilen. Die maximale Bearbeitungsbreite liegt bei 2500 mm, in der Höhe sind es 600 mm. Bei den Blechteilen handelt es sich überwiegend um im Brennschneidbetrieb hergestellte, kundenspezifische Stahlteile, die von Zunder befreit werden müssen.

Auch die Nachfrage nach gestrahltem Langgut wie Träger, Hohlprofile, Stabstahl und Rohre steigt kontinuierlich. Hier geht es in erster Linie darum, Rost und Zunder zu entfernen. In beiden Fällen muss ein Strahlergebnis erreicht werden, das bei SA 2,5 liegt. „Wir erzielen mit der neuen Anlage eine sehr gute Strahlqualität. Und sollten höhere Anforderungen an den Reinheitsgrad etwa SA 3 an uns gestellt werden, können wir diese auch erfüllen“, erklärt Sven Bieber.

Die Beschickung der Anlage erfolgt über einen Querförderer, der die Teile zur Rollenbahn bringt. Ob es sich bei den Werkstücken um Flachstahl oder Träger handelt, wird ebenso wie die Transportgeschwindigkeit über die Siemens SPS-Steuerung S7-300 vom Bediener eingegeben. Am Einlauf der Strahlanlage stellt ein erstes Lichtgitter die Höhe der Teile fest und gibt diese Information an die Bürste der Strahlmittelabreinigung weiter, die sich automatisch auf die jeweiligen Werkstücke einstellt. Ein zweites Lichtgitter signalisiert den Schleuderrädern, dass Teile im „Anrollen“ sind und setzt dadurch die Strahlmittelzufuhr in Gang.


Sechs Schleuderräder sorgen für hohen Durchsatz

Die Transportgeschwindigkeit liegt je nach Teil bei 1,5 bis 3 m/min. In der Strahlkammer sorgen insgesamt sechs Hochleistungs-Schleuderräder des Typs Hurricane H 42 mit je 420 mm Durchmesser und einer Antriebsleistung von jeweils 22 kW für eine hohe Durchsatzrate bei optimaler Strahlintensität. Jeweils drei Schleuderräder sind am Boden und am Dach der Strahlkammer angebracht, so dass Werkstücke gleichzeitig von oben und unten gestrahlt werden. Dabei stellen in 3D-Simulation speziell berechnete Neigungswinkel sicher, dass alle Konturen und Hinterschneidungen der Teile mit der gleichen Intensität vom runden Strahlmittel erreicht und Strahlschatten vermieden werden.

An den Strahlprozess schließt sich die Strahlmittelabreinigung mit Bürste und Abblasstation an. Ein Inkrementgeber meldet in Verbindung mit dem Einlauflichtgitter das Ende des Strahlprozesses, die Strahlmittelzufuhr wird durch Muschelschieber geschlossen.

Ein Querförderer am Auslauf verbindet die Strahlanlage zur einen Seite mit der Sägestation. Zur entgegengesetzten Seite wird dieser Querförderer als Pufferplatz genutzt, um so die gestrahlten Teile zu bündeln und mit Stahlbändern zu umreifen.


Robuste Bauweise mit optimalem Verschleißschutz

Durch direkte und indirekte Strahlmitteltreffer werden die medienberührenden Oberflächen der Arbeitskammer stark beansprucht. Sie bestehen deshalb komplett aus widerstandsfähigem Manganstahl. Zusätzlich erhöhen auswechselbare Platten, dachziegelförmig spaltfrei angeordnet, aus dem hochfesten Werkstoff die Verschleißfestigkeit in besonders beanspruchten Bereichen. Dies sorgt für eine lange Lebensdauer der Rösler-Rollenbahn-Strahlanlage und damit für hohe Investitionssicherheit.

Einen Beitrag dazu leisten auch die robuste, verwindungssteife Konstruktion und die stabilen Rollenförderer, die auf der gesamten Länge von externen Getriebemotoren angetrieben werden. Diese hocheffizienten Motoren sind auf die jeweiligen Rollenbahnbeladungen und Geschwindigkeiten ausgelegt, um so eine lange Lebensdauer zu gewährleisten.


Effektive Stahlmittelaufbereitung

Um die Strahlmittelabreinigung effektiv zu bewerkstelligen, wird das Strahlmittel kontinuierlich durch eine Bürste in die Förderschnecke transportiert und so der Strahlmittelaufbereitung zugeführt. Grobe Verschmutzungen entfernt eine Siebeinrichtung bevor das Strahlmittel in der Kaskadenwindsichtung von feinen und feinsten Rost- und Zunderrückständen sowie zu klein gewordenen Strahlkörnern befreit wird.

Doris Schulz | Quelle: MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen: www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/mmmaintainer/industriellereinigung/reinigungsdienstleistungen/articles/167613/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht IFA entwickelt Messgerät für die sichere Mensch-Roboter-Kollaboration
18.05.2012 | Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung - DGUV

nachricht Solarboot „Südseesonne“ an Naturschutzbund übergeben
18.05.2012 | Hochschule Lausitz (FH)

Alle Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>


Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Im wahrsten Sinne „Spitzenforschung“: IPHT-Forscher untersuchen Eiweißfasern mit größter Genauigkeit


Krankheiten wie Parkinson, Alzheimer und bestimmte Krebsformen gehen auf eine fehlerhafte Faltung und Aggregation von Eiweißen im Körper zurück.

Wissenschaftlern des Instituts für Photonische Technologien (IPHT) in Jena ist es erstmals gelungen, Proteinstrukturen auf sub-molekularer Ebene nachzuweisen und spektroskopisch zu analysieren. Ein wichtiger Schritt zum Verständnis der Krankheitsursachen.

„Bis heute hat man nicht genau verstanden, was die fehlerhafte Faltung und Aggregation von Eiweißen, zum Beispiel im Zusammenhang mit Alzheimer, ...

Im Focus: Widerspenstiges Quasiteilchen erzeugt


Die Quantenphysik beschreibt physikalische Vorgänge in Festkörpern und anderen Vielteilchensystemen auch mit Hilfe von Quasiteilchen.

Innsbrucker Physikern um Rudolf Grimm ist es nun erstmals gelungen, ein neues Quasiteilchen - ein repulsives Polaron - in einem Quantengas experimentell zu erzeugen. Die Forscher berichten darüber in der Online-Ausgabe der Fachzeitschrift Nature.

Ultrakalte Quantengase sind ein ideales Experimentierfeld, um physikalische Phänomene in Festkörpern zu simulieren. Unter streng kontrollierten Bedingungen ...

Im Focus: Licht lässt Partikel wachsen - Forscher entdecken neuen Mechanismus in der Atmosphäre


Licht lässt die Partikel in der Atmosphäre wachsen. In einem Experiment hat ein internationales Forscherteam erstmals einen neuen Mechanismus nachweisen können, bei dem Partikel durch Licht größer werden und der damit Einfluss auf die Wolkenbildung und das Klima hat.

Photokatalytische Reaktionen können zu einer schnellen Bindung von nicht kondensierenden flüchtigen organischen Kohlenwasserstoffen (VOCs) auf der Oberfläche der Partikel führen. Unter solchen Bedingungen nehme die Größe und Masse der Partikel schnell zu, schreiben die Wissenschaftler im renommierten Fachblatt PNAS.

Die Ergebnisse des Laborexperimentes könnten Effekte erklären, die bisher schon bei Feldkampagnen ...

Im Focus: Abschreckung: Tabak signalisiert angreifenden Zikaden Verteidigungsbereitschaft


Ähnlich wie blutsaugende Insekten prüfen Pflanzenschädlinge ihren Wirt auf Abwehrsignale, bevor sie anfangen zu fressen

Pflanzen bilden wenige Minuten nach Angriff eines Fraßfeindes Jasmonsäure, ein Hormon, das die Verteidigung gegen Insekten in Gange setzt mit der Folge, dass giftige Stoffe wie Nikotin oder Verdauungshemmer in den Blättern akkumulieren.

Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie, Jena, haben jetzt herausgefunden, dass Zwergzikaden die Verteidigungsbereitschaft von Tabakpflanzen aufspüren können. ...

Im Focus: Erbgutkopie reist im Protein-Koffer


Wissenschaftlern vom Institut für Physikalische und Theoretische Chemie der Universität Bonn ist es erstmals gelungen, den Transport eines wichtigen Informationsträgers in biologischen Zellen praktisch unmodifiziert in Echtzeit zu filmen.

Die Studie zeigt, wie die so genannte Boten-RNA die Zellkernhülle überwindet und vom Zellkern in das Zytoplasma gelangt. Diese Arbeit ist nun in dem renommierten Journal „Proceedings of the National Academy of Sciences of the USA“ (PNAS) publiziert.

Der Bauplan aller Lebewesen ist in ihrem Erbgut gespeichert. Dieses lagert bei höheren ...

Alle Focus-News des innovations-reports >>>

Anzeige

B2B Suche
Produkt / Dienstleistung
Firma / Organisation

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Aktuell

Energieversorger vor dem Umbruch

24.05.2012 | Studien Analysen

Stem-cell-growing surface enables bone repair

24.05.2012 | Biowissenschaften Chemie

Im wahrsten Sinne „Spitzenforschung“: IPHT-Forscher untersuchen Eiweißfasern mit größter Genauigkeit

24.05.2012 | Biowissenschaften Chemie

VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Veranstaltungen

NieKE Themenforum: Ökonomie - Tierschutz - Lebensmittelsicherheit

24.05.2012 | Veranstaltungsnachrichten

Nachhaltigkeit in der Schifffahrt: Werte vs. Wertschöpfung

24.05.2012 | Veranstaltungsnachrichten

Wissenschaft und Öffentlichkeit

24.05.2012 | Veranstaltungsnachrichten

FindAndHelp